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Ein Haus der Erholung

Die Renovierungsarbeiten und Umbaumaßnahmen im St. Ulrich Gästehaus in Bad Faulenbach sind fast beendet. Das Haus punktet nun mit schönen Details.

Jetzt, nach fast acht Monaten Umbauzeit, zeigt sich das Haus nun modern, ohne dabei sein besonderes Flair verloren zu haben. Im Zuge der notwendig gewordenen Brandschutz-Maßnahmen wurden gleich noch einige andere Renovierungsarbeiten mitgemacht, wie zum Beispiel der Vorplatz. Hier empfängt nun die Statue des heiligen St. Ulrich die Gäste, eingebettet in einem Pflanzenbeet.

Der Heilige ist nicht nur der Schutzpatron der Diözese Augsburg, der das Gästehaus gehört, sondern auch der Fischer, Weber und Winzer. Eine interessante und durchaus zweckmäßige architektonische Idee ist die Sitzgelegenheit aus Holz, links vor dem Eingang. Sie bietet den Besuchern genügend Platz, um innezuhalten oder sich einfach nur auf einen Plausch zu treffen mit dem Blick auf die hauseigene St. Max-Kapelle und dem heiligen St. Ulrich.

„Sich wohlfühlen!“, das ist das Motto von Anton Steiner, der das Gästehaus samt Tagungs- und Seminarräumen seit 2010 leitet. Die Gäste schätzen den angenehmen Service des Hauses. Die persönliche Begrüßung der Gäste ist für den 52-jährigen kein Muss, sondern vielmehr ein Bedürfnis. So ist es ganz selbstverständlich, dass die meisten der Urlauber und Seminarbesucher mittlerweile Stammgäste geworden sind. Manche beziehen sogar jedes Jahr das gleiche Zimmer, die schlicht, aber stilvoll eingerichtet sind. Jedes der 28 Zimmer hat einen eigenen großzügigen Balkon mit dem Blick auf den Garten. Mit den jetzigen Umbaumaßnahmen wurden auch die Bäder modernisiert.

Blickpunkte

Die Rezeption ist mitunter eines der Blickpunkte im Haus geworden. Sie ist die Visitenkarte, elegant und einladend zugleich. Hier treffen sich die Gäste, um tagesaktuelle Zeitungen zu lesen oder sich mit anderen auszutauschen. Anton Steiner freut sich über einen weiteren Treffpunkt in seinem Gästehaus. Es ist die „Bibliothek“, sozusagen eine erweiterte Lounge. Eine Besonderheit des Gästehauses sind die Gemälde und Fotografien. Meistens sind es regionale Künstler, die dort einen Platz finden und von den Gästen wohlwollend wahrgenommen werden. Im Zuge der umfassenden Renovierung wurde auch ein neues Beleuchtungskonzept ausgearbeitet und installiert. „Es ging uns darum, dass wir eine gute Beleuchtungslösung für die Flure ausarbeiten, die nicht nur gut aussieht, sondern auch gleichzeitig eine angenehme Wirkung auf den Menschen hat und zugleich auch gute Sehbedingungen schafft. Mit dieser charakteristischen Beleuchtung können unsere Wand-Objekte auch gezielt ins rechte Licht gesetzt werden“, erklärt Steiner.

Ruhe, Entspannung, Atmosphäre

Das Gästehaus bewirkt das, wonach sich viele Gäste bewusst oder unbewusst sehnen und was sie im Alltag nicht finden: Ruhe, Erholung, Stille, Freundlichkeit, Kraft, Spiritualität. Begründet hat das Haus Bischof Maximilian von Lingg (1842-1930), um seinen Priestern Ruhe und Erholung zu ermöglichen. Das alte Gästehaus wurde 1988 abgerissen und 1993 an Ort und Stelle neu gebaut. Jetzt erstrahlt es abermals im neuen Glanz.

Text: rie · Fotos: Hubert Riegger

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