
Arche Noah Tierhilfe Seeg
Ehrenamtliches Engagement für Tiere in Not
Seit 28 Jahren gibt es die Arche Noah Tierhilfe e.V., die mehr als nur eine Anlaufstelle für Tiere in Not ist. „Wir sind kein klassisches Tierheim“, betont Sabine Wismath, 1. Vorsitzende des Vereins. Was den Verein auszeichnet, ist die rein ehrenamtliche Arbeit engagierter Tierfreunde, die sich der Vermittlung und Versorgung von Hunden und Katzen verschrieben haben.
Die Arbeit des Vereins basiert auf einem soliden Fundament aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Mittlerweile haben auch erste Gemeinden die wichtige Arbeit erkannt und unterstützen den Verein mit Pro-Kopf-Pauschalen für Fundtiere. Eine weitere wichtige Einnahmequelle ist der vereinseigene Flohmarktladen in Kaufbeuren, dessen Erlöse direkt in die Tierhilfe fließen. Dennoch bleiben die finanziellen Herausforderungen enorm. Besonders die Tierarztkosten stellen den Verein regelmäßig vor große Aufgaben. Neben der medizinischen Versorgung kümmert sich der Verein auch um Kastrationen und betreibt Futterstellen für bedürftige Tiere.
Klimawandel verändert die Katzenpopulation
Eine besondere Herausforderung offenbart sich durch den Klimawandel: „Zur Zeit haben wir viele junge Katzen“, berichtet Wismath. Die milderen Winter und der früher beginnende Frühling führen dazu, dass Katzen häufiger rollig werden und öfter im Jahr werfen können. „Die sogenannte ‚Kitten-Saison‘ beginnt früher und dauert länger an. Das bedeutet, dass es zu einer ganzjährigen Vermehrung kommt. Die Katzen werfen nicht mehr nur im Frühjahr und Sommer“, erklärt die Vorsitzende diese bedenkliche Entwicklung. Allein im letzten Jahr konnte der Verein 60 Katzen erfolgreich in neue Zuhause vermitteln – eine beachtliche Leistung, die jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
Dass die Arbeit der Arche Noah Tierhilfe professionell erfolgt, belegt die Genehmigung nach Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes. Diese Genehmigung bescheinigt nicht nur eine tiergerechte Haltung, sondern auch die notwendigen fachlichen Kenntnisse. „Es wäre schön, wenn wir einige Menschen mehr für unsere Arbeit begeistern könnten und manche sich bei uns ehrenamtlich engagieren würden“, richtet Sabine Wismath einen eindringlichen Appell an tierliebe Menschen in der Region.
Sabine Wismath, 1.Vorsitzende
info@archenoah-tierhilfe.de
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Text: Sabina Riegger · Bild: Alexander Berndt



