Außerfern

Halbzeitbilanz in Vils

Bürgermeisterin Carmen Strigl-Petz zieht positive Zwischenbilanz

Viel Zeit für ihr Hobby, das Kochen, hat Carmen Strigl-Petz nicht mehr. Ihr Terminkalender ist voll mit Themen rund um die kommunale Politik. In der beschaulichen Tiroler Stadt Vils, die rund 1.500 Einwohner zählt, lenkt Carmen Strigl-Petz als Bürgermeisterin die Geschicke der Kommune. Zur Halbzeit ihrer Amtsperiode zieht sie eine durchaus positive Bilanz, trotz der finanziellen Herausforderungen, denen sich auch österreichische Gemeinden gegenübersehen.

“Die reduzierten Förderungen vom Land stellen uns vor große Aufgaben”, erklärt sie. Dennoch konnte die Kommune bedeutende Projekte realisieren. Ein Meilenstein war die umfassende Sanierung des Schulkomplexes mit einer Investitionssumme von 2,5 Millionen Euro. Ein zentraler Schwerpunkt der vergangenen Jahre lag auf dem Ausbau des Glasfasernetzes, das noch heuer fertiggestellt werden soll. Die Wasserleitungen wurden erneuert und es gab auch Investitionen in erneuerbaren Energien. „Wir haben auf dem Rathaus und dem Kindergarten eine Photovoltaikanlage samt Stromspeicher installiert, um Energiekosten zu senken“.

Auch ein weiteres Projekt konnte zu Ende gebracht werden. Der ehemalige Gasthof „Grüner Baum“ ist jetzt ein moderner Wohnkomplex mit 21 Wohnungen, zwei Geschäftseinheiten sowie einer Tiefgarage. Letztes Jahr im Oktober konnten nach 23 Monaten Bauzeit die Schlüssel an die Mieter übergeben werden. Eine Geschäftfläche ist noch mietbar. Besonders am Herzen liegt der Bürgermeisterin das Thema “leistbares Wohnen”. „Durch die Schaffung neuer Bauplätze, die nach klaren Vergaberichtlinien an junge Familien vergeben werden, wird diesem Bedürfnis Rechnung getragen“, erklärt Strigl-Petz.

Die kleine Stadt, die sich durch ein reges Vereinsleben mit 22 aktiven Vereinen auszeichnet, steht vor weiteren Herausforderungen. Bis zur nächsten Wahl im Frühjahr 2028 stehen noch einige Projekte an, darunter die Sanierung des „Schlössle“, wie das Gebäude in Vils genannt wird. Der Wunsch nach einem Vereinsstadel steht auch noch auf der Agenda so wie die Erneuerung der Rathaus-Fenster. Wie das alles noch finanziert werden soll, weiß die Rathauschefin noch nicht.

Carmen Strigl-Petz, die seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik tätig ist, ist dankbar über das konstruktive Arbeitsklima im Rathaus und die enge Zusammenarbeit mit Vize-Bürgermeister Christian Kögel. “Vertrauen und die Fähigkeit, Themen abgeben zu können, erleichtert die Zusammenarbeit erheblich und fördert somit auch die gemeinsamen Projekte”, betont sie. Ein solches großes Projekt wird 2027 die 700-Jahr-Feier der Stadt Vils sein. Ideen dafür werden jetzt schon gesammelt.

Text: Sabina Riegger · Foto: privat

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