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„Abschalten und los geht‘s“

Marathon Team Ostallgäu sucht neue Mitglieder

Sie sitzen vor mir, sieben Männer und eine Frau, sie gehören dem Marathon Team Ostallgäu an, eine Untergruppe des RSG (Radsportgruppe) Ostallgäu und sie wollen mit ihrem Hobby auch andere begeistern. Bislang sind sie 12 Mitglieder, die sich in regelmäßigen Abständen treffen, um gemeinsame Trainingsausfahrten zu machen. Ihr Schnitt: 25 bis 28 Kilomter in der Stunde und ihr Ziel ist abschalten und genießen.

Zählt man die Kilometer zusammen, die sie jährlich auf dem Rennradsattel verbringen, so kommen 58.500 Kilomter zusammen. Eine stolze Summe, die selbst Autofahrern, die viel fahren, durchaus Konkurrenz machen kann. Als sie vor einem Jahr die Gruppe Marathon Team Ostallgäu bildeten, hatten die meisten von Ihnen Erfahrung im Radrennsport, jedoch nicht im Team. „So fährt man viel mehr zusammen, es ist etwas ganz anderes“, so Peter Henne, der 7.000 Kilometer im Jahr fährt. Das Marathon Team Ostallgäu will die „Einzelkämpfer“ zu sich holen, sozusagen die Erfahrungen bündeln, um voneinander zu profitieren und zu lernen. „Die Tendenz zum Radsport wird immer größer“, weiß Richard Zimmermann. Er ist der „Chef“ der Gruppe und bringt viel Erfahrung mit. 10.000 Kilomter im Jahr sind für den begeisterten Sportler nichts ungewöhnliches. „Seit dem ich diesen Sport ausübe, geht es mir gesundheitlich sehr gut. Ich brauche keine Medikamente mehr.“ Für die Männer und Frauen ist dieser Sport viel mehr als „nur“ Leistung. „Es ist ein Happening für sich, auch wenn es andere für Wahnsinn halten“, bringt es Sven Schneider auf dem Punkt. 7.500 Kilometer ist er bis jetzt gefahren.

„Für naturverbundene Menschen ist dieser Sport ideal und bietet enorme gesundheitliche Aspekte“, erklärt Wolfgang Sommer. Fast täglich nimmt er sich die Zeit, um auf sein Rennrad zu steigen. Jedes Mal ist er überrascht welche zahlreichen Trainingsrouten es gibt. „Wir haben hier die perfekte Landschaft für den Radsport“, schwärmt der Hotelier. Auch er sitzt im Schnitt mit 7.000 Kilometern im Jahr gut im Sattel. Bei einigen Marathons hat das Team schon teilgenommen: Ötztaler Radmarathon, Kaunertaler Gletscherkaiser, Dolomitenmarathon oder dem Radmarathon im Tannheimer Tal. Das Team ist gut, für Amateure sogar sehr gut. Immerhin liegen sie bei den Auswertungen immer im ersten Drittel. „Jeder freut sich für den anderen, dass er dabei ist, ob er nun als Erster oder als Letzter ins Ziel kommt“, beschreibt Jürgen Doser. „Es ist eine gute Truppe und Marathon an sich ist eine tolle Sache“, so der Geschäftsmann.

Es ist vollkommen klar, wer Sport gewohnt ist, macht es regelmäßig – auch im Winter. Von Skifahren, Skitouren gehen, Eishockey oder Fitnesstraining ist alles möglich. Doch wie gut muss man sein, um beim Marathon Team Ostallgäu mitzumachen? „Ganz einfach“, erklärt Richard Zimmermann, „man muss Spaß am Radrennen fahren haben und ein mittleres Tempo halten können“. Er würde sich aber auch freuen, wenn sich eine neue, vielleicht nicht so starke Gruppe bilden würde, „gerne auch ein junges Team“, fügt Peter Henne hinzu.

Warum sie Radsport machen und welche Motivation dahinter steckt, erklären die acht Sportler und Sportlerin so:

Christian Lochbihler:
„Für mich bedeutet es Abschalten und Entspannen.“

Sven Schneider
„Der Schalter wird umgelegt, man geht in die Natur. Im Rennen spielt die Zeit keine Rolle. Man freut sich einfach.“

Jürgen Doser
„Es ist Sport mit Freunden – mit Gleichgesinnten sein Hobby ausüben.“

Peter Henne
„Ich brauche den Radsport als Ausgleich zu meiner Arbeit. Ich habe meinen besten Freund, den MP3 Player für die Gruppe hier ausgetauscht. Und das ist viel besser.“

Richard Zimmermann
„Es ist eine tolle Harmonie. Durch den Radsport geht es mir gesundheitlich viel besser. Ich brauche keine Medikamente mehr.“

Sandra Hermann
„Es ist ein super Ausgleich zur Arbeit. Wenn ich ein Marathon gefahren bin, ist es ein tolles Gefühl. Man fühlt sich wie auf einer rosaroten Endorphin Wolke. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wie man über sich hinaus wachsen kann.“

Klaus Hermann
„Für mich bedeutet der Radsport einen freien Kopf bekommen und die Bewegung in der Natur.“

Wolfgang Sommer
„Radsport bedeutet für mich gesunde Bewegung in der schönsten Radregion Europas, und das mit Freunden. Man lernt tolle, neue Strecken kennen.“

Mehr Informationen erteilt Richard Zimmermann unter der E-Mail Adresse:
r.richy@t-online.de

Text · Bild: Sabina Riegger

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