KulturLeben

Die Geierwally

Auf der Freilichtbühne Elbigenalp

Bereits im Jahr 1991, zum 150-jährigen Geburtsjubiläum Anna Stainer-Knittels, wurde mit dem Beschluss des damaligen Tourismusverbandes der Grundstein für den Bau der Freilichtbühne gelegt. Gewidmet wurde die Bühne eben jener Lechtaler Künstlerin, die mit ihrem bekannten Adlerbild den Mythos der „Geierwally“ begründete.

Das von Felix Mitterer eigens für die Bühne geschriebene Stück „Die Geierwally“ konnte dann 1993 uraufgeführt werden. Direkt in den markanten Felsen der Elbigenalper Bernhardstalschlucht gebaut, war die Geierwally Freilichtbühne geboren.

Nun sind schon 30 Jahre vergangen. Der selbstlose Enthusiasmus jedes einzelnen Vereinsmitgliedes hat aus einer Idee diesen einzigartigen und in Tirol nicht mehr wegzudenkenden kulturellen Ort geschaffen.

Das Stück

Die junge „Wally“, die mit dem Ausheben eines Adlernestes auch gleichzeitig die männlich dominierte Dorfstruktur aufbricht und sich nicht vorschreiben lässt, wen sie zu heiraten hat, ist bereits in zahlreichen Romanen, Dramen und Filmen thematisiert worden.

Warum das? „Ganz schlicht und einfach: Es geht um die Emanzipation der Frau, die nicht und nicht gelingen will, vor allem nicht in der patriarchalen Gesellschaft, in der dieser Roman spielt“, so der bekannte Tiroler Heimatdichter und Volksautor Felix Mitterer. Er schrieb 1992 exklusiv für die Freilichtbühne seine Adaption der „Geierwally“.

„Ich kannte den Roman natürlich und hatte seinen Schluss immer gehasst. Zum Schluss fordert nämlich die Geierwally ihren Bärenjosef auf, seinen Fuß auf ihren Nacken zu setzen und sie zu zermalmen. Ja, das Ende wollte ich anders haben. Am Ende kehrt die Geierwally wieder zurück ins Reich des Eises und des Schnees. Zu den Saligen. Claudia Lang-Forcher war eine unglaubliche Geierwally, die zwei Dienstboten trieben einem die Tränen in die Augen, die zwei Ötztaler, die Wally vor dem übermächtigen Vater retten, ebenso, aber vor Lachen. Am Ende war es die fantastische Musik von Toni Knittel, die den Ausschlag gab“, erzählt Felix Mitterer.

Anna Stainer-Knittel, die unter dem Namen „Geierwally“ in die Geschichte des Lechtals eingegangen ist, sollte ihm zu diesem Zweck als Vorlage und Inspiration dienen. In Elbigenalp hat der Mythos seinen Ursprung. Das „Dorf“, wie es unter den Bewohnern des Lechtals liebevoll genannt wird, war Geburts- und Heimatort der wahren „Geierwally“.

Anna Stainer-Knittel war die erste Frau, die aufgrund ihrer Begabung ein Studium an der Kunstakademie in München beginnen durfte. Ihr Porträt der „Geierwally“ war es, das die historische mit der mythischen Figur verschmelzen ließ. Heute werden der Name Anna Stainer-Knittel und die „Geierwally“ beinahe synonym verwendet.

Kartenvorverkauf
Lechtal Tourismus
A-6652 Elbigenalp
Telefonisch oder per E-Mail:
Tel.: +43 (0) 5634 5315 12
E-Mail: geierwally@lechtal.at

Termine
Premiere: Samstag, 8. Juli 2023 um 20. 30 Uhr
Freitag, 14. Juli · Samstag, 15. Juli · Freitag, 21. Juli
Samstag, 22. Juli · Sonntag, 23. Juli · Freitag, 28. Juli
Samstag, 29. Juli · Sonntag, 30. Juli · Freitag, 4. August
Samstag, 5. August · Sonntag, 6. August · Freitag, 11. August
Samstag, 12. August · Sonntag, 13. August
Freitag, 18. August · Samstag, 19. August

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