Auto

Was ist dran an der Führerscheinreform?

Stefan Praun und Matthias Herböck erklären, was es mit den neuen Plänen der Bundesregierung, die Kosten für den Führerschein zu senken, auf sich hat.

Grundsätzlich stehen die beiden Fahrschulleiter der Idee, die Fahrschulausbildung zu reformieren, positiv gegenüber. Allerdings sehen sie einige Punkte kritisch. Beide sind sich darin einig, dass es ein großer Fehler wäre, die theoretische Ausbildung rein digital zu absolvieren. Wie bereits in der Corona-Krise festzustellen war, ist rein digitales Lernen keine adäquate Alternative zu Präsenzunterricht, vielmehr haben sich hybride Formate als besonders effektiv herausgestellt. Die ideale Balance zwischen Wissensvermittlung und persönlicher Betreuung kann dadurch individuell gehalten werden.

Die geplante Überarbeitung des theoretischen Stoffes sowie des Fragenkataloges zur theoretischen Prüfung wird begrüßt; so kann bei den Schülern durch interessante Themen mehr Motivation erreicht werden. Dass die Schüler immer mehr Fahrstunden benötigen, ist den beiden Fahrlehrern schon lange vor dieser Diskussion aufgefallen. Worauf sie auch gleich reagiert haben. Beide Fahrschulen haben sich einen PREMIUM-Fahrsimulator angeschafft; so können sie deutlich preiswertere Übungsstunden anbieten. Durch diese kostspielige Investition, so betonen Matthias Herböck und Stefan Praun, wird der Einstieg in die praktische Fahrausbildung ergänzt, sie ersetzt dennoch auf keinen Fall das Fahren im Realverkehr.

Eine pauschale Reduzierung der verpflichtenden Sonderfahrten lehnen Praun und Herböck ab, vielmehr wäre eine individuelle Anpassung an den persönlichen Bedarf sinnvoll. Derzeit beträgt die Gesamtprüfungszeit beim PKW 55 Minuten, diese soll auf 50 Minuten reduziert werden, die zeitliche Ersparnis soll durch eine Verkürzung der reinen Fahrzeit von aktuell 30 auf 25 Minuten erreicht werden. Inwieweit sich hierdurch ein preislicher Vorteil ergeben wird, bleibt abzuwarten.

Zusammenfassend ist nach Herböcks und Prauns Meinung die aktuelle Diskussion nichts Neues. Beide Fahrschulen haben die meisten Herausforderungen bereits im Vorfeld erkannt und durch die Anschaffung eines Fahrsimulators, attraktiver Lernsoftware und weitere Veränderungen vorgesorgt. Die Führerscheinrform befindet sich in einem frühen Stadium und erfahrungsgemäß beträgt deren Umsetzung Jahre. Wer Fragen zum Thema Führerschein hat, kann sich gerne per Telefon oder E-Mail bei den beiden Fahrschulen melden.

Fahrschulzentrum
Egger & Praun

Telefon: 08362 4456
info@fahrschule-fuessen.de

Fahrschule Herböck
Telefon: 08364 986641
info@fahrschule-herboeck.de

Text · Foto: FSZ Egger & Praun u. FS Herböck

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