
„Füssen – Kinder in Not“
Die Stiftung wird neu aufgestellt
Nach umfassender Aufarbeitung ihrer Geschichte nimmt die Stiftung „Füssen – Kinder in Not“ einen Neustart. Die Stadt Füssen hat die Verwaltung transparent aufgearbeitet und ermöglicht ab sofort wieder regelmäßige Hilfen für bedürftige Kinder. Zum Stadtjubiläum 1995 ins Leben gerufen, unterstützte die Stiftung jahrzehntelang zahlreiche Hilfsprojekte. Von der Tschernobylhilfe über Katastrophenhilfe bei Fluten und Erdbeben bis zu lokalen Initiativen wie „Kartei in Not“ – die Stiftung half dort, wo Kinder in Not waren. Finanziert wurde dies durch Spenden, Zinserträge und Einnahmen aus dem Jubiläumsjahr.
Doch die Niedrigzinsphase machte der Stiftung zu schaffen. Ohne nennenswerte Zinserträge waren satzungskonforme Auszahlungen kaum möglich. 2020 erfolgte die letzte Unterstützung über 400 Euro. Danach: Stillstand. Das Stiftungsvermögen von aktuell 41.742,17 Euro liegt derzeit auf einem unverzinsten Girokonto. Das soll sich ändern. Durch eine sichere Anlageform mit etwa 2 Prozent Verzinsung lassen sich künftig rund 835 Euro jährlich erwirtschaften – ohne das Stiftungskapital anzutasten.
Erste Hilfen fließen bereits
Den Anfang machen zwei Organisationen in der Region: Die Kinderkrebshilfe im Königswinkel und das Hospiz im südlichen Ostallgäu/Füssen erhalten je 417 Euro zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Die Überweisungen erfolgen in den nächsten Tagen. „Wir wollen die Stiftung wieder handlungsfähig machen und regelmäßig helfen können“, erklärt die Stadtverwaltung. Transparenz, Verantwortung und der Erhalt des Stiftungsvermögens stehen dabei im Vordergrund.
Text: FA/pm Stadt Füssen



