Menschen

Moment mal!

Wenn Träume wahr werden

FA_05_14_erlNicht nur Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – auch im Allgäu können Träume wahr werden, zumindest  in Rückholz. Dort ist Gemeindearbeiter Franz Erl zum Bürgermeister für die nächsten sechs Jahre gewählt worden und das mit 57,1 Prozent. Seine Gemeinde kennt er wie die eigene Westentasche. Bislang war er ausschließlich der Mann fürs Grobe. Jetzt soll er zusätzlich zu seinem Job nun auch seine Gemeinde führen. Der Familienvater sieht kein Problem darin. „Ich bin jetzt mit 39 Stunden in der Woche als Gemeindearbeiter tätig. Wenn ich die Arbeit zur Hälfte reduziere, kann ich die restliche Zeit das Amt des Bürgermeisters ausüben.“ So ganz unbedarft ist der Rückholzer in punkto Kommunalpolitik nicht. Die letzten Jahre hat er als Gemeinderatsmitglied schon Entscheidungen zum Wohle für die kleine Gemeinde getroffen. „Wir haben für dieses Jahr einen sehr ausgefüllten Arbeitsplan, zum Beispiel angefangene Projekte, wie den Bau des Fußweges ins Neubaugebiet, zu Ende zu bringen. Wir werden jetzt Vollgas geben, auch wenn manches finanziell nicht sofort machbar sein wird“, erklärt Erl. Mit dem neuen Bürgermeister bekommt Rückholz noch zwei neue Gemeinderäte dazu. „Ich will zu 100 Prozent die Gemeinderäte sowie unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger einbeziehen, damit sie Lust bekommen, am Ortsgeschehen nicht nur teilzunehmen, sondern auch mitzuwirken.“ Dann viel Erfolg!

Text · Bild : Sabina Riegger


Lebensgeschichte

FA_05_14_eichhornMan könnte fast von einer Ära sprechen. Immerhin sind 50 Jahre eine lange Zeit, ein halbes Menschenleben, wie es Max Eichhorn ausdrücken würde. So lange gab es das Musikhaus „Eichhorn“ in der Schwangauer Straße in Füssen, das es seit kurzem nicht mehr gibt. „Ich habe das Privileg gehabt, vielen interessanten Menschen begegnen zu dürfen. Das hat mein Leben bereichert“, erzählt der heute 86-jährige. Für den gelernten Maler gab es viele Jahre nichts anderes als sein Musikgeschäft und seine Eisdiele. Leicht fällt es Eichhorn nicht, wenn er an die Zeit zurück denkt, als er mit Catherina Valente oder Max Greger spielte oder als er für Aufnahmen im Bayerischen Rundfunk saß.  „Irgendwann kommt die Zeit, wo man sich aus dem Geschäftsleben zurück ziehen muss. Ich denke, dass nun der richtige Zeitpunkt dazu ist“. Jetzt kann er endlich mehr Zeit mit seiner Frau Helga verbringen. Erst letztes Jahr im November haben sie geheiratet. „Bald heiraten wir kirchlich“, schmunzelt der gebürtige Schweizer, der seine Helga seit über 30 Jahren kennt. „Für das Heiraten ist es eben nie zu spät“.

Text · Bild : Sabina Riegger

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