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Fahrrad Leasing auch in Füssen möglich

Konzept bietet Steuervorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Warum kaufen, wenn man auch leasen kann. Vor allem für Firmen und Unternehmen ist es oft die lukrativste Art und Weise, Autos und Fahrzeuge anzuschaffen und zu unterhalten. Bisher war Leasing zumeist nur bei motorisierten Geräten möglich und wurde besonders im gewerblichen Bereich genutzt. Durch das Konzept „BusinessBike“ ist Leasing nun auch bei der Anschaffung von Fahrrädern interessant geworden. „Das Konzept BusinessBike funktioniert ganz einfach“, erklärt Johannes Zacherl, Geschäftsführer von Radsport Zacherl und Müller in Füssen, der das Bike-Leasing anbietet. „Es ist ein Steuermodell, bei dem sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber ordentlich Geld sparen können.“ Der Käufer profitiert ab dem Moment, ab dem er ein neues Fahrrad, Mountainbike oder E-Bike erwirbt, unabhängig von der Wahl der Marke oder des Herstellers. Denn der Gesetzgeber hat die sogenannte 1-Prozent-Regelung auf Fahrräder und E-Bikes erweitert und unterstützt damit den Trend hin zur umweltfreundlichen Mobilität. Der Leasingvertrag wird mit einer Laufzeit von 36 Monaten abgeschlossen und beinhaltet zudem auch einen Rundumschutz inklusive Reparaturkosten, Elektroschäden und Pick-Up-Service. Die Leasingrate wird im Rahmen der Gehaltsumwandlung monatlich steuerbegünstigt vom Bruttolohn abgezogen. Dies reduziert das zu versteuernde Einkommen, somit profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Denn als Arbeitnehmer lässt sich so ein Teil der Lohn- und Sozialversicherungsabgaben einsparen, dazu entgeht man der Mehrwertsteuer. Auch der Arbeitgeber, der mit dem Konzept BusinessBike nur einen geringen administrativen Aufwand hat, spart bares Geld, da er dadurch ebenfalls weniger Sozialabgaben zahlt. Grundsätzlich kann auch die Pauschale für den Arbeitsweg steuerlich geltend gemacht werden. Darüber hinaus können Firmen und Unternehmen die Fahrräder durch das Leasing auch als Betriebs-, Werksfahrräder oder zum Verleih anbieten. Geleast werden können Fahrräder ab einem Bruttokaufpreis von 999 Euro.

„Letztendlich kann man sich durch dieses Konzept vielleicht auch ein Fahrrad leisten, das man sich sonst eigentlich nicht kaufen würde“, sagt Johannes Zacherl. Denn ein Fahrrad, E-Bike oder Mountainbike lässt sich dadurch deutlich günstiger anschaffen, bis zu 30 Prozent können so gegenüber einem Barkauf eingespart werden. Dazu kommt, dass sich das Rad auch uneingeschränkt im privaten Bereich nutzen lässt. Für den Arbeitgeber ist das Konzept BusinessBike eine gute Möglichkeit, Mitarbeiter ohne zusätzliche Kosten zu motivieren und dabei die betriebliche Gesundheitsvorsorge zu fördern. Weitere Effekte sind die Steigerung des betrieblichen Beitrags zum Klimaschutz sowie eine Verringerung der Kosten für Parkplätze. Eine Win-Win-Situation für alle. Text: Lars Peter Schwarz • Bild: M. Häfelein

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