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Neubau Kindertagesstätte Weidach voll im Plan

Anfang März dieses Jahres haben die Bauarbeiten für den Neubau der AWO-Kindertagesstätte mit Familienzentrum im Füssener Weidach begonnen. Nach einer mehrjährigen intensiven Planungsphase, bei der auch der Standort des neuen Gebäudes noch verändert wurde, erfolgte schließlich der Baubeginn auf dem Areal mit 3.000 Quadratmetern Grundstücksfläche in der Weidachstraße 49.

Im Neubau entstehen derzeit neben dem AWO-Familienzentrum mit 75 Kindergarten- und 15 Kinderkrippenplätzen weitere dringend benötigte Kinderbetreuungsplätze für die Stadt Füssen. So ist unter anderem ein Gruppenraum im Erdgeschoss für max. 15 Kinder unter drei Jahren vorgesehen, drei Gruppenräume im Erdgeschoss sind für Kinder über drei Jahren mit max. 25 Kindern je Gruppenraum angedacht und zwei Gruppenräume sind noch zusätzlich im Obergeschoss für den AWO-Familienstützpunkt eingeplant. Das Dachgeschoss wird als Technik-Lager fungieren.

Der Rohbau steht

Ein Spatenstich für den Neubau konnte aufgrund der Corona-Krise nicht vollzogen werden, auch das Richtfest musste kürzlich abgesagt werden. Umso erfreulicher ist es jetzt für die Stadt Füssen, dass nach etwa achtmonatiger Bauzeit der Rohbau mit dem zimmermannsmäßigen Dachstuhl fertiggestellt werden konnte. In den kommenden Wochen sollen dann auch die Fenster montiert werden, so dass die „Rohbauhülle“ dicht ist. Im Moment werden die ersten Rohinstallationsarbeiten für das Gewerk Elektrotechnik im Innenraum ausgeführt. Die Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär werden in den kommenden Wochen parallel im Gebäude arbeiten. Um den Fertigstellungstermin nicht zu gefährden, wird über die Wintermonate eine provisorische Bauheizung installiert, so dass die Rohinstallation für die Haustechnik sowie der Innenausbau über die Wintermonate planmäßig fortgeführt werden kann.

„Bis jetzt laufen die Bauarbeiten unfallfrei und wir hoffen natürlich, dass die Bauarbeiten gut und unfallfrei weitergehen“, so Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter, der sich sehr zufrieden zeigt mit dem bisher Erreichten. Denn trotz der Einschränkungen durch das Corona-Virus entspricht der Baufortschritt dem aktualisierten Bauzeitenplan, somit ist der geplante Einzugstermin im Herbst 2021 nach wie vor realistisch.

Leicht gestiegene Gesamtkosten

Rund 5 Millionen sind für dieses Projekt eingeplant. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit FAG-Fördermitteln und Zuwendungen aus dem Sonderprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ mit rund 2,2 Millionen Euro. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Aufträge über 4,5 Millionen Euro erteilt, noch auszuschreiben sind kleinere Leistungen im Gesamtumfang von rund 750.000 €, beispielsweise für Möblierung, Spielgeräte usw. Einen guten Teil der Aufträge konnte erfreulicherweise an ortsansässige und Firmen aus der Region vergeben werden. Nach aktueller Kostenfortschreibung ist also mit Mehrkosten in Höhe von etwa 8 -10 Prozent zu rechnen. Ein Teil dieser Kostensteigerung lässt sich einerseits auf die Preissteigerung zwischen dem Abschluss der Vorplanung und den später als vorgesehen startenden Baubeginn und andererseits mit der seit Jahren sehr guten Konjunktur in der Baubranche begründen.

Text: Sven Ademi · Foto: Sabina Riegger

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