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Arbeiten mit herrlicher Aussicht…

Tatsächlich veranlasst genau dieses traumhafte Panorama Helena Seitz aus Marktoberdorf seit nun fast sieben Jahren täglich, an die Allgäuer Riviera zu fahren und mit größter Freude ihre Arbeit beim Olivenbauer auszuüben. Bereits am Telefon klingt ihre Stimme so herzlich, dass es auffallend ist. Freundlich, fröhlich und unkompliziert. Schon beim Betreten des Lokals erkennet man Helena Seitz sofort. Sie strahlt übers ganze Gesicht, während sie ihre Gäste äußerst zuvorkommend bedient, obwohl sie als gelernte Bürokauffrau in keinster Weise aus der Branche kommt. Als Quereinsteigerin hat die  45-Jährige vor fast sieben Jahren ihren ganzen Mut zusammen genommen und sich beim Olivenbauer beworben.

FA_03_14_Olivenbauer02Immer wieder kam ihr der Gedanke, noch einmal ganz was Neues anzufangen, raus aus dem Büroalltag, hinein in eine unbekannte Welt. Damals hatte sie absolut keine Ahnung vom Gastgewerbe und kommunizierte dies auch sehr offen in ihrem Bewerbungsgespräch. Ihr zukünftiger Chef war der Ansicht, dass das nicht relevant sei. Viel wichtiger wäre es, mit ganzem Herzen bei der Sache dabei zu sein vorausgesetzt, sie nähme die unregelmäßigen Arbeitszeiten in Kauf.  Diese Chance wollte sich die Marktoberdorferin nicht entgehen lassen und wagte den Sprung ins kalte Wasser. Eine Entscheidung, die sie bis zum heutigen Tage noch keine Sekunde bereute und niemals wieder zurückkehren würde. Mittlerweile ist ihr Beruf zur Berufung geworden und dafür nimmt die Mutter eines bereits 21-Jährigen Sohnes auch gerne die tägliche Strecke zwischen Marktoberdorf und Hopfen am See in Kauf.

Als „Herz des Hauses“ fühlt sie sich einfach allen Belangen ihrer Gäste verpflichtet und achtet genauestens darauf, auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Ganz nach dem Motto: „Nichts ist unmöglich“ versucht Helena auch Sonderansprüche, wie zum Beispiel Vegane  Gerichte oder Allergiefaktoren zu berücksichtigen, um allen Bedürfnissen der Restaurantbesucher gerecht zu werden.
Sie liebt den Umgang mit Menschen, ihre Verschiedenheit und das positive Lebensgefühl, mit dem die meistens Leute das Lokal betreten. „Unsere Gäste sind im Regelfall immer gutgelaunt, weil sie hier ihre Zeit genießen und sich nebenbei mit leckeren Köstlichkeiten verwöhnen lassen dürfen“, erklärt sie mir überzeugend.
Da macht das Arbeiten einfach Spaß und selbst, wenn Helena mal Urlaub hat, hält es die Reiselustige trotzdem kaum länger als zwei Wochen aus und muss ihrem Hopfensee einen Besuch abstatten. Deshalb unternimmt sie lieber kurze Städtetrips, um ja nicht zu lange von ihrem geliebten Allgäu weg zu sein. Am liebsten fährt Helena in die Landesmetropole Berlin.

„Diese wunderschöne Stadt begeistert mich einfach immer wieder, und irgendwann einmal möchte ich noch nach Mauritius, aber es eilt nicht, das Berufsleben hat derzeit für mich oberste Priorität“.

„Können Sie sich ein schöneres Ambiente für einen Arbeitsplatz vorstellen als dieses hier“, fragt sie voller Euphorie. Sie hat Recht. Diese bezaubernde Atmosphäre lockt täglich zahleiche Gäste an, die sich dieser landschaftlichen Schönheit durchaus bewusst sind. Helena selbst schwärmt neben der leicht bekömmlichen mediterranen Küche am meisten für die hausgemachten Riesenwindbeutel, eine Spezialität des Hauses in Form eines Schwans. „Schon beim Anblick dieser kunstvollen Kreation bekommt man einen großen Appetit und möchte sofort davon naschen“, lacht sie.
Auch wenn es in dieser Branche sehr viele anstrengende Tage gibt und ihr kaum Zeit für Hobbys bleibt, möchte Helena keinen Tag mit Niemandem tauschen.

Text · Bild(1): Tanja Hiebsch

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