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„Mein Wald“

neue Dauerausstellung Im Walderlebniszentrum Füssen -Ziegelwies ist eröffnet

Die Begeisterung für den Wald wecken und fördern will eine neue Dauerausstellung im Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies (WEZ), die Anfang Oktober mit vielen Gästen feierlich eröffnet wurde. Unter dem Titel „Mein Wald“ soll die Schau „Lust machen auf den Wald da draußen“, wie Reinhold Sontheimer als Vorsitzender des Trägervereins des WEZ zu Beginn der Vernissage betonte, zu der sich reichlich Prominenz aus Politik und Wirtschaft die Klinke in die Hand gab. So befanden sich unter den etwa 50 Ausstellungsbesuchern beispielsweise auch der Bürgermeister von Füssen, Maximilian Eichstetter, sowie Kollegen aus dessen Nachbargemeinden.

Nach der Begrüßung seitens des Forstdirektors Stephan Kleiner von der Füssener Außenstelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) unterstrich die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer ihnen allen gegenüber indes nicht nur, dass sich die Planungen für diese Exposition „über einige Jahre“ hingezogen hätten. Mit großem Lob bedachte sie das WEZ selbst dabei als „etwas Besonderes“, das durchschnittlich gut 150 000 Besuchern im Jahr schon seit längerem einen „pädagogischen Mehrwert“ serviert, indem es „den Lebensraum Wald erlebbar“ macht. Und während es damit auch ein „touristisches Highlight“ darstellt, das Menschen und Organisationen zusammenführt, unterstreicht die neue Ausstellung mit dem Thema Wald jetzt erst recht etwas, das im Zusammenhang mit dem Klimawandel zuletzt immer mehr „an Bedeutung gewonnen“ hat. Schließlich sei der Wald „ein Kohlenstoffspeicher und wichtiger Wirtschaftsfaktor“.

„Eine spannende Ausstellung“, mit der man „im Trend“ liege, nannte die Schau anschließend Füssens Rathauschef Maximilian Eichstetter, der außerdem hinzufügte: „Füssen ist stolz auf dieses WEZ.“ In etwa in die gleiche Kerbe schlug daraufhin auch Franz Paulus vom bayerischen Landwirtschaftsministerium. Er beschrieb die Örtlichkeit denn auch als „ein herausragendes WEZ“ und nannte das Datum der Ausstellungseröffnung in ähnlicher Weise euphorisch „einen freudigen Tag für unseren Wald“, wie Harald Husel seine „große Freude“ über die Ausstellung zum Ausdruck brachte. Der zweite Vorsitzende des Trägervereins lobte die „schöne, moderne Ausstellung“ in einem hellen Raum, die laut ihm indes „viele Mütter und Väter“ hat, worunter einer Rudi Mautner ist. So hat der Szenograph von der Agentur Weissraum Media in Grafenau im Bayerischen Wald die Ausstellung konzipiert, deren Exponate interaktiv sein sollen, wobei der Mensch und seine persönliche Beziehung zum Wald im Zentrum stehen. Ziel der Exposition ist es nach den Worten von deren Organisatoren, deren „Zusammenspiel und die gegenseitige Beziehung in das Bewusstsein des Menschen zu bringen.“ Dabei solle der Wald auch bewusst genutzt werden dürfen, „während gleichzeitig die Bedeutung für die Luft- und Trinkwasserproduktion sowie die Artenvielfalt und als Lebensraum erhalten bleiben“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Da es ohne Bäume keinen Wald gäbe, steht ein Baum im Zentrum der Ausstellung, deren Kosten sich auf rund 250 000 Euro belaufen. Seine Äste präsentieren die verschiedenen Themen der Ausstellung, die da lauten: Inneres Walderleben, Waldnutzen und Nachhaltigkeit, Tiere als Baumeister, Farben und Atmosphäre sowie Geheimnis und Faszination. Im Rahmen dessen können die Besucher zum Beispiel interessante Informationen über Holznutzung, unterschiedliche Baumarten, die Farben des Waldes beziehungsweise den Wald in der Kunst und der Literatur erhalten. Auf ein Highlight müssen sie indes noch ein bisschen warten. So kann man erst im Mai 2022 ein künstlich angelegtes Ameisennest betrachten, anhand dessen es möglich ist, das Verhalten dieser kleinen Tiere zu beobachten.

Text · Fotos: Alexander Berndt

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