Kurz berichtetLokales

Ein Leben für die Lackiererei

Alois Schmitt findet keine Ruhe und arbeitet auch als Rentner weiter

Ein halbes Jahrhundert in seinem Ausbildungsbetrieb. – Wer kann das von sich behaupten?

Lackierermeister Alois Schmitt, auch „Duli“ genannt, kann das behaupten. An dem halben Jahrhundert ist er knapp vorbei. 47 Jahre arbeitete er im gleichen Betrieb. Erst als Auszubildender, dann als leitender Angestellter. Später kaufte Schmitt den Betrieb auf, den Sohn Stefan 2008 übernahm. In den vergangenen Jahren haben die beiden sehr gut zusammengearbeitet.

„Wir haben uns immer auf Augenhöhe begegnet“, sagt Duli Schmitt nicht ohne Stolz. Wer letztendlich das sagen hatte, erläutert Schmitt mit einem Augenzwinkern: „Er ist mein Sohn und hat mir zu folgen. Und er war mein Chef, also hatte ich zu folgen.“

Minigolf spielt Alois Schmitt sehr gerne. Weitere Hobbys wie Fahrradfahren, Wandern oder in die Sauna zu gehen, stehen nun ebenfalls auf dem Programm. „Es wird nicht langweilig. Ich habe kaum mehr Zeit für nichts“, schmunzelt er. „Hier hin, da hin. – Da würde ich fast lieber wieder zum Arbeiten gehen.“ Ja, der neu gebackene Rentner leidet sozusagen an Freizeitstress. Recht seltsam fühle es sich noch an. Er befinde sich gerade in einer Art Übergangsstadium. In die neue Situation müsse er noch hineinwachsen. „Frei nach dem Motto: ‚Wie hab‘ ich mich in der Rente zu verhalten?‘“

Alois Schmitt hat fünf Enkelkinder. „Zwei Buben und drei Mädchen“, erzählt er. Gemeinsam mit seiner Frau, die noch einige Jahre arbeiten muss, will Schmitt auch weiterhin viel verreisen. Wenn man einen Blick in die kommenden Jahre zu werfen wagt, kann man davon ausgehen, dass er auch das halbe Jahrhundert in seinem Betrieb, beziehungsweise dem „Lack & Karosserie – Meisterbetrieb Stefan Schmitt“ voll bekommen wird. – nun vornehmlich aber als helfende Hand, versteht sich.

Text · Foto: Selma Hegenbarth

Verwandte Artikel

Das könnte Dich auch interessieren
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Nacht der Musik 2024