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15 Jahre Treff Hotel Luitpoldpark

Gezielte Investitionen

Füssen.    14 Jahre lang war das Treff Hotel Luitpoldpark von der Ramada/Treff Gruppe gemanagt worden. Letztes Jahr im Dezember lief dieser Managementvertrag aus. Aus dem Treff Hotel Luitpoldpark ist das Luitpoldpark-Hotel geworden. Von den Eigentümern war es immer das Ziel, das Hotel selbständig zu führen, wie Prokurist Hans-Jörg Schindl, sagt. Die Vorbereitungszeit hat sich gelohnt, das Hotel konnte letztes Jahr seine Übernachtungszahlen toppen. Nicht viel, aber dennoch so viel, dass man mit diesem Geld einen Teilbereich des Hotels renovieren kann. Genauer genommen sind es 32 Bäder, die nicht vom geplanten Durchstich des Freybergparks tangiert werden.

Mehr Individualität und nicht zuletzt auch ein besseres Resultat erwartet Hans-Jörg Schindl von der Selbständigkeit. „Ich habe das nötige Vertrauen, dass wir das selbständig schaffen können mit einem erfahrenen Direktor und einem langjährig, sehr gutem Team.“ Auch Direktor Uwe Strompf weiß von der Verantwortung der Selbständigkeit ohne einen großen Konzern im Rücken zu haben. „Unser Hotel ist mittlerweile gut positioniert. Wir haben in all den Jahren verschiedene Marktsegmente akquiriert, so dass wir nun dadurch profitieren können. Die Gästegruppen sind verschieden. Wir sind unter anderem ein Stadt-, Tagungs-, Business- und auch Familienhotel. Diese verschiedenen Bereiche machen es uns möglich, auf den Markt zu reagieren und natürlich auch gezielte Marketingmaßnahmen durchzuführen. Diese Individualität kommt nicht nur uns zugute, sondern und das ist vor allem wichtig, dem Gast.“ Durch die Mehrwertsteuersenkung für Beherbergungsbetriebe von 19 auf sieben Prozent, profitiert auch das Luitpoldpark-Hotel. Ein Teil des Geldes fließt nun in die Renovierung der 32 Bäder. Einige tausend Quadratmeter Teppiche wurden verlegt und viele andere Investitionen stehen noch an. „Wir haben aber auch in unsere Mitarbeiter investiert. Damit meine ich nicht nur die Schulungen, die selbstverständlich sind, sondern mehr Entgelt“, so Strompf.

Durchstich von-Freyberg-Garten

Wann der Durchstich des von-Freyberg-Gartens erfolgen wird, ist noch ungewiss. Viele Fakten müssen noch geprüft werden und da ist Füssen gefordert. „Fakt ist, dass wir mit der Stadt in konstruktiven Gesprächen sind.“ Letztes Jahr gab es im September ein Gespräch mit dem Vorstand in Innsbruck. „Der Vorstand hat gesagt, dass man sich vorstellen kann zu investieren, wenn es ein bestimmtes Investitionsvolumen nicht übersteigt. Es wurde mit 640.000 Euro limitiert, was schon ein sehr hoher Betrag ist – wobei man allerdings noch nicht beurteilen kann, ob dieser Betrag ausreichend ist“, so Prokurist Hans-Jörg Schindl. Die Tiroler Sparkasse, Eigentümer des Hotels, beauftragte im Dezember einen Architekten, der eine Rohplanung für alle Investitionsmaßnahmen zusammen stellen wird. Nur so sei eine Kostenschätzung möglich, erläutert der Prokurist. „Dann wissen wir, wo die Reise hingeht und wie die Kostenverteilung sein wird. Es müssen ja gewisse Positionen von der Stadt übernommen werden, wie zum Beispiel der Lärmschutz, die Tiefgaragen Ein- und Ausfahrt, Abriss, … da gibt es schon Gespräche wegen Grundstückstausch und Grundstückszuschreibungen. Die Stadt muss uns ja Grund zur Verfügung stellen.“ Für Hans-Jörg Schindl stellt sich die essentielle Frage, wie man etwas planen kann, ohne die grundbuchrechtliche Situation überprüft oder geklärt zu haben. Damit spricht er die Situation der von-Freyberg-Villa an. Der jetzige Eigentümer, Wolfgang Sommer, möchte dort Parkplätze bauen, muss dafür aber einen Baugrund abtreten. Viele Baumaßnahmen stehen dem Hotel noch bevor: Verlegung des Hoteleingangs, Fassadenneugestaltung, Verlegung der Büroräume, … „Wenn wir das alles machen, muss eine vernünftige und für das Haus definitive Verbesserung daraus resultieren. Wie gesagt, wir sind konstruktiv und eine grundsätzliche Bereitschaft ist da“, so Hans-Jörg Schindl. Wenn diese vorgesehenen Baumaßnahmen erfolgen sollen, dann allerdings nur unter einer Bedingung: Hans-Jörg Schindl will garantiert haben, dass der Bahnhof gebaut wird.
Text/Bild: rie

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