{"id":975,"date":"2013-05-29T09:04:35","date_gmt":"2013-05-29T09:04:35","guid":{"rendered":""},"modified":"2024-03-11T11:52:14","modified_gmt":"2024-03-11T10:52:14","slug":"privatbrauerei-praesentiert-vilser-bierspezialitaeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2013\/05\/privatbrauerei-praesentiert-vilser-bierspezialitaeten\/","title":{"rendered":"Privatbrauerei pr\u00e4sentiert Vilser Bierspezialit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<h2>Das Bier der Berge<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #800000;\">Die Vilser Brautradition wird mit der Gr\u00fcndung einer neuen Privatbrauerei nach \u00fcber 100 Jahren endlich fortgesetzt. Im Gasthaus \u201eGr\u00fcner Baum\u201c war bis etwa 1900 eine Brauerei beheimatet, seit Mitte des 15. Jahrhunderts galt dort das Brau- und Tafernrecht. Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 mit Wasser aus den Tiroler Bergen werden unter dem Markennamen \u201eVilser Bergbr\u00e4u\u201c vorerst drei Bierspezialit\u00e4ten angeboten. Nicht der massenhafte Hektoliter-Aussto\u00df, sondern einzig und allein der Geschmack und die Frische stehen laut Firmenleitung im Mittelpunkt der neuen Vilser Braukultur.<\/span><\/p>\n<p>Zu den drei Biersorten, die die Brauerei herstellt, z\u00e4hlen ein unterg\u00e4riges, mildes Helles, ein naturtr\u00fcbes Hefeweizen mit leichtem Bananen- und Nelkenaroma sowie ein unfiltriertes, naturtr\u00fcbes und oberg\u00e4riges Spezial. Das Vilser Bergbr\u00e4u Spezial besitzt ein fruchtiges Aroma mit einem eleganten Zusammenspiel aus kr\u00e4ftigem Hopfenaroma und feiner Rests\u00fc\u00dfe. Dazu kommen noch je nach Zeitpunkt verschiedene saisonale Angebote wie Kellerbier, Bockbier oder andere Spezialit\u00e4ten. \u201eAls kleine handwerkliche Brauerei verf\u00fcgen wir \u00fcber viele Vorteile, die die gro\u00dfen industriellen Brauereien nicht vorweisen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Mitinhaber Andreas Hiby-Durst stolz. Zusammen mit seiner Frau Juliane, Roger M\u00fcller und einem weiteren Gesellschafter gr\u00fcndete er die Brauerei. \u201eBei den Gro\u00dfbetrieben bleibt das Produkt auf der Strecke. Deren Bier muss jedem schmecken, da sie vor allem kostenorientiert arbeiten. Wir dagegen sind viel flexibler. Wir k\u00f6nnen auch mehrere Sorten herstellen, wenn wir das wollten. Unsere Brauerei ist Idealismus pur, unser gesamtes Herzblut steckt in diesem Gesch\u00e4ft.\u201c Komplettiert wird das Brauerei-Team mit Pius Kieltrunk (Technik), Georg Polster (Marketing und Vertrieb), Dr. Hermann Kretschmer (Qualit\u00e4tssicherung) sowie dem erfahrenen bayerischen Braumeister Andreas Siegl.<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Keine Kompromisse bei der Qualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Begonnen hat alles damit, dass zwei Freunde, darunter Gesellschafter Roger M\u00fcller, eine Brauanlage erstanden haben. Juliane und Andreas Hiby-Durst leben seit 1995 in ihrem zweiten Wohnsitz in Vils, wodurch sie bereits bestens vertraut sind mit den Anwohnern und den Gegebenheiten vor Ort. Als nun die Freunde der Beiden von der Brauanlage erz\u00e4hlten, kam spontan der Wunsch auf, in Vils eine Brauerei zu er\u00f6ffnen, da es an einem solchen regionalen Produkt bisher fehlte. So bezogen sie den \u201eGr\u00fcnen Baum\u201c, der zuvor einen Schlecker-Markt beheimatete. Andreas Hiby-Durst ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines Malz-Herstellers mit 85 Mitarbeitern aus Bruchsal. F\u00fcr die Produktion des Vilser Bergbr\u00e4u wird das Malz aus Bruchsal verwendet, das Brauwasser dagegen kommt direkt aus den Vilser Bergen. Es stammt aus unmittelbarer N\u00e4he der Brauerei und entspringt aus zwei Quellen. Das mit wertvollen Mineralien angereicherte Wasser hat einen nat\u00fcrlichen, kraftvollen und lebendigen Charakter, der dem Bier eine ganz besondere Note verleiht. Neben dem kristallklaren Bergwasser und dem hochwertigen Malz dienen nur noch ausgesuchte Aromahopfen und beste Hefest\u00e4mme als Zutaten. Einzig und allein der Geschmack und die Frische stehen bei der Vilser Privatbrauerei im Mittelpunkt der Braukunst. Geschmacklich gelungen ist auch der Markenauftritt des neuen Biers. Das Logo lehnt sich an das alte Vilser Stadtwappen an und zeigt das trinkende Wappentier, einen zwinkernden Ochsen.<\/p>\n<p><strong>Grenz\u00fcberschreitende Regionalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Zu der technischen Ausstattung geh\u00f6rt neben Sudhaus, G\u00e4r- und Lagertanks und Filtration auch eine hochmoderne Flaschen- und Fassf\u00fcllerei. Hier werden die Vilser Bierspezialit\u00e4ten in verschiedene Verkaufsgebinde abgef\u00fcllt. Neben den umweltfreundlichen Mehrwegflaschen kommen Bierf\u00e4sser aus Edelstahl und 5-Liter-Partyf\u00e4sschen zum Einsatz, um so zu den zahlreichen Kunden in Gastronomie und Handel im Vertriebsgebiet zu gelangen. Dieses erstreckt sich im Kern auf die gesamte Region des Au\u00dferfern und das angrenzende Ostallg\u00e4u. F\u00fcr den regionalen Vertrieb des Vilser Bergbr\u00e4u zeichnet das Ehrwalder Unternehmen Linzgieseder verantwortlich. Rund 300.000 Liter Bier sollen in Vils j\u00e4hrlich produziert werden, die Abf\u00fcllanlage schafft es, 400 Flaschen in der Stunde zu bef\u00fcllen. \u201eAber unsere Brauanlage kann mehr. Falls es sich ergeben sollte, k\u00f6nnten wir leicht mit neuen Tanks aufr\u00fcsten, um unsere Kapazit\u00e4t zu erh\u00f6hen\u201c, so Georg Polster, der selbst Braumeister ist und wie Braumeister Andreas Siegl an der renommierten Weihenstephan-Schule seinen Abschluss machte.<\/p>\n<p><strong>Das Einzige, was z\u00e4hlt: Der Geschmack<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Siegl ist froh \u00fcber seine Anstellung in Vils. Zuvor war der geb\u00fcrtige Starnberger drei Jahre in Namibia bei einer Gro\u00dfbrauerei angestellt, wo er zahlreiche neue Erfahrungen sammeln konnte. \u201eF\u00fcr mich als Meister ist diese Anstellung ein absoluter Gl\u00fccksfall. Jede Biersorte, die wir produzieren, tr\u00e4gt meine Handschrift. Das w\u00e4re bei einem Gro\u00dfunternehmen niemals m\u00f6glich gewesen\u201c, erkl\u00e4rt er. Mit der Brauerei sind bereits drei neue Arbeitspl\u00e4tze geschaffen worden. Doch schon jetzt sucht man einen Brauer, um das Team zu entlasten. Des Weiteren ist ab September geplant, einen Ausbildungsplatz zum Brauer und M\u00e4lzer anzubieten.<\/p>\n<p><strong>Erfolgreiche Er\u00f6ffnungsfeier<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfen Wert legt das Team der Brauerei vor allem auf die Verwurzelung im Ort und in der Region. \u201eUnsere T\u00fcr ist immer offen\u201c, best\u00e4tigt Juliane Hiby-Durst. \u201eVon Montag bis Freitag zwischen 7 und 16 Uhr k\u00f6nnen die Leute unser Bier direkt aus der Brauerei holen. Dazu haben wir auch eng mit dem B\u00fcrgermeister G\u00fcnter Keller zusammengearbeitet, der uns bestm\u00f6glich unterst\u00fctzte.\u201c W\u00e4hrend der Er\u00f6ffnungsfeier am 8. Mai, die bis in die Nacht andauerte, durfte dieser daf\u00fcr das erste Fass anstechen. Er ben\u00f6tigte drei Schl\u00e4ge plus Sicherheitsschlag. Vorab segnete Stadtpfarrer Rupert Bader die Brauerei. Nach dem Anstich wurde die Party auch auf die \u00fcber der Brauerei befindlichen R\u00e4ume, wo Biersommelier Andreas Hei\u00df sein \u201eGenuss-Zentrum\u201c er\u00f6ffnete, ausgedehnt. Dort k\u00f6nnen Interessierte in Tages-Seminaren die Kunst des Bierbrauens, der Whisky- sowie der Schnaps-Brennerei kennenlernen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text \u00b7 Bild: Sven K\u00f6hler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bier der Berge Die Vilser Brautradition wird mit der Gr\u00fcndung einer neuen Privatbrauerei nach \u00fcber 100 Jahren endlich fortgesetzt. Im Gasthaus \u201eGr\u00fcner Baum\u201c war bis etwa 1900 eine Brauerei beheimatet, seit Mitte des 15. Jahrhunderts galt dort das Brau- und Tafernrecht. 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