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Das labOHR in Füssen

Weil Hören auch Vertrauenssache ist!

Sich endlich wieder voll und ganz dem Klang der Umgebung widmen zu können ist für viele Menschen im Alltag nicht immer möglich. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ist dies oft eine große Herausforderung. Mit viel Einfühlungsvermögen und Erfahrung stehen Christian Kauke und sein Team bereit, sich um genau diese Bedürfnisse zu kümmern.

Bereits im November hat der gebürtige Füssener sein Hörakustik-Fachgeschäft „labOHR“ in seiner Heimatstadt eröffnet. „Es ist wie nach Hause kommen“, lächelt der 56-Jährige. Tatsächlich hat der Hörakustikmeister eine ganz besondere Verbindung zu dem Stadtteil. „Ich bin hier aufgewachsen und habe schöne Erinnerungen daran“, so Christian Kauke.

Hell und freundlich und mit einer ansprechenden Beleuchtung, so präsentiert sich das „labOHR“ in Füssen.

Die Wahl des Standorts im Füssener Westen war für Kauke eine bewusste Entscheidung. „Für die Bewohner des Füssener Westens bieten wir kurze Wege und ausreichend Parkplätze an – das ist gerade für ältere Menschen wichtig“, betont er. Neben dem bestehenden Standort in Pfronten erweitert er damit sein Angebot in der Region. 

Christian Kauke und sein Team vertreten die Philosophie, den  Kunden in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen. „Da wir sehr nah und intensiv an den Menschen arbeiten, ist es für uns besonders wichtig, dem Kunden einen bestmöglichen Service anzubieten. Dazu gehört, nicht unter Zeitdruck arbeiten zu müssen  und dem Kunden einen gleichbleibenden Ansprechpartner anzubieten. Denn Hören ist auch eine Vertrauenssache.“

labOHR bietet verschiedene Hörlösungen an, die sich in Form, Größe und Ausstattung sowie Klang unterscheiden. „Dabei wird immer sehr genau der persönliche Bedarf des Kunden analysiert, welches Hörsystem am besten passt und hilft. Die Hörgeräte der neuesten Generation tragen nicht nur zum besseren Hören und Verstehen bei. Sie ermöglichen es den Kunden auch, sich zu vernetzen und das Hörgerät in ein Hörsystem zu verwandeln, das ebenso gut als Sport-Tracker oder Gesundheits-Checker genutzt werden kann. Die Möglichkeiten sind vielfältig. 

Vom Kfz-Meister zum Hörakustiker

Der Weg in die Hörakustik war für Christian Kauke nicht vorgezeichnet. Mit drei Meistertiteln – als Kfz-Meister, Kfz-Elektriker und Hörakustik-Meister – bringt er eine außergewöhnliche Expertise mit. Nach Jahren in leitender Position in der Automobilbranche wagte er 2012 den Schritt in ein völlig neues Handwerk: die Hörakustik.

Petra Staneker ist für die Anpassung des Gehörschutzes zuständig und seit 2012 im Unternehmen beschäftigt.

„Das war ein richtiger, echter Entstehungsprozess“, erinnert sich Kauke. „Du gießt aus einem Klumpen Kunststoff etwas, was hundertprozentig ans Ohr passt – das fand ich unglaublich spannend.“ Als er das Geschäft „labOHR“ damals übernahm, hatte er eine „sehr gute“ Mentorin, wie er sagt: Petra Staneker. Sie gehört nach wie vor zum Team und kümmert sich um die individuelle Anpassung für Otoplastik. Was mit der Übernahme eines Fertigungslabors für Otoplastiken begann, entwickelte sich schnell zu einer neuen beruflichen Leidenschaft.

Konsequenter Weg in die Selbstständigkeit

2013 folgte der vollständige Wechsel in die Selbstständigkeit. „Ich habe erst meine Arbeitszeit reduziert, bis ich gemerkt habe: Entweder das eine ganz oder das andere“, beschreibt Kauke seinen Weg. „Ich wollte nicht mehr in einem Großkonzern arbeiten.“

Eine Zeitlang war er in dem Unternehmen auch Coach. Dieses Wissen setzt er nun in seinem Unternehmen gezielt ein. Dass er sich letztendlich für die Hörakustik entschieden hat, bereut der Firmeninhaber nicht. „Im Gegenteil. Diese Arbeit fasziniert mich auch heute noch täglich aufs Neue“, so der Hörakustikmeister. Die Entscheidung für die Hörakustik führte den damals 48-Jährigen schließlich zur Meisterausbildung. „Es war eine intensive Zeit“, blickt er zurück. An drei Tagen pro Woche lernte er neben dem laufenden Geschäftsbetrieb für seinen Meistertitel.

Mehr als nur Hörgeräte

In seinen Fachgeschäften bietet Kauke das komplette Spektrum der Hörakustik an. Von der klassischen Hörsystemanpassung über Gehörschutz, kostenfreien Hörtests bis hin zu speziellen Schlafschutz-Lösungen für Menschen, die schnarchen. „Die Anatomie des Ohres ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Ohrabdrücke sind deshalb – genauso wie Fingerabdrücke – einzigartig und werden deshalb individuell angepasst“, erklärt Christian Kauke.

v.l. das Team in Pfronten: Thea Litschel, Christian Kauke und Valentina Ziesel

Und weil das Ohr eines der elementarsten Sinnesorgane ist, empfiehlt er immer wieder ein Hörtraining. „Wer gut hört, kann Gefahren besser einschätzen, die Welt und ihre Geräusche intensiver wahrnehmen und differenzieren. Gutes Hören ermöglicht Kommunikation und letztendlich auch eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Hörtraining ist daher von großer Bedeutung“, erläutert Kauke. Er bietet das Terzo-Hörtraining an, das wissenschaftlich von der Charité Berlin untersucht wurde.

Das zweiwöchige Training erfordert zwar Disziplin, führt aber zu erstaunlichen Ergebnissen – nicht nur beim Hören, sondern auch bei Konzentration und Merkfähigkeit.

Kompetentes Team vor Ort

Im Füssener Geschäft baut Kauke auf ein qualifiziertes Team. Filialleiterin Antje Neßmann und Auszubildender Michael Petriakow sind mit Christian Kauke das Team vor Ort. Die Zufriedenheit seiner Kunden sind für ihn seit jeher ein Gradmesser für Erfolg.

In Pfronten ist die Zufriedenheit seiner Kunden seit acht Jahren ungebrochen. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein hohes Maß an Motivation und Engagement. Kombiniert mit hervorrragender Technik entstehen Hörlösungen, die auch wirklich gern getragen werden“, ist sich Christian Kauke sicher. Neben Privatkunden betreut das »labOHR« auch große Firmen in der Region, etwa bei der Anfertigung von individuellem Gehörschutz für Mitarbeiter. Termine können auch online vereinbart werden. 

Text · Fotos: Sabina Riegger

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