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Die Trauchgauer Almstube

Seit 45 Jahren fest in Familienhand

Seit mittlerweile 45 Jahren ist die „Trauchgauer Almstube“ sozusagen eine feste Familienangelegenheit. Agnes und Josef Vogler hatten das beliebte Ausflugslokal damals von der Weiderechtlergenossenschaft Trauchgau gepachtet. Es liegt traumhaft schön eingebettet zu Füßen der Ammergauer Berge und rund zwei Kilometer außerhalb des Ortes. Vor mehr als 15 Jahren übernahm Sohn Gerhard Vogler mit seiner Frau Anita das Lokal von seinen Eltern. Schon Jahre zuvor hat er im elterlichen Betrieb mitgearbeitet. Der gebürtige Tiroler ist gelernter Koch und machte seine Ausbildung im „Mein liebes Rotflüh“, einem Fünfsterne-Hotel in Tannheim.

Gemeinsam mit seinen Eltern hat er Zuhause in Musau noch einen landwirtschaftlichen Betrieb. Den will Gerhard Vogler nicht aufgeben. Die Liebe zur Natur und Landwirtschaft ist sein Ausgleich zur Küchenarbeit. „So wie es ist, ist es gut“, sagt der ruhige Tiroler. Er ist kein Mann vieler Worte. Wozu auch, er lässt lieber Taten für sich sprechen. Auf dem Gelände der Trauchgauer Almstube gab es deshalb immer schon einen kleinen „Zoo“ mit Hühnern, Ponys, Ziegen, Hasen, Schweinen,… und später auch Zebus. Kleine und große Gäste sollen sich bei ihnen wohlfühlen, so die Philosophie des Hauses. Und dazu gehören nicht nur die Tiere, sondern auch die gute Küche, die Atmosphäre und nicht zuletzt der Service. Manche Gerichte sind auf der Speisekarte nicht mehr wegzudenken. Da sind der Hirtenspieß, die Wildgerichte und das bekömmliche Zebufleisch, das die Familie Vogler seit über zwei Jahrzehnten anbietet und die Rinder selbst züchtet. Kenner beschreiben den Geschmack als eine Mischung von Kalb- und Wildfleisch. Doch das Besondere an dem Fleisch ist nicht nur sein intensives Aroma, sondern auch sein Nährwert. Wer ein Stück Zwerg-Zebu-Fleisch verspeist, ernährt sich nämlich ausgesprochen gesund, denn es ist cholesterin- und fettarm.

Das Ausflugsziel ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Nicht nur die Einheimischen sind dort gerne Gäste, auch die Urlauber haben schon längst den Weg dorthin gefunden. Sie kommen aus ganz Deutschland, manche sogar aus dem Ausland. Einige wandern zu dem Kleinod im Bruch, andere wiederum nutzen das Fahrrad und die ganz Bequemen fahren mit dem Auto, denn Parkplätze gibt es genügend auf dem Gelände. Gerhard Vogler freut sich über die Beliebtheit seiner Almstube. Er ist keiner, der etwas verspricht, um es später nicht einhalten zu können. Wie zum Beispiel den Einkauf seiner Lebensmittel. „Selbstverständlich achten wir darauf, dass wir Lebensmittel aus der Region kaufen. Doch das ist nicht immer möglich. Was wir allerdings zu 100 Prozent anbieten, ist Qualität“, so der Gastronom. Das fängt schon bei den Kuchen an, die alle selbsthergestellt werden bis zur Soße und den beliebten Spätzle. In den letzten 15 Jahren hat sich äußerlich auf dem Gelände einiges getan. Die Terrasse wurde vergrößert und behindertengerecht zugänglich gemacht. Besonders sind auch die zwei Holz-Hütten, die Gerhard Vogel mit seinem Team aufgestellt hat. Die Idee dafür ist mehr oder weniger aus der Not heraus entstanden. Er wollte seinen Gästen mehr Platz bieten, aber auch mehr Sicherheit. So können sich die Gäste in den Hütten wie in einem Separee fühlen, mittendrin und doch abgesichert. Eine gute Idee, die die Gäste sehr gerne für sich in Anspruch nehmen. Kleine Geburtstagsfeiern oder auch sonstige Festivitäten können in der „Trauchgauer Almstube“ wunderbar gefeiert werden.

Ob Gerhard Vogler und seine Frau Anita auch noch die nächsten 15 Jahre die Gäste in der „Trauchgauer Almstube“ mit einem tirolerisch freundlichen „Griaß enk“ willkommen heißen und es damit auf die gleiche Zahl von Jahren wie Gerhards Eltern bringen, ist gar nicht so abwägig. „Schau mer mal“, so der Familienvater, der wie bereits erwähnt, kein Mann vieler Worte ist.

AlmstubeTrauchgau
Im Bruch 3
87642 Halblech
Telefon: 08368/348

Text · Fotos: Sabina Riegger

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