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Fahreignungszentrum Allgäu: Beginn einer neuen Ära der m&i-Fachklinik Enzensberg

Der Leiter der BMW-Produktion in München, Dr. Thomas Lehmann, übergab in der BMW-Welt München einen neuen Fahrsimulator an die Vertreter der Fachklinik Enzensberg. Kaufmännischer Direktor Hans Achatz zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit und die rasche Umsetzung des Projekts. „Unsere Patienten können sich glücklich schätzen.“ Bereits seit fünf Jahren haben  Menschen mit körperlichen und neurologischen  Einschränkungen im Fahreignungszentrum Allgäu die Möglichkeit, ihre Fahreignung mit Autos, LKW oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu überprüfen. Der neue Fahrsimulator ist weit mehr als ein gewöhnliches technisches Gerät: Die gesamte Technik steckt art- und stilgerecht in der Karosserie eines 3er BMW. Zur Überprüfung der Fahreignung dienen Brems- und Reaktionstests sowie die Untersuchung der Lenk- und Pedalkräfte der Patienten.

Ein Großbildschirm vor dem Fahrzeug simuliert den Stadtverkehr, Situationen auf Autobahnen sowie plötzlich auftauchende Hindernisse auf der Landstraße, zum Beispiel Wild. Die Überprüfung der Fahreignung spielt bei der betrieblichen Wiedereingliederung von Arbeitnehmern oft eine entscheidende Rolle, und dies nicht nur bei Taxi- oder Berufskraftfahrern. Viele Arbeitnehmer in ländlichen Gebieten sind auf dem Weg zum Arbeitsplatz auf das Auto angewiesen und möchten auch nach neurologischen Erkrankungen wie zum Beispiel einem Schlaganfall auf ihre automobile Beweglichkeit nicht verzichten. Nicht immer sind jedoch alle Voraussetzungen dafür gegeben. Der neue Fahrsimulator in der Fachklinik Enzensberg ermöglicht nun noch genauere Einschätzungen.  Bei komplizierten Erkrankungen kann der Simulator jedoch eine fahrpraktische Überprüfung mit einem Fahrlehrer und einem speziell in Behindertenfragen ausgebildeten Mitarbeiter des TÜV nicht ersetzen.

Das Fahreignungszentrum Allgäu verfügt über Netzwerke zu TÜV, zum ADAC-Fahrsicherheitszentrum Kempten, zu verkehrsmedizinisch geschulten Ärzten sowie Unternehmen wie BMW und Fendt. „Mit dem Fahreignungszentrum Allgäu sind wir bundesweit einmalig aufgestellt“, betont dessen Leiter Joachim Maier. Der Fahrsimulator wird von München an die Fachklinik Enzensberg transportiert und geht dann in Betrieb.

Text/Bild: pm

 

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