Kurz berichtet

Studie belegt Wirksamkeit neurologischer Rehabilitation

Arbeitsgruppe der m&i-Fachklinik Enzensberg veröffentlicht Forschungsergebnisse in internationaler Fachzeitschrift

Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe „Neurorehabilitation“ der m&i-Fachklinik Enzensberg hat in der international renommierten Fachzeitschrift „Brain Sciences“ neue Forschungsergebnisse zur stationären neurologischen Rehabilitation von Patientinnen und Patienten nach Operation von zerebralen Meningeomen veröffentlicht. Die Studie liefert belastbare Hinweise darauf, dass eine spezialisierte, multidisziplinäre Rehabilitation die funktionelle Selbstständigkeit dieser Patientengruppe signifikant verbessern kann.

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Meningeome sind die häufigsten primären Tumoren im Gehirn im Erwachsenenalter. In der Regel handelt es sich um gutartige, langsam wachsende Tumoren, die dennoch häufig mit neurologischen Einschränkungen einhergehen. Standardtherapie ist die operative Entfernung; ist eine Operation nicht möglich oder nicht ausreichend, kann eine Strahlentherapie erfolgen. Zur Wirksamkeit dieser Akuttherapien liegen umfangreiche Daten vor, während der Nutzen einer sich anschließenden stationären Rehabilitation bislang nur unzureichend untersucht war.

Die nun veröffentlichte Analyse um Erstautorin Dr. Natalie Gdynia, Mitglied der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe der m&i-Fachklinik Enzensberg, schloss 151 Patientinnen und Patienten mit zerebralem Meningeom ein, die eine spezialisierte neurologische Rehabilitation durchlaufen hatten. Erfasst und ausgewertet wurden routinemäßig erhobene demografische und klinische Daten. Bei Patientinnen und Patienten mit einem Barthel-Index von 90 oder weniger (max. 100, 100 bedeuten keine Pflege- oder Hilfebedürftigkeit) bei Aufnahme wurde das Behandlungsergebnis anhand der Veränderung dieses etablierten Maßes für Alltagskompetenz beurteilt.

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche funktionelle Verbesserung im Rehabilitationsverlauf: Der durchschnittliche Barthel-Index stieg von 66,8 Punkten bei Aufnahme auf 75,2 Punkte bei Entlassung. Neuropsychologische Defizite wurden bei 93 der untersuchten Personen festgestellt, neun Prozent wiesen zusätzlich Sprachstörungen auf. In der Analyse möglicher Einflussfaktoren auf den Rehabilitationserfolg zeigte sich, dass insbesondere die Anzahl der Nebendiagnosen mit dem Ausmaß der funktionellen Verbesserung assoziiert war.

„Die Studie liefert sehr starke Hinweise darauf, dass die spezialisierte neurologische Rehabilitation bei Patientinnen und Patienten nach operativer Versorgung von Meningeomen hoch wirksam ist“, erklärt Dr. Hans-Jürgen Gdynia, MHBA und Chefarzt der Neurologie sowie Leiter der Arbeitsgruppe „Neurorehabilitation“ an der m&i-Fachklinik Enzensberg. „Mit unseren klinischen Forschungen möchten wir dazu beitragen, die neurologische Rehabilitationsmedizin evidenzbasiert weiterzuentwickeln und die Versorgung nachhaltig zu verbessern.“

Die Veröffentlichung unterstreicht zugleich den wissenschaftlichen Anspruch der neurologischen Abteilung der m&i-Fachklinik Enzensberg. Neben der klinischen Versorgung betreibt die Klinik eine eigene, multidisziplinär besetzte Arbeitsgruppe, die sich systematisch mit innovativen Fragestellungen der Neurorehabilitation befasst. Ziel ist es, neue Therapiekonzepte zu entwickeln, bestehende Strategien kritisch zu prüfen und die gewonnenen Erkenntnisse zeitnah in den klinischen Alltag zu übertragen.

Text · Foto: m&i

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