
Kreistag verabschiedet Haushalt 2026
Mit nur einer Gegenstimme
Der Haushalt sieht Gesamtauszahlungen in Höhe von rund 235 Millionen Euro vor. Der Etat steht unter dem Motto „Heute und morgen in Einklang bringen – stark, stabil und partnerschaftlich“ und trägt nach den Worten von Landrätin Maria Rita Zinnecker den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an einen leistungsfähigen Landkreis ebenso Rechnung wie der angespannten Finanzlage in Bund, Land und Kommunen. Inhaltliche Schwerpunkte des Haushalts liegen auf den Bereichen Soziales und Jugend (52,9 Millionen Euro), Bildung (21,7 Millionen Euro laufende Mittel zuzüglich 8,8 Millionen Euro für Schulbaumaßnahmen), Natur-, Umwelt- und Klimaschutz (rund 16,3 Millionen Euro) sowie Gesundheit und Pflege (rund 4,3 Millionen Euro). Weitere Felder sind Verkehr, Bauen, Sicherheit und Verbraucherschutz sowie Kreisentwicklung, öffentlicher Personennahverkehr und Tourismus.
Trotz großer Belastungen: Kreisumlage bleibt unverändert
Zentrales Signal an die Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis: Der Hebesatz der Kreisumlage bleibt mit 48,3 Prozent unverändert. Damit werden die kreisangehörigen Kommunen um rund 4,4 Millionen Euro entlastet. Weiterhin stark belastet wird der Kreishaushalt durch die Defizitausgleichszahlungen für das Kommunalunternehmen Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren: Für 2026 ist ein Jahresfehlbetrag von 7,1 Millionen Euro eingeplant, davon trägt der Landkreis rund 3,6 Millionen Euro. Hinzu kommen steigende Personalaufwendungen, höhere Zuschussbedarfe etwa in Jugendhilfe und Bildung sowie die um 1,9 Hebesatzpunkte wachsende Bezirksumlage. Trotz dieser Rahmenbedingungen sieht Zinnecker den Landkreis auf einem tragfähigen Kurs: „Wir nutzen die finanziellen Spielräume, die wir uns in den vergangenen Jahren erarbeitet haben, sehr bewusst.“
Text: FA/pm LRA Ostallgäu



