
Festspielhaus Neuschwanstein: Rückblick und Musical-Highlights 2026
2025 war Jubiläumsjahr für das im Jahr 2000 eröffnete Festspielhaus Neuschwanstein – und es gab ausreichend Gründe zum Jubeln. Sowohl wirtschaftlich als auch kulturell konnte das Team um Theaterleiter Benjamin Sahler sowie Geschäftsführerin Birgit Karle den Aufwärtstrend des Jahres davor weiter ausbauen. 2026 stehen gleich mehrere etablierte Erfolgsmusicals sowie einige Neuinszenierungen und Premieren auf dem Spielplan.
Zum 25-jährigen Bestehen konnten sich die Betreiber erneut über wachsende Besucherzahlen und über eine Umsatzsteigerung von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr freuen. Nach 160.000 Besucherinnen und Besuchern 2024 wurde 2025 eine Zahl von über 200.000 Gästen erzielt – und das ohne Einberechnung der gut besuchten Open-Air-Veranstaltungen im Sommer. Zusätzlich etabliert sich das Festspielhaus in Füssen zunehmend als „die“ Adresse für erfolgreiche „Musical-Exporte“. Gleich mehrere Produktionen – wie „Cinderella“, „Geist der Weihnacht“, „Freischütz – Seele für Seele“ und die „Die Weiße Rose“ – wurden bei den Luisenburg-Festspielen, in Oberhausen und München aufgeführt.
Das Musical „Die Weiße Rose“, im Juni 2025 im Festspielhaus uraufgeführt, war außerdem der große Gewinner beim Deutschen Musical-Theater-Preis 2025. Es erhielt insgesamt sieben Preise, darunter die Hauptauszeichnung als bestes Musical des Jahres sowie Preise für beste Regie, bestes Buch, beste Liedtexte, bestes musikalisches Gesamtbild, beste Choreografie und bestes Lichtdesign. Auch beim „Blickpunkt Musical Award“ wurde das Musical für Regie, Uraufführung und Buch ausgezeichnet.
Die Musical-Saison 2026 begann im Januar mit dem „Dauerbrenner“ des Festspielhauses „Ludwig²“:
Das Musical über den letzten bayerischen König wurde 2005 von Rolf Rettberg (Buch und Liedtexte) mit der Musik von Konstantin Wecker, Christopher Franke und Nic Raine neugestaltet – und erfreut sich in der Neuinszenierung von Benjamin Sahler (2016) einer jährlich wachsenden Fan-Gemeinde. Im Januar standen außerdem das Kult-Musical „Der kleine Horrorladen“, das Familien-Musical „Cinderella“ sowie die Musical-Komödie „Brandner Kaspar“ auf dem Programm.
„Die Päpstin“ startet am 6. Februar – mit Anna Hofbauer, die aus dem nahegelegenen Marktoberdorf stammt, kehrt für diese besondere Rolle an den Ort zurück, an dem ihre beeindruckende Karriere ihren Anfang nahm.
Zusätzlich steht ab Februar „Zauberflöte – Das Musical“ auf dem Spielplan. Die moderne Rock-und-Pop-Interpretation nach Motiven von Mozarts Meisterwerk war in Previews im Festspielhaus zu sehen, bevor es am 12. April 2024 im Deutschen Theater in München Weltpremiere feierte. Ebenfalls im Februar spielt das mystisch-düstere Musical „Seele für Seele“ – in dem der Erfolgskomponist Frank Nimsgern Carl Maria von Webers legendäre Oper „Freischütz“ neu interpretiert.
Die Deutschlandpremiere von „Rudolf – der letzte Kuss“ wird am 7. Mai gefeiert. Nach „Ludwig²“ und „Elisabeth“ wird damit die royale Saga am Festspielhaus um ein weiteres Musical ergänzt. Rudolf erzählt die dramatische Geschichte des Kronprinzen von Österreich. Gefangen zwischen kaiserlichem Hof und politischem Idealismus öffnet ihm die Liebe neue Wege.
„Für 2026 sind noch andere Musical-Highlights geplant“, erklärt Theaterdirektor Sahler. „Weitere Gastspiele sowie Neu-Inszenierungen sind bereits in Vorbereitung oder Planung. Musical-Fans im gesamten deutschsprachigen Raum dürfen also auf einige Überraschungen gespannt sein – und sich gleichermaßen über Wiederaufnehmen freuen. Gerade die Erfolge unserer etablierten Musicals haben sich längst über die Grenzen des Allgäus und Bayerns hinaus herumgesprochen. Das zeigen uns die wachsenden Buchungszahlen von Menschen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Festspielhaus Neuschwanstein ist auf einem guten Weg, den wir behutsam und mit Blick auf Originalität und höchste Qualitätsansprüche fortführen werden.“
Text: FA/pm · Foto: Festspielhaus Füssen



