{"id":8878,"date":"2015-03-28T23:52:30","date_gmt":"2015-03-28T22:52:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=8878"},"modified":"2015-03-28T23:52:30","modified_gmt":"2015-03-28T22:52:30","slug":"heilungskraefte-bienenprodukten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2015\/03\/heilungskraefte-bienenprodukten\/","title":{"rendered":"Die Heilungskr\u00e4fte von Bienenprodukten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #800000;\"><span class=\"tie-dropcap \">D<\/span>ass Bienen nicht nur den wertvollen Honig liefern, sondern auch andere Produkte wie Propolis, Gelee Royale oder Bl\u00fctenpollen, ist Ihnen ja sicher bekannt. Aber wie diese Produkte gewonnen und angewendet werden und was sie Gutes f\u00fcr unseren K\u00f6rper tun k\u00f6nnen, m\u00f6chte ich Ihnen diesmal erl\u00e4utern.<\/span><\/p>\n<h3>Propolis<\/h3>\n<p>Diese von den Bienen hergestellte harzartige Masse wird auch Bienenleim, Kittharz oder Kittwachs genannt. Die Bienen verwenden sie zum Abdichten von kleinen \u00d6ffnungen, Spalten und Ritzen oder auch zum \u00dcberzug des Inneren der Wabenzellen f\u00fcr die Brut, zur Umkapselung von Fremdk\u00f6rpern und eben auch zur Auskleidung der \u201eEinflugschneise\u201c.<\/p>\n<p>Der Grundstoff hierf\u00fcr wird als harzige Substanz an Knospen und Wunden verscheidener B\u00e4ume gesammelt und mit ca. 30% Wachs, etwa 5% Pollenanteilen, ungef\u00e4hr 10% \u00e4therischen \u00d6len aus den Bl\u00fctenknospen und dem Speichelsekret der Bienen angereichert und ist bei Stocktemperatur ein klebriges Baumaterial, das haupts\u00e4chlich im Herbst in den Bienenstock eingebracht wird &#8211; zwischen 50 und 500g pro Jahr.<\/p>\n<p>Gewonnen wird Propolis vom Imker durch Abkratzen der verkitteten Stellen oder besser mit Hilfe von speziell eingebrachten Gittern, die die Bienen dann zukitten und die entnommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Analyse der Bestandteile ist bis heute noch nicht erbracht und ist auch standortabh\u00e4ngig. Au\u00dfer Harzen, Wachsen, \u00e4therischen \u00d6len, Enzymen, Mineralien, Vitaminen sind auch sekund\u00e4re Pflanzenstoffe wie Flavonoide vorhanden, die sehr gut antientz\u00fcndlich wirken, und viele andere mehr.<\/p>\n<p><strong>Hier einige Anwendungsbeispiele:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bei Erk\u00e4ltungskrankheiten:<\/strong><br \/>\nUntersuchungen der Universit\u00e4t Sarajevo haben ergeben, dass Personen, die Propolis zur Vorbeugung gegen die echte Grippe eingenommen hatten, zu 50% seltener erkrankten als die Vergleichsgruppe. Aber auch zur Behandlung grippaler Infekte eignet es sich bestens. Bei Kratzen im Hals und Schluckbeschwerden k\u00f6nnen entsprechende Pastillen die entz\u00fcndeten Schleimh\u00e4ute beruhigen und wieder in ihrer Schutzfunktion st\u00e4rken. Sollten Propolistropfen eingenommen werden, geht man von einer Dosis von 1 Tropfen je kg K\u00f6rpergewicht aus, verteilt auf 3-4 Gaben pro Tag, gut auf Brot oder Honig. Immer erst mit 2-3 Tropfen anfangen, um die Vertr\u00e4glichkeit (seltene allergische Reaktionen) zu testen.<\/p>\n<p><strong>Bei Wunden:<\/strong><br \/>\nPropolis-Salben werden schon seit langer Zeit zur Behandlung von Wunden, Quetschungen, Akne, Hautverletzungen, Verbrennungen und Geschw\u00fcren eingesetzt. Die enthaltenen Flavonoide unterst\u00fctzen das k\u00f6rpereigene Kollagen bei seiner Arbeit, n\u00e4mlich die verletzten Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nde zu verkleben und zu kr\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong>Mund- und Zahnpflege:<\/strong><br \/>\nAuch hier gibt es eine lange Tradition. Fr\u00fcher wurde das Kittharz einfach gekaut, um die Z\u00e4hne zu pflegen, heute ist eine Zahnpasta mit einer Kombination aus Propolis, Salbei und Kamille hilfreich, die einen Schutz gegen Paradontose, Zahnfleischbluten und Entz\u00fcndungen bietet. Bei Aphthen im Mund empfiehlt sich eine Mischung von Propolis mit Salbei und Myrrhe. Schleimhautr\u00f6tungen und &#8211; reizungen werden minimiert.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6rperpflege:<\/strong><br \/>\nPropolis f\u00f6rdert die naturliche Regeneration der Hautzellen und kann so trockene, rissige, gereizte Haut bruhigen und pflegen. Auch ein Versuch bei Neurodermitis ist denkbar. Sch\u00fcrfwunden heilen schneller ab. Bei Pickeln einige Tropfen Propolistinktur auf einen Wattebausch geben und die entz\u00fcndeten Regionen mehrmals t\u00e4glich betupfen.<\/p>\n<p><strong>Allergien:<\/strong><br \/>\nAn der Pariser Sorbonne gab es eine Studie mit Patienten, die an schwerem Heuschnupfen litten und die mit Propoliskapseln behandelt wurden. Sie hatten bereits nach einer Woche deutlich weniger Beschwerden, da die im Propolis enthaltenen Flavonoide die Mastzellen sch\u00fctzen, die f\u00fcr die Histaminaussch\u00fcttung und damit f\u00fcr die allergische Reaktion verantwortlich sind.<\/p>\n<h3>Gelee Royale<\/h3>\n<p>Wird auch K\u00f6niginnenfuttersaft oder Weiselfuttersaft genannt. Die Substanz wird in bestimmten Dr\u00fcsen von Arbeiterbienen gebildet und dient zum F\u00fcttern der Bienenbrut, aber nur bis zum 3. Tag. Eine Ausnahme bilden die Maden, aus denen eine K\u00f6nigin entstehen soll. Diese werden bis zum Lebensende ausschlie\u00dflich mit Gelee Royale weitergef\u00fcttert.<\/p>\n<p>Was macht Gelee Royale so wertvoll? Neben 70% Wasser sind Proteine (alle Aminos\u00e4uren), reichlich Trauben- und Fruchtzucker, spezielle Fetts\u00e4uren, gro\u00dfe Mengen an B-Vitaminen und etliche andere Stoffe enthalten.<\/p>\n<p>Gewinnen kann der Imker Gelee Royale mit Hilfe sog. Weichseln\u00e4pfchen, die in k\u00fcnstlicher Form in das Pflegevolk eingeh\u00e4ngt werden, die K\u00f6niginnenzucht imitieren und aus denen der Futtersaft entnommen werden kann &#8211; maximal 500 g pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>Anwendungsbereiche:<\/strong><br \/>\nGelee Royale wird empfohlen bei Abspannung, Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nden, zur Steigerung der Widerstandskraft, Appetitlosigkeit, Stimmungsschwankungen, Stress, nach \u00fcberstandenen Krankheiten, Konzentrationsschw\u00e4che, zur St\u00e4rkung im Leistungssport und bei Wechseljahrsbeschwerden.<\/p>\n<h3>Bl\u00fctenpollen<\/h3>\n<p>Pollen, lateinisch f\u00fcr \u201eStaubmehl\u201c, nennt man die m\u00e4nnlichen Keimzellen der Bl\u00fctenpflanzen, die durch Wind oder Insekten, haupts\u00e4chlich von den Bienen \u00fcbertragen werden und die Bl\u00fcten befruchten. Au\u00dferdem dienen die Bl\u00fctenpollen den Bienen als wichtigstes Nahrungsmittel. Sie befliegen die Bl\u00fcten und heften sich hierbei viele tausend kleinste Pollenk\u00f6rnchen an ihre Hinterbeine und tragen sie zu ihrem Stock als Hauptnahrung zur Aufzucht ihrer Brut. Wenn f\u00fcr den menschlichen Verzehr Pollen gewonnen werden sollen, wird eine spezielle Vorrichtung am Einflugloch angebracht, die sie von den Bienenbeinen abstreift. Bl\u00fctenpollen enthalten pflanzliches Eiwei\u00df, Inhibine (hemmen das Bakterienwachstum), Kohlenhydrate, Fette, Mineralien, Spurenelemente, diverse Vitamine, Enzyme und vieles mehr, das unseren Organismus st\u00e4rken kann.<\/p>\n<p><strong>Anwendungsbereiche:<\/strong><br \/>\nBl\u00fctenpollen k\u00f6nnen die Darmt\u00e4tigkeit normalisieren und regulieren, sie wirken unterst\u00fctzend bei Prostataleiden, st\u00e4rken die feinen Blutgef\u00e4\u00dfe von Gehirn und Herz, bei \u00e4lteren oder genesenden Personen wird das Allgemeinbefinden verbessert &#8211; die Kr\u00e4fte werden gest\u00e4rkt und der Appetit verbessert, die Sehkraft wird positiv beeinflu\u00dft und Kreislauf sowie Stoffwechsel werden angeregt.<\/p>\n<p>Ihre Apothekerin Simone Wagner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass Bienen nicht nur den wertvollen Honig liefern, sondern auch andere Produkte wie Propolis, Gelee Royale oder Bl\u00fctenpollen, ist Ihnen ja sicher bekannt. 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