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Weltliche Zeremonie

Bestattungsunternehmen Klaus mit eigener Trauerrednerin und einem Raum der Stille

Tanja Neumeier ist Trauerrednerin. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn der Verstorbene oder seine Angehörigen sich gegen eine religiöse Zeremonie bei der Bestattung entschieden haben. Feinfühligkeit, Emphatie und die Fähigkeit, sich sprachlich gut auszudrücken sind ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit. Nicht zu vergessen die Zeit, die sie mit den Angehörigen verbringt. Insgesamt geht es bei der Trauerrede aber um mehr als nur um schöne Worte. Schließlich geht es darum, das Leben des Verstorbenen zu skizzieren, den Hinterbliebenen Trost zu spenden und sie in ihrer Erinnerung mit Worten zu begleiten. Tanja Neumeier, die früher im Einzelhandel tätig war, ist bei Bestattungen Klaus in Füssen beschäftigt und selbständige Trauerrednerin. Seitdem sie mit dem Tod immer wieder konfrontiert ist, nimmt die Mutter von Zwillingen die Tage bewusster wahr, es ist nicht mehr eine Selbstverständlichkeit.

Tanja Neumeier (links im Bild) und Svenja Steger.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Svenja Steger sind sie die ersten Ansprechpartnerinnen, wenn Angehörige anrufen oder ins Bestattungsunternehmen kommen. Mit viel Einfühlungsvermögen stehen sie den Hinterbliebenen zur Seite. Es ist nicht nur die Bestattung, die geplant werden muss, sondern auch die behördlichen Angelegenheiten, die erledigt werden müssen. „Ein Abschied von einem verstorbenen Menschen ist unwiederbringlich“, erzählt die Trauerrednerin. Damit sich die Angehörigen in Ruhe von dem geliebten Menschen, der verstorben ist, verabschieden können, ist ein Raum der Stille im Haus entstanden. Es ist ein Raum mit Wärme, gedämpftem Licht und feinen Gerüchen. Irgendwo nimmt man ganz leise Musik wahr und im vorderen Teil des Raumes sind Blumen aufgestellt und ein Rednerpult. Nichts wird mit der Kälte des Todes assoziiert. „Das wollen wir auch nicht. Es geht um den Verstorbenen, der im normalen Fall Familie, Verwandte und Freunde hinterlässt“, so Svenja Steger. Sollte der Raum der Stille mit den Trauergästen voll sein, kann auch im Gang bestuhlt werden. Eine Übertragung der Zeremonie ist auch da gewährleistet. „Wenn es gewünscht wird, sprechen die Angehörigen und die Trauergemeinschaft gemeinsam mit mir das Vaterunser. Danach übergebe ich die sterbliche Hülle mit guten Wünschen“, so die 42-jährige Trauerrednerin.

Bestattungen Klaus · Abt-Oberleitner-Straße 18 · 87629 Füssen
Tel.: 0 83 62 – 25 08 · Fax.: 0 83 62 – 39 737
info@bestattungen-klaus.de

Text · Foto: Sabina Riegger

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