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Mit Tempo ins Tal

Vorbereitungen für das Schalenggen-Rennen sind angelaufen

Es ist wieder soweit. Die meisten Vorbereitungen sind abgeschlossen oder liegen in den letzten Zügen. Das 33. Pfrontar Schalengger-Rennen am Samstag, 22. Februar in Kappel, steht vor der Tür. Die Schlitten der zahlreichen Teilnehmer dürften schon startbereit sein, an der Strecke selbst wird noch bis kurz vor dem Startschuss um 12 Uhr gearbeitet.

Für Schalengger wie auch Zuschauer ist es ein wahrlich einzigartiges Spektakel, wenn sich die wagemutigen und tollkühnen Fahrer mit ihren Schlitten den steilen Hang hinunterstürzen. Kein Wunder, dass das „Pfrontar Schalengenrennen“ seit nunmehr über dreißig Jahren weit über die Landesgrenzen hinaus als Schauspiel der ganz besonderen Art gilt. Der Faschingssamstag, an dem das Rennen traditionell stattfindet, steht deswegen bei vielen als absoluter Pflichttermin fest im Kalender.

„Neuerungen gibt es auf der Strecke keine“, bestätigt Wolfgang Bergmiller, der den Vorstandsvorsitz des Kappeler Schalengger Vereins nun nach 22 Jahren von Hanne Allgayer übernommen hat. „Auch haben wir im Moment leider noch keinen Schnee, was es uns aber auch leichter macht, alle nötigen Vorbereitungen zu treffen, wie das Aufstellen von Fangzäunen, Abweisern und sonstigen sicherheitsrelevanten Dingen. Hierauf legen wir unter Federführung unseres langjährigen Streckenchefs, Gerhard Maier, auch ein sehr großes Augenmerk.“ So sind auch die Präsente, welche alle Teilnehmer zum Dank erhalten, bereits bestellt. Um ein hohes Verkehrsaufkommen und Stauungen zu vermeiden, werden auch heuer wieder Shuttlebusse von den Parkplätzen zur Rennstrecke eingesetzt, die auch von mobilitätseingeschränkten Personen genutzt werden können. Die genauen Fahrpläne werden rechtzeitig vor dem Rennen veröffentlicht. Anmeldungen werden unter anderem auf der Internetseite des Vereins entgegen genommen. Gespannt warten die Zuschauer am Renntag nicht nur auf die Teilnehmer des Rennens. Vor allem die sogenannten „Originalen“ gelten immer als traditioneller Höhepunkt. Denn genauso wie es in früheren Zeiten üblich war, starten die Originalen in alten Gewändern, ihre Schlitten sind mit Heu oder Brennholz voll beladen. Beim Zusehen wird schnell klar, wie mühsam diese Arbeit damals gewesen ist. Immerhin sind die hölzernen Hörnerschlitten, die von einigen Teilnehmern auch selbst gebaut werden, etwa fünfzehn Kilo schwer und werden völlig ohne Lenkhilfen und Bremsen gefahren. Gut 50 bis 70 Stunden Arbeit stecken insgesamt in einem Schlitten. So erwartet man auch dieses Jahr viele Herren- und Damenteams. Die letzten Jahre waren es über 200 Teams, die beim Pfrontar Schalenggenrennen an den Start gegangen sind. Die 2-köpfigen Mannschaften müssen dabei eine rund ein Kilometer lange Strecke mit etwa 200 Höhenmetern bewältigen. Verletzungen und Blessuren bleiben dabei nicht aus, denn dass die Schlitten umkippen oder aus der Bahn geraten, ist nichts Ungewöhnliches. Es ist eine Herausforderung, der sich sogar Teilnehmer aus benachbarten Ländern wie Spanien, Holland, den USA oder sogar aus Japan stellen.

Text: Lars Peter Schwarz
Fotos: Hubert Riegger

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