BrauchtumLeben

Fackelschwimmen

Ein besonderer Neujahrsgruß

Bei Minusgraden ins Eiswasser: Das Fackelschwimmen zu Neujahr findet dieses Jahr bereits zum 28. Mal statt und hat sich mittlerweile zum Aushängeschild der Lechstadt etabliert.

Eingefleischte können ein neues Jahr schon gar nicht mehr anders beginnen, Außenstehende klappern bereits bei den nüchternen Zahlen mit den Zähnen. Bei bis zu -15 Grad Außen- und knapp 5 Grad Wassertemperatur stürzen sich jeden Neujahrstag Schwimmer in den Lech. Nein, lebensmüde sind sie pünktlich zu Beginn des neuen Jahres nicht, sondern in der Mehrheit Lebensretter, die den Füssener Bürgern damit ein gutes neues Jahr wünschen wollen. Bis zu 3000 Schaulustige verfolgen das Spektakel jedes Jahr am Flussufer nahe der Theresienbrücke unterhalb des Klosters St. Mang. Bei Anbruch der Dämmerung lassen sich die wagemutigen Fackelschwimmer von Bad Faulenbach aus im winterlich kalten Lech bis zu Füssener Altstadt treiben. Sobald die erste Fackel an der Lechbiegung zu sehen ist, werden die Rettungsschwimmer traditionell von den Böllerschützen mit schweren Handböllern und der Kanone angekündigt. Zusammen mit einer überdimensionalen „2019“ und einem Meer aus brennenden Fackeln rufen die Schwimmer „ein gutes neues Jahr“ auf der Höhe der Brücke. Sind alle wohlbehalten wieder auf dem Trockenen, gibt es zum Abschluss ein gesponsertes Brillantfeuerwerk über dem Lech. Wer das eindrucksvolle Schauspiel miterleben möchte, sollte sich am 01.01. rechtzeitig einen guten Platz am Lechufer oder auf der Theresienbrücke sichern. Ab 16 Uhr gibt es Bewirtung und gegen 17.30 Uhr schwimmen die Fackeln vorbei.

Text: Sabina Riegger · Foto: Hubert Riegger

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