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Dr. Enno Behrends, Chefarzt der Gynäkologie an der Klinik Füssen, privat

Füssen.    Die Abteilung Gynäkologie am Füssener Krankenhaus ist für die Familien in der Region mit zwei Namen verbunden: Dr. Otto Ruff und Dr. Enno Behrends. „Bei Dr. Ruff habe ich als Assistenzarzt zwei Jahre wirklich sehr viel lernen können. Das war von 1977 bis 79. Er holte mich dann später aus Erlangen, wo ich meine Weiterbildung zum Facharzt machte, als Oberarzt nach Füssen zurück. Das war 1982. Als sein direkter Nachfolger leite ich schon seit 1992 die Abteilung, sie ist in den vielen Jahren sozusagen zu meinem Kind geworden“, erklärt der Chefarzt in seinem Büro. Nach diesem skizzierten beruflichen Werdegang des im Jahr 1947 geborenen Gynäkologen möchte Füssen aktuell mehr über den privaten Dr. Enno Behrends erfahren. Und dieser gibt ganz entspannt spannende Antworten auf unsere vielen Fragen.

Auf der Visitenkarte des Chefarztes steht natürlich auch der Vorname. „Wissen Sie, warum Sie Enno heißen?“, beginnen wir neugierig das Gespräch mit Dr. Behrends. Des Rätsels Lösung: Seine Wurzeln sind väterlicherseits in Ostfriesland zu finden. Der Papa Enno Behrends war im Zweiten Weltkrieg als Soldat in Schwaben im Einsatz, wo er nach Kriegsende in Wehringen eine Familie gründete. „Dass ich selbst Arzt werden würde, wurde mir nicht unbedingt in die Wiege gelegt“, erzählt Dr. Behrends, der Humanmedizin in München studierte.

„Ich war Schüler an einem humanistischen Gymnasium in Augsburg. Die Schule war staatlich, stand jedoch unter der Leitung der Benediktiner. Wichtig waren Latein und Griechisch.“ Er war wohl ein guter Schüler? „Überhaupt nicht!“, lautete das offene Geständnis, das ihm nicht schwer fällt. „Aber ich habe mich nicht nur – wie wohl jeder Bub – für Sport, sondern auch stark für die Naturwissenschaften interessiert.“ Dabei wurde er von zwei Freunden der Familie gefördert, „einem Hausarzt und einem Gynäkologen. Das war sicher prägend für die spätere Berufswahl.“

Zu Verdi ins Konzert

In seiner Freizeit geht er mit seiner Ehefrau Eva-Maria, mit der er seit mehr als 34 Jahren glücklich verheiratet ist, gerne einmal radfahren. Auch ein Opernbesuch, zum Beispiel in der Arena von Verona oder in München, steht gelegentlich auf dem Programm.

Skifahren entspannt

Der Urlaub stand früher ganz im Zeichen von Fernreisen. „Seit einiger Zeit entdecken wir aber auch die Schönheit von Deutschland und Europa“, so Dr. Behrends.

„Um sich von einer besonders schönen Landschaft faszinieren zu lassen, muss man hier nur vor die Haustür gehen. Ich mache aber auch gerne kleine Ausflüge in die Umgebung und gehe im Winter gerne zum Skifahren nach Österreich.“

Nette Kärtchen

ans Krankenhaus

Dass ihn einige Familien, deren Kind im Urlaub in Füssen zur Welt gekommen ist, auch noch Jahre nach der überraschenden Niederkunft in der Lechstadt mit einem netten Kärtchen grüßen, freut den erfahrenen Facharzt. „Dass man da irgendwo in Deutschland noch immer an unser Krankenhaus denkt, ist wunderbar, oder?“

Text: bh · Bild: privat

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