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Ein ganz besonderer Saft

Hanfsaft – die ungeahnte Wohltat für die Gesundheit

Die Jahrtausende alte Kulturpflanze Hanf wurde nicht ohne Grund in Indien, Babylon, Persien und Ägypten als Grundnahrungsmittel oder Textilfaser genutzt. In Form von Samen, Öl oder Butter liefern sie einen hohen Anteil an Antioxidantien, Stoffe, die den Stress auf Zellebene reduzieren. Nutzhanf wird in der Faserverarbeitung und Textilindustrie genutzt, sein medizinischer Einsatz in der Behandlung beispielsweise von chronischen Schmerzpatienten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auch im Allgäu blühten vor 60 Jahren noch die Hanffelder, die industriell verarbeitet wurden, die Überreste der Hanfwerke zeugen von dieser Zeit.

Unabhängig von Legalisierung und Therapie stellt Hanf mit einem gesetzlich unbedenklichen THC-Gehalt eine reiche Quelle für Vitamine, gesunde Fettsäuren und Ballaststoffe dar. Sogar die B-Vitamine, eine Gruppe von Vitaminen, die sonst in höheren Konzentrationen vor allem in tierischen Nahrungsmitteln vorkommen, sind in Hanf reichhaltig vorhanden und so bietet er sich als das ideale Nahrungsergänzungsmittel für Vegetarier und Veganer an, nur Vitamin B12 muss zusätzlich aus einer anderen Quelle kommen. Darüber hinaus bestehen Hanfsamen zu fast einem Viertel aus hochwertigen Proteinen, die alle essentiellen, also lebensnotwenigen Aminosäuren für den Menschen enthalten. Die Eiweiße des Hanfs sind den menschlichen sehr ähnlich und unterstützen vor allem das Immunsystem. Neben den Eiweißen sind in Hanfsamen sogenannte Omega-3-Fettsäuren in hohen Konzentrationen vorhanden und daher zur entzündungshemmenden Ernährung geeignet. Gemischt mit Chiasamen, Nüssen und Sahne schmecken sie gut zum kohlenhydrat- und ballaststoffreichen Frühstück. Die WHO empfiehlt die Zufuhr von Omega-3-Feesttsäuren im Verhältnis zu Omega-6-Fettsäuren von 4:1, in Speiseölen findet sich aber in der Regel ein Verhältnis von 50:1. Eine weitere wichtige im Hanf enthaltene Fettsäure, die Gamma-Linolensäure GLA, hemmt entzündliche Prozesse wie Neurodermitis oder rheumatoide Arthritis und kann den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht bringen. GLA kurbelt den Stoffwechsel gewaltig an und sorgt dafür, dass eingelagertes Körperfett für die Energiegewinnung genutzt und somit Pfunde abgebaut und nebenbei prima entgiftet werden können.

Die Hamburger Astrophysikerin und Volkswirtin Galathea von Meer hat sich auf Drängen ihrer Kinder hin näher mit dem Hanf beschäftigt und ist schließlich nach jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit mit Nutzhanf mit gesetzlich erlaubtem niedrigen THC-Gehalt von einer Kritikerin zu einer entschiedenen Befürworterin des pflanzlichen Alleskönners geworden. Ihre zunächst ablehnende Haltung nahm sie aufgrund der berauschenden Wirkung von Hanfprodukten mit hohem THC-Gehalt, besser bekannt als Marihuana oder Haschisch, ein. Nutzhanf mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent wird zu Speiseölen, Papier, Seile oder Kleidung verarbeitet. Frau von Meer entdeckte bei der Erforschung solchen Nutzhanfes samt der Blätter den hohen Anteil an qualitativ hochwertigen Eiweißen und Fettsäuren und die Wirkung all der niedrig konzentrierten Cannabinoide auf unseren Körper mit Rezeptoren dafür in Gehirn, Rückgrat, allen Organen, sogar im Darm. Sie stärken nachweislich das Immunsystem, verdichten die Knochen und machen freie Radikale unschädlich.

Die Wirkung von Cannabinoiden bei Alzheimer, Parkinson, multipler Sklerose, Osteoporose, Bluthochdruck und Krebs wird mit Hochdruck wissenschaftlich untersucht, die Freigabe THC-haltiger Arzneimittel diskutiert. Bisher werden sie hauptsächlich in der Behandlung von Multipler Sklerose und chronischen Schmerzzuständen eingesetzt, bei Gelenkerkrankungen und um Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung wie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust zu mildern.

Der Anbau und die Vermarktung von Hanfsäften oder -Ölen sind entsprechend der gesetzlichen Vorgaben möglich. Der Einsatz solcher Hanfprodukte erwies sich für den menschlichen Körper als äußerst vorteilhaft. Die Gesamtheit der enthaltenen Inhaltsstoffe inklusive der nur in Spuren vorhandenen Cannabinoiden entfaltet ihre Wirkung auf den Stoffwechsel schon bei der Einnahme von 2 TL täglich. Der Konsum einer solchen Menge des patentierten GreenSnakeHanfsafts erzeugt keinen Rausch und ist auch in Polizeikontrollen weder im Blut noch im Urin nachweisbar. Nach sechs- bis achtwöchiger Einnahme sind Veränderungen bis in die Haut sichtbar. Die dauerhafte Einnahme von Hanfprodukten ist für nicht Schwangere unbedenklich, als mögliche Nebenwirkung können Schwindel, Müdigkeit oder aber auch Nervosität auftreten. Die Verzehr von Hanfölen oder Extrakten sind für jeden empfehlenswert, der sich nachhaltig gesund ernähren will, gerade bei zusätzlichem Verzicht auf tierisches Eiweiß.

Text: Judith Anne März
(Ärztin für Gynäkologie,
klassischer Homöopathie und
Informationsmedizin)
praxis@wisse-die-wege.de

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