
Stephan Stracke (CSU) gewinnt erneut Direktmandat – AfD mit starkem Zuwachs
Bei der Bundestagswahl 2025 im Wahlkreis Ostallgäu konnte die CSU ihre dominierende Position behaupten. Der Direktkandidat Stephan Stracke sicherte sich mit 45,5 % der Erststimmen erneut das Mandat. Im Vergleich zur letzten Wahl entspricht dies einem Zuwachs von 6,8 Prozentpunkten.
Die AfD verzeichnete einen deutlichen Anstieg und erreichte mit ihrem Kandidaten Wolfgang Dröse 19,5 % der Erststimmen, was einem Plus von 9,4 Prozentpunkten entspricht. Damit konnte die in Teilen als gesichert rechtsextrem geltende Partei ihren zweiten Platz im Wahlkreis sichern.
Die Grünen und die SPD mussten hingegen Verluste hinnehmen. Die Grünen kamen mit ihrer Kandidatin Maria Wißmiller auf 10,4 % der Erststimmen (minus 1,9 Prozentpunkte), während die SPD mit Dr. Regina Renner 10,0 % erzielte (minus 2,3 Prozentpunkte).

Bei den Zweitstimmen, die für die Zusammensetzung des Bundestags entscheidend sind, lag die CSU mit 40,1 % vorne, gefolgt von der AfD mit 20,1 %. Die Grünen erreichten 10,0 %, die SPD 9,4 %. Die FDP kam auf 3,8 % und verfehlte damit die 5 %-Hürde deutlich.
Die Wahlbeteiligung im Ostallgäu lag bei hohen 85,0 %, was das politische Engagement der Bürgerinnen und Bürger in der Region unterstreicht.

Die vorläufigen Ergebnisse auf Bundesebene
Auf Bundesebene ging die CDU/CSU als stärkste Kraft aus der Wahl hervor, während die AfD mit 20,8 % der Stimmen ihr bisher bestes Ergebnis erzielte und zur zweitstärksten Partei aufstieg. Die SPD erlitt schwere Verluste und kam auf 16,4 %. Die Grünen erreichten 11,6 %, die Linke 8,8 %. Die FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht scheiterten an der 5 %-Hürde.
Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU, kündigte bereits an, eine Regierung bis spätestens Ostern bilden zu wollen und schloss eine Koalition mit der AfD kategorisch aus. Christian Lindner trat nach dem schlechten Abschneiden der FDP von seinem Posten als Parteivorsitzender zurück.
Die Ergebnisse im Ostallgäu spiegeln somit den bundesweiten Trend wider: ein Erstarken der AfD und Verluste für die bisherigen Regierungsparteien. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die politische Landschaft in Deutschland neu formiert und welche Koalitionen letztlich die Regierung bilden werden.
Grafiken: Landratsamt Ostallgäu



