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ZOB-Umbau nimmt Fahrt auf

Füssen investiert in moderne Infrastruktur und nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung

Die Bauarbeiten am Zentralen Omnibusbahnhof in Füssen gehen mit großen Schritten voran. Bereits in den ersten beiden Wochen wurden umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass für den Neubau zunächst tief in den Untergrund eingegriffen werden musste: Bis in eine Tiefe von 4,10 Metern war ein Bodenaustausch erforderlich.

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Nun folgt ein wichtiger Baustein für die Zukunft des gesamten ZOB: In diesen Tagen werden Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung mit einem Gesamtvolumen von rund 1.800 Kubikmetern eingebracht.

„An unserem ZOB wird derzeit im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament für die Zukunft gelegt. Was später unter der Oberfläche verschwindet, ist für die Funktionsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit des neuen Omnibusbahnhofs entscheidend. Wir verbinden die Modernisierung unseres Verkehrsknotenpunkts mit der Beseitigung alter Bodenbelastungen und einer leistungsfähigen Regenwasserbewirtschaftung“, erklärt Erster Bürgermeister Max Eichstetter.

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Aufwendiger Bodenaustausch und Beseitigung historischer Belastungen

Die ersten Bauwochen waren von einem erheblichen Aushub geprägt. Im Untergrund befanden sich rund 150 Jahre alte Bodenschichten beziehungsweise Auffüllungen, die im Zuge der Arbeiten entfernt werden mussten. Teilweise wurden dabei auch Belastungen mit Schwermetallen, darunter Quecksilber, festgestellt. Das belastete Material musste wie geplant getrennt behandelt und als Sonderabfall fachgerecht entsorgt werden. Der Bodenaustausch schafft damit nicht nur die erforderlichen Voraussetzungen für den weiteren Bauablauf, sondern beseitigt zugleich historische Belastungen am Standort.

„Solche Arbeiten sieht man dem fertigen Platz später nicht mehr an. Dennoch sind sie ein wesentlicher Teil des Projekts. Wir schaffen einen tragfähigen Untergrund und entfernen gleichzeitig Altlasten, die über viele Jahrzehnte im Boden lagen“, so Eichstetter.

1,8 Millionen Liter: Ein gewaltiges Volumen unter dem neuen ZOB

Mit dem Einbau der Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung folgt nun der nächste große Arbeitsschritt. Das vorgesehene Gesamtvolumen von 1.800 Kubikmetern entspricht 1,8 Millionen Litern Wasser.

Wie groß diese Menge ist, zeigen einige anschauliche Vergleiche:

  • 180.000 volle Zehn-Liter-Eimer würden benötigt, um diese Wassermenge aufzunehmen.
  • Bei einer angenommenen Füllmenge von 150 Litern entspricht das 12.000 Badewannenfüllungen.
  • Es entspricht dem Volumen von drei Schwimmbecken mit jeweils 25 Metern Länge, zwölf Metern Breite und zwei Metern Wassertiefe.
  • Auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern würde diese Wassermenge einen Meter hoch stehen.

Dieses Volumen dient der Regenentwässerung des gesamten Zentralen Omnibusbahnhofs und ist ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge gegen Überflutungen bei starken Niederschlägen. Regenwasser soll aufgefangen und vorübergehend zurückgehalten werden, damit es nicht vollständig auf einmal in die nachgelagerte Entwässerung gelangt. Dadurch lassen sich Abflussspitzen verringern und die Entwässerungsinfrastruktur entlasten.

Klimaanpassung beginnt unter der Oberfläche

Der neue ZOB steht damit auch für einen vorausschauenden Umgang mit Regenwasser. Gerade bei starken Niederschlägen kommt es darauf an, ausreichende Rückhalteräume vorzusehen und die Entwässerung bereits bei der Planung umfassend mitzudenken.

„1,8 Millionen Liter sind eine beeindruckende Größenordnung. Wir investieren hier in eine Infrastruktur, die auch bei starken Regenfällen leistungsfähig sein soll. Zusammen mit der Beseitigung der belasteten Böden leisten wir einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“, betont der Bürgermeister.

Die Arbeiten zeigen, dass die Erneuerung des ZOB weit über die spätere Gestaltung der sichtbaren Flächen hinausgeht. Unter dem künftigen Verkehrsknotenpunkt entstehen wichtige technische Voraussetzungen für einen dauerhaft funktionierenden Betrieb und eine geordnete Entwässerung.

Dank an die Beteiligten

Die Stadt Füssen dankt der ausführenden Firma Geiger, dem Ingenieurbüro Klinger sowie dem städtischen Tiefbauamt für die Umsetzung und Begleitung der anspruchsvollen Arbeiten.

„Bereits in den ersten beiden Wochen wurde hier sehr viel bewegt. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses wichtige Zukunftsprojekt mit Fachwissen, Einsatz und guter Zusammenarbeit voranbringen“, erklärt Eichstetter.

Text · Foto: Stadt Füssen

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