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Ein Wassersport für Jung und Alt

Ziemlich prominenten Besuch hatte kürzlich der 1. Ruderclub Forggensee auf seinem Gelände beim Bootshaus vor den Toren der Lechstadt. So schlug dort zum allerersten Mal die deutsche Drachenboot-Ü 40-Damen-Nationalmannschaft mit zwölf Wassersportlerinnen knapp vier Tage lang für ein Trainingslager ihre Zelte auf, um sich für kommende Wettkämpfe in Form zu bringen. Während das für den 1974 gegründeten Verein am Ufer des Stausees „eine gewisse Ehre“ darstellte, freute sich dessen Pressesprecherin Verena von der Goltz mit ihrem Verein über den seltenen Anblick eines Drachenbootes am Steg des Ruderclubs.

Als Gastgeschenk gab es einen Drachen aus Holz geschnitzt.

Gastfreundschaft ist denn auch grundsätzlich recht großgeschrieben bei den Vereinsmitgliedern großgeschrieben. „Rudern kann in jedem Altern erlernt und bis ins hohe Alter ausgeübt werden“, erklärt von der Goltz und fügt hinzu: „es macht Spaß und gehört zu den wenigen Sportarten, bei der nahezu alle Muskelgruppen trainiert werden.“ Zudem geht das alleine, zu zweit, zu viert oder zu acht. Immer wieder schauen Ruderer aus allen Ecken Deutschlands beim 1. RC Forggensee vorbei, um Boote des Clubs zu leihen, ihrer Leidenschaft zu frönen und ihre Freude an der Bewegung in der Natur sowie in Sichtweite von Schloss Neuschwanstein zu haben. Andererseits nehmen auch die Füssener Wassersportler, unter denen auch ehemalige deutsche Meister sind, seit vielen Jahren zahlreiche Gelegenheiten wahr, in fremden Gewässern ihre Ruder in die Wogen einzutauchen und bei teils ausgiebigen Wanderfahrten beziehungsweise Regatten ihre Fitness zu messen. Dementsprechend stellte bis zur Corona-Krise etwa die Vogalonga, eine 48 Kilometer lange Rundfahrt um Venedig herum, jedes Jahr zu Pfingsten ein nicht nur sportlich anstrengendes Highlight dar. Infolgedessen spielt dabei auch immer der Aspekt der Gemeinsamkeit und Geselligkeit eine wichtige Rolle. Sportliche Aspekte stehen indes bei, wie von der Goltz hofft, „bald wieder regelmäßigen Regatten“, wie zum Beispiel auf dem Chiemsee, Ammersee, Starnberger See und in Bad Waldsee noch mehr im Mittelpunkt. Dafür üben die Ruderer des 1. RC Forggensee mit ihren um die 30 Holz- und Carbonboote (Rennboote; Gigboote genannt) nicht nur unter der Woche bei gutem Wetter am Abend, sondern manche von ihnen fast täglich auf dem Forggensee. Montags und dienstags ist dabei dann auch jeweils ab 18 Uhr einer der Trainer beziehungsweise Betreuer vor Ort. Trainingseinheiten finden täglich statt, wobei der Fokus donnerstags auf Mannschaftssport liegt. Mittwoch und Freitag finden Schnupperkurse für Anfänger statt. Auf neue Mitglieder würde sich der Ruderclub sehr freuen. Mit einem, im wahrsten Sinne des Wortes, Leckerbissen warten die Ruderer des 1. RC schließlich jeweils sonntags auf, wenn sie sich nach dem zwischen 8 und 9 Uhr stattfindenen Frühstücksrudern auf dem zu dieser Zeit meist spiegelglatten See ein kräftiges Brunch gönnen. Viele Mitglieder verbringen oft noch weitere Stunden auf dem Gelände des Ruderclubs und gehen nicht nur rudern, sondern auch baden, bevor sie den Tag mit einem geselligen Grillabend ausklingen lassen. Ihr regelmäßiges Training absolvieren sie auf dem Forggensee. Darüber hinaus hat sich 2018 auch mit dem Hotel „Fischer am See“ in Heiterwang in Tirol eine spezielle Partnerschaft entwickelt, als die Füssener Ruderer wegen fehlenden Wassers im Forggensee auf dem Heiterwanger See rudern durfte.

1.Ruderclub Forggensee e. V.
Ehrwanger Str. 16 · 87629 Füssen
Tel. 0049/0176/80877216
E-Mail info@ruderclub-forggensee.de
Internet www.ruderclub-forggensee.de

Text: Alexander Berndt · Fotos: Sabina Riegger

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