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Ökumenischer Arbeitskreis Füssen praktiziert Nächstenliebe

Ein Bad für das Schlichthaus

Füssen.    Schon Ende der 80er Jahre hat sich die Pfarrei zu den Acht Seligkeiten für die Bewohner des Schlichthauses eingesetzt und einen Boiler gespendet. Vor zwei Jahren haben sich nun die Evangelische Glaubensgemeinde zusammen mit der Freien Evangelischen Gemeinde  um einen neuen Anstrich in den Räumlichkeiten gekümmert, vor allem haben dabei Jugendliche die Ärmel hochgekrempelt und zu Farbe und Pinsel gegriffen.

Als jetzt im Ökumenischen Arbeitskreis – da treffen sich regelmäßig die Pfarrer und weitere, ehrenamtlich engagierte Gemeindemitglieder  aus den Katholischen Pfarreien St. Mang und Acht Seligkeiten (Pfarrer Frank Deuring), aus der Evangelischen Christusgemeinde (Pfarrer Joachim Spengler), aus der Freien Evangelischen Gemeinde (Pastor Hendrik Otto), der Evangelischen Glaubensgemeinde (Pastor Jean-Christof Nadon) und auch der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde (Pfarrer Yavno Cepe) um Veranstaltungen gemeinsam abzusprechen und zu planen – die Sprache auf dieses Thema kam, war man sich schnell einig, dass es wohl ohne Zweifel richtig wäre sich hier gemeinsam im Sinne christlicher Nächstenliebe einzubringen.

Ehrenamtliches Engagement

Inzwischen hat auch schon eine erste  Ortsbesichtigung mit Fachleuten von zwei Sanitärbetrieben stattgefunden, um zu sehen, was konkret und mit möglichst geringen Kosten in Angriff genommen werden kann, damit die im Übrigen sowieso nicht gerade einfache Lebenssituation der Bewohner zu erleichtert wird. Es zeichnet sich ab, dass mit relativ geringen Mitteln und personellem Engagement von ehrenamtlichen Helfern die Dusche aus dem feuchten Kellerverschlag in das EG verlegt werden könnte und natürlich in diesem Zuge rundum erneuert werden müsste. Alle Beteiligten sind einhellig der Meinung, dass der derzeitige Zustand dieses „Bades“ den momentan sechs Bewohnern des Schlichthauses nicht weiter zugemutet werden könne.

Bewohner sollen mithelfen

In Absprache mit der Stadt Füssen als Eigentümerin wird versucht, die Bewohner mit einzubinden, die bei leichteren Arbeiten die Bereitschaft zur Mithilfe signalisierten. In einem schon geplanten weiteren Gespräch sollen schnell und unbürokratisch die Weichen gestellt werden, sodass mit einem baldigen Beginn der Verschönerungsmaßnahmen hoffentlich in Kürze begonnen werden könnte.
Alle fünf im ökumenischen Arbeitskreis involvierten Pfarrgemeinden machen sich bereits Gedanken finanzielle Mittel aufzutreiben und hegen die nicht unberechtigte Hoffnung, dass für die Sanitärinstallationen vielleicht nur die Sachkosten anfallen. Für weitere Spenden wären alle dankbar, sie werden jeweils in den betreffenden Pfarrbüros gerne entgegengenommen.

Text · Bild: Manfred Sailer

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