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Digitale Abfahrtsverbote zeigen erste Erfolge in Füssen

Die Stadt Füssen zieht eine positive Zwischenbilanz zu ihrer neuen Verkehrsmaßnahme. Seit Mitte Dezember 2025 sind digitale Abfahrtsverbote an der Autobahn A7 aktiv – und die bisherigen Ergebnisse sprechen für sich.

Aktuelle Auswertungen von diesem Samstag zeigen deutlich, dass die Maßnahme wirkt. Fahrzeuge verlassen die Autobahn demnach nur dann, wenn sie tatsächlich ein konkretes Ziel in Füssen haben – etwa die Innenstadt, den Sportmarkt oder das Schloss Neuschwanstein in Schwangau. Alle anderen Fahrzeuge bleiben auf ihrer Route.

Das belegen Navigations- und Verkehrsauswertungen aus Fahrzeugdaten, die der Stadt vorliegen. Parallel dazu zeigen aktuelle Bilder aus dem Stadtgebiet: Trotz Blockabfertigung findet kein Durchgangsverkehr durch die Innenstadt statt. Die Fahrzeuge werden nicht umgeleitet, sondern verbleiben auf der Autobahn.

Intelligente Systeme statt Beton

„Wir kümmern uns nicht nur sichtbar vor Ort um den Verkehr, sondern auch ganz bewusst unsichtbar im Hintergrund“, erklärt Bürgermeister Maximilian Eichstetter. „Mit intelligenter digitaler Verkehrssteuerung erreichen wir eine enorme Wirkung, ganz ohne kostspielige Straßenumbaumaßnahmen, die schnell in die Millionen gehen würden. Statt Beton und Asphalt setzen wir auf smarte Systeme, die den Verkehr lenken, bevor er überhaupt zum Problem wird. Das entlastet unsere Innenstadt, schützt unsere Bürgerinnen und Bürger und ist zugleich wirtschaftlich und zukunftsorientiert.“

Das System funktioniert durch vorausschauende Verkehrslenkung: Verkehrsrechner spielen die entsprechenden Informationen aktiv in die Navigationssysteme ein. Besonders ortsunkundige Verkehrsteilnehmer, die sich auf ihr Navigationssystem verlassen, erkennen klar, dass ein Abfahren keinen Zeit- oder Distanzvorteil bringt und bleiben folgerichtig auf der Autobahn.

Spürbare Entlastung für die Stadt

Für die Innenstadt und ihre Bewohner bedeutet dies eine merkliche Verbesserung: weniger Durchgangsverkehr, weniger Lärm, mehr Sicherheit und eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität.

Die bisherige Bilanz ist eindeutig. Nach etwa sechs Wochen Betrieb bestätigt sich, dass die digitale Abfahrtsverbotssperre in Füssen auch ohne zusätzliche Beschilderung zuverlässig funktioniert. Digitale Steuerung erweist sich als das effektivste Instrument in diesem Fall.

Ein wichtiger Baustein von vielen

Allerdings dämpft die Stadt auch die Erwartungen. „Diese Maßnahme allein löst selbstverständlich nicht die Verkehrsproblematik in den Sommermonaten, wenn Tagestouristen die Innenstadt und das Schloss in großer Zahl überströmen“, betont Bürgermeister Eichstetter. „Sie ist jedoch ein weiterer, wichtiger Baustein von vielen auf dem richtigen Weg.“

Das entscheidende Ergebnis der Maßnahme: Der reine Umleitungsverkehr der Autobahn A7, der eigentlich nur Richtung Süden möchte, wird nicht mehr durch die Innenstadt geführt. „Das ist ein großer Zwischenerfolg, für den wir sehr dankbar sind“, sagt Eichstetter. „Gleichzeitig arbeiten wir bereits intensiv an den nächsten Bausteinen unseres Verkehrskonzepts.“

Die Stadt Füssen bewertet die bisherigen Ergebnisse daher als sehr erfolgreich und als wichtigen Schritt hin zu einer intelligenten, digitalen Verkehrssteuerung – ein Modell, das möglicherweise auch für andere Regionen mit ähnlichen Verkehrsproblemen interessant sein könnte.

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