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Das neue Seniorenzentrum St. Martin in Füssen

Eine große Wohngemeinschaft

Füssen.    Hell und freundlich präsentiert sich nun das Seniorenzentrum St. Martin in Füssen. Vier Hausgemeinschaften mit je einer gemeinsamen Küche, einem Rückzugsbereich und einem großen offenen Wohnzimmer stehen den Bewohnern zur Verfügung. Es ist ein Wohnen mit Komfort, nicht zu vergleichen mit dem alten Haus, das in Kürze abgerissen wird.

Das moderne Gebäude, konzipiert auf das Wohlbefinden seiner Bewohner, ermöglicht nun eine bessere, individuelle Lebensführung. Eine Wohngruppe und vier Hausgemeinschaften fördern die Individualität jedes Einzelnen. So können die Pflegekräfte flexibel auf die sich verändernden Bedürfnisse der Bewohner und ihrer Pflegestrukturen eingehen. Gemeinsames Kochen und Essen stärken und fördern zusätzlich die sozialen Kontakte. Zwei Hausgemeinschaften sind im kognitiven Wohnbereich untergebracht. Bewohner, die sich zum Teil noch selbst versorgen können.

14 Senioren leben in der kleinen Hausgemeinschaft. Ein Novum im Seniorenzentrum St. Martin sind sicherlich die Gemeinschaftsküchen in den Hausgemeinschaften. Hier können die Bewohner, soweit es ihnen möglich ist, gemeinsam mit den Präsenzkräften kochen. „So wird das Gemeinschaftsgefühl gefördert und es ist gleichzeitig ein Angebot zur Beschäftigungstherapie“, erläutert Peter Hartmann das Konzept. Das finden die Bewohner sehr gut: „Es macht Spaß gemeinsam zu kochen und zusammen zu Essen“, erzählt die junggebliebene Dame, die gerade die Soße abschmeckt. Eine andere Bewohnerin mischt den Salat, während ein weiterer Herr sich der kleinen Gruppe nähert und fragt, ob er mithelfen soll.
„Es ist sehr wichtig, die Gruppe in die alltäglichen Arbeiten einzubeziehen. Sie entwickeln gerade beim Kochen einen stärkeren Appetit“, erzählt Hauswirtschafterin Anna Wodnik. Mit der Hausgemeinschaft stellt sie einen Speiseplan auf, der für eine Woche gilt. Falls jemand mal etwas nicht essen mag, was gerade auf dem Speiseplan steht, hat er die Möglichkeit, sich von der anderen Hausgemeinschaft bekochen zu lassen. „Ab und zu haben wir auch externe Besucher, die bei uns mitessen“, erklärt Peter Hartmann, Leiter des Seniorenzentrums. Auch die zwei Hausgemeinschaften im gerontologischen Bereich kochen und essen gemeinsam. Lediglich der somatische und palliative Bereich wird von der Zentralküche beliefert.

Ein starkes Team

Insgesamt 65 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohlergehen der Bewohner. Viele Alternativen für die Freizeitgestaltung stehen auf dem Programm, wie Seniorengymnastik, Basteln, gemeinsames Kochen und Backen, Diavorträge, Lesungen und anderes mehr. „Zwischen dem ersten und zweiten Stock des Hauses findet ein reger Austausch der Bewohner statt. Es ist wichtig, dass sich alle wohlfühlen und frei bewegen können. Bald ist auch der Garten fertig. Ein 8.000 Quadratmeter großes Grundstück mit genug Platz für einen schönen Sinnesgarten und wunderbaren Plätzen zum Verweilen. Der Wegeverlauf in sämtlichen Außenanlagen ist so gestaltet, dass desorientierte Bewohner jederzeit in das Gebäude zurückfinden können.
Ausgebildete Geronto-Fachkräfte sind speziell für die Demenzkranken da. „Sie brauchen einen geregelten Ablauf und ihre gewohnte Umgebung“, verdeutlicht Pflegedienstleitung Olga Kleber. In den meisten Pflegeheimen sind prozentual gesehen zwischen 60 und 70  Prozent Demenzkranke. „Die Zahl ist steigend“, meint Peter Hartmann.

Neue Ausblicke

Um Isolation und Einsamkeit von älteren Mitbürgern, die nicht im Seniorenzentrum leben, entgegenzuwirken, bietet das St.Martin einen Mittagstisch an. „Es geht hier nicht darum, viele Essen zu verkaufen. Wir decken vielleicht die Unkosten damit. Viel wichtiger ist es, den Senioren einen Ansprechpartner zu bieten und ihnen, soweit es geht, ein wenig die Angst vor dem Alleinsein zu nehmen“, erläutert Hartmann. Erst vor Kurzem fand ein Vortrag im Seniorenzentrum vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) mit dem Kreisverband Ostallgäu statt, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Miteinander der Menschen – ob Jung oder Alt – zu fördern. Insbesondere die Seniorenbetreuung sei ein ganz wichtiger Teil dieser Einbindung in das soziale Netz, hieß es seitens der Referenten.

Willkommen

20 Plätze sind im Seniorenzentrum St. Martin noch frei. Wer sich genauer informieren möchte, kann sich direkt an Peter Hartmann wenden. Wohnen auf Probe ist im St. Martin ebenfalls möglich.

Text · Bild: Sabina Riegger

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