
Neue Köpfe, frische Ideen
Künstlerhaus MOD: Stiftung stellt zentrale Weichen für 2026
Das Künstlerhaus Marktoberdorf steht vor einem Neuanfang. In der jüngsten Sitzung des Stiftungsvorstands der Kunst- und Kulturstiftung Dr. Geiger-Haus wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Mit Franziska Singer und Luise Meggle ziehen zwei neue Mitglieder in den Vorstand ein und bringen frische Impulse mit. Sie übernehmen die Positionen, die dem Förderverein laut Stiftungssatzung zustehen, nachdem sich die bisherigen Vorsitzenden Jürgen Schwarz und Uli Bayrhof nach langjährigem Engagement verabschiedet haben.
„Als neuer Vorstand möchten wir ausgehend von der besonderen Architektur des Künstlerhauses die Entwicklung neuer Formen des Denkens, Ausstellens und Erlebens fördern“, erklären Singer und Meggle. Ihnen liegt der Gründungsgedanke von Franz Schmid am Herzen: ein offenes, lebendiges Haus für zeitgenössische Kunst. Künftig sollen junge Positionen, experimentelle Arbeitsweisen und thematische Vielfalt noch stärker im Mittelpunkt stehen.
Wichtige Anregungen lieferten die Ergebnisse der Podiumsdiskussion im Mai 2025, moderiert von BR-Kulturjournalist Moritz Holfelder. Die Beiträge von Boris Saccone, Anna Dorothea Klug, Luise Wank und Franziska Singer zeigten deutlich, welche Erwartungen heute an ein zeitgemäßes Museum gerichtet sind: mehr Raum für experimentelle Formate, großflächige Rauminstallationen und eine stärkere Einbindung junger Künstlerinnen und Künstler. Diese Impulse fließen direkt in die zukünftige Programmplanung ein und wurden vom Förderverein aktiv aufgegriffen.
Eine zentrale Neuerung ist die Einführung eines Open Calls ab Frühjahr 2026. Damit öffnet sich das Künstlerhaus gezielt für neue künstlerische Handschriften und experimentelle Ansätze. Der Wettbewerb soll frische Perspektiven einbinden und die besondere Architektur – das Zusammenspiel aus modernem Klinkerbau und historischer Dr.-Geiger-Villa – als kreatives Potenzial nutzen. Die finale Ausschreibung wird in der nächsten Vorstandssitzung im Januar beschlossen.
„Unser Anliegen ist es, den Gründungsgedanken fortzuführen und ein Haus zu gestalten, das künstlerische Qualität, Offenheit und Inspiration vereint“, betont Carl Singer, Vorsitzender des Stiftungsvorstands. Diese Neuausrichtung greift auch Impulse aus einer Podiumsdiskussion im Mai 2025 auf, bei der Experten mehr Raum für experimentelle Formate und großflächige Rauminstallationen forderten.
Für 2026 plant die Stiftung zudem abwechslungsreiche Veranstaltungen und die Feier des 25-jährigen Jubiläums des Künstlerhauses. Derzeit läuft die 47. Ostallgäuer Kunstausstellung mit Werken der regionalen Kunstszene. Sie präsentiert ein breites Spektrum aus Malerei, Grafik, Skulptur und Installation und bietet einen lebendigen Einblick in die regionale Kunstszene. Die Ausstellung ist noch bis Mitte Januar 2026 geöffnet.
Text: FA/pm



