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Spitzenpolitik zu Besuch in Füssen: Millionen für Bundesstützpunkt

Der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann sichert umfassende Förderung für Eishockey- und Curling-Anlage zu – Stadt war kurz vor der Schließung

Heute trafen sich der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann, der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke sowie der Landtagsabgeordnete Andreas Kaufmann und informierten sich vor Ort über die Bedeutung des Standorts und der umgesetzten Sanierungsmaßnahmen. Im Zentrum standen dabei die langfristige Sicherung des Bundesstützpunkts und die weitere Modernisierung des Eisstadions, das eine tragende Rolle für den nationalen Spitzen und Nachwuchssport sowie für den Schul-, Vereins- und Breitensport in der Region einnimmt.

Der Besuch setzte ein deutliches sportpolitisches Signal: Bund und Freistaat unterstreichen ihre Unterstützung für den Eissportstandort Füssen und stärken die Förderperspektive für die nächsten Entwicklungsschritte.

Millionenförderung in Aussicht

Staatsminister Herrmann zeigte sich beeindruckt von der Anlage, machte aber auch deutlich, dass noch einiges renoviert und auf den neuesten Stand gebracht werden muss. Er stellte die herausragende Bedeutung des Bundesstützpunkts für Bayern und Deutschland heraus und machte deutlich, dass leistungsfähige Sportstätten sowohl für die Nachwuchsförderung als auch für eine lebendige Vereinsstruktur unverzichtbar sind: „Der Bundesstützpunkt Füssen ist ein Aushängeschild des Eissports in Bayern und bundesweit von großer Bedeutung. Spitzenleistungen entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern auf einer starken Basis. Deshalb ist es wichtig, Spitzen und Breitensport gemeinsam zu denken. Sportförderung ist eine Investition in unsere Jugend, in Gesundheit, in Integration und in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Herrmann betonte zugleich die Rolle des Freistaats Bayern als verlässlicher Partner und würdigte den Einsatz der Stadt Füssen und des Bürgermeisters, der den Standort über Jahre hinweg strategisch gesichert und modernisiert hat. Natürlich steht der Freistaat Bayern weiterhin hinter der Sanierung und dem Erhalt des Bundesstützpunkt Füssen und danke persönlich Bürgermeister Maximilian Eichstetter für sein Engagement.

Die gute Nachricht: Bund und Land wollen kräftig unterstützen. Der Bund plant, seine Regelförderung für Investitionen am Bundesstützpunkt deutlich zu erhöhen – von bisher 36 auf künftig bis zu 45 Prozent. Der Freistaat Bayern würde mindestens 30 Prozent beisteuern. „Dann wäre schon ein ganz stattlicher Betrag abgedeckt“, so Hermann.

Internationale Wettbewerbe im Fokus

Dem Staatsminister ist es wichtig, dass die Anlagen ständig auf internationalem Niveau gehalten werden. „Wir wollen nicht nur über die Olympiabewerbung von München reden, sondern insgesamt in der ganzen Breite der verschiedenen Sportarten schauen, dass internationale Wettbewerbe nach Bayern kommen“, betonte Herrmann. Besonders bei den Wintersportarten wolle Bayern gut aufgestellt bleiben. Auch ein Video-Würfel, der heute Standard bei internationalen Wettkämpfen ist, wird in die Planung genommen.

Haarscharf an der Schließung vorbei

Bürgermeister Maximilian Eichstetter machte deutlich, wie dramatisch die Situation war: „Wir waren nicht nur kurz vor der Schließung, es war haarscharf. Ohne Sie, Herr Minister, ohne Ihr Ministerium und auch ohne den Bund hätten wir das nicht geschafft – dann wären wir heute in einer geschlossenen Halle.“

Der Bürgermeister betonte, dass die angespannte Finanzlage der Stadt die Investitionen ohne externe Hilfe unmöglich mache. Umso dankbarer zeigte er sich für die Unterstützung: „Am Ende des Tages machen wir das alles für unsere Kinder und Jugendlichen hier. Wir sind ein Stützpunkt vor allem auch für Nationalmannschaften der Frauen und Jugendlichen.“

Vorbildliche Förderung

Landtagsabgeordneter Andreas Kaufmann verwies auf die bereits bestehende besondere Förderung durch den Freistaat: An der Realschule in Füssen dürfen Schülerinnen und Schüler die ersten zwei Stunden für das Eistraining nutzen – mit Unterstützung des Kultusministeriums. „Das hat nicht jede Kommune“, so Kaufmann.

Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke dankte für die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Land und Bund: „Stadt Land und Bund haben in den letzten Jahren viel Geld in die Hand genommen.“ Die Erhöhung der Bundesförderung auf 45 Prozent sei „etwas, was hier vor Ort gut tut“.

Alle Beteiligten zeigten sich entschlossen, den Bundesstützpunkt in Füssen zu erhalten und auf internationalem Niveau zu halten – als wichtigen Standort für den Nachwuchs- und Spitzensport in Bayern.

Text: Sabina Riegger • Foto: Hubert Riegger

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