{"id":727,"date":"2012-04-30T13:06:52","date_gmt":"2012-04-30T11:06:52","guid":{"rendered":""},"modified":"2024-03-11T11:50:51","modified_gmt":"2024-03-11T10:50:51","slug":"betreutes-wohnen-oder-die-frage-was-tun-im-alter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2012\/04\/betreutes-wohnen-oder-die-frage-was-tun-im-alter\/","title":{"rendered":"\u201eBetreutes Wohnen\u201c oder die Frage, was tun im Alter?"},"content":{"rendered":"<h2>Von Unabh\u00e4ngigkeit, sozialen Kontakten und Sicherheit<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #800000;\"><em><strong>F\u00fcssen.<\/strong><\/em>\u00a0\u00a0 Viele Menschen machen sich ab einem bestimmten Alter Gedanken, wie sie im Alter bestens versorgt werden k\u00f6nnen ohne jemandem zur Last zu fallen. Oft wohnen die Kinder an einem anderen Ort, sind ganzt\u00e4gig berufst\u00e4tig oder haben nicht die M\u00f6glichkeit, sich um die Eltern zu k\u00fcmmern. Man m\u00f6chte doch seine Unabh\u00e4ngigkeit behalten und dennoch gut umsorgt werden, wenn es n\u00f6tig ist. <\/span><\/p>\n<p>Das Betreute Wohnen ist eine moderne Art des Seniorenwohnens, das immer mehr in den Fokus r\u00fcckt. Seit 1997 gibt es das Betreute Wohnen auch in F\u00fcssen, welches von der Katholisch-Evangelischen Sozialstation angeboten wird. Ein Vorzeigeobjekt, das nicht nur Bewohner aus der Region in Anspruch nehmen sondern auch Mieter und Eigent\u00fcmer aus dem gesamten Bundesgebiet nach F\u00fcssen kommen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngigkeit, soziale Kontakte und Sicherheit im Fall der Pflege \u2013 das sind die S\u00e4ulen, die das Betreute Wohnen der Katholisch- Evangelischen Sozialstation in F\u00fcssen ausmachen. Eine Vielzahl an Freizeitangeboten ist fester Bestandteil des Konzepts. Ob Gymnastik, Kaffee-nachmittage oder Singen im Chor, die Bewohner haben die M\u00f6glichkeit, sich an den Freizeitaktivit\u00e4ten zu beteiligen und somit auch soziale Kontakte zu kn\u00fcpfen.\u00a0 Im Betreuten Wohnen zu leben bedeutet nicht, st\u00e4ndig bedient zu werden. Vielmehr wird man dazu angeleitet, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen\u00a0 oder sein Leben selbst zu gestalten. Betreutes Wohnen ist kein Altenheim und kann dieses auch nicht ersetzen. \u201eWir sind wie eine gro\u00dfe Familie. Mittendrin ist die Sozialstation, die Hilfe (Ambulante Pflege, Hauswirtschaft, Beratung, etc.) anbietet, wenn es n\u00f6tig ist und das ist f\u00fcr die Bewohner ein beruhigendes Gef\u00fchl\u201c, erkl\u00e4rt Andrea Mahler von der Sozialstation. Das betreute Wohnen ist in F\u00fcssen als Seniorenresidenz konzipiert, in Notf\u00e4llen werden aber auch \u201ej\u00fcngere Hilfebed\u00fcrftige\u201c aufgenommen, die in F\u00fcssen keine behindertengerechte Wohnung finden. Jede Wohnung ist barrierefrei und behindertengerecht konzipiert und mit einem Notruf ausgestattet.<\/p>\n<p><strong>Erika Behrens (90 Jahre)<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIch lebe seit 22 Jahren in F\u00fcssen.<br \/>\nVor vier Jahren sind wir in das Betreute Wohnen gezogen. Mein Lebensgef\u00e4hrte und ich werden sehr gut umsorgt und ich muss Ihnen sagen, es ist eine Freiheit, die ich noch genie\u00dfen m\u00f6chte und das ist f\u00fcr mich Luxus. Ich habe die M\u00f6glichkeit meinen Tag selbst zu gestalten, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu m\u00fcssen, dass mein Lebensgef\u00e4hrte, den ich leider nicht mehr alleine umsorgen kann, nicht gut betreut wird. Hier bin ich nicht einsam, ich habe immer einen Ansprechpartner und es wird immer etwas geboten. Ich kann leicht in die Stadt laufen oder einen kleinen Spaziergang unternehmen. Bis vor zwei Jahren bin ich noch wandern gegangen. Fr\u00fcher war ich Schauspielerin in Dresden. Das letzte Theaterst\u00fcck, das ich spielte, war \u201eDrei Mann auf einem Pferd\u201c, bevor ich dann meine Zwillinge bekam. W\u00e4hrend meiner Schauspielzeit musste ich regelm\u00e4\u00dfig Atem\u00fcbungen machen.<br \/>\nBei unserer Chorleiterin Sabrina Tiedke machen wir das auch. Sie ist sehr professionell und das Singen im Chor macht mir viel Spa\u00df.\u201c<\/p>\n<p><strong>Chorleiterin Sabrina Tiedke<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIch bin Diplom Musikp\u00e4dagogin f\u00fcr Gesang und elementare Musikp\u00e4dagogik. Seit letztem Oktober haben wir einen Seniorenchor. Singen soll Spa\u00df machen und ich glaube, das gef\u00e4llt unseren Chormitgliedern sehr. Am Anfang singen wir uns ein. Wir singen erst ganz hoch und dann ganz tief und danach machen wir unsere Atem\u00fcbungen. Manche haben bereits in guten Ch\u00f6ren gesungen. Singen macht einfach gl\u00fccklich und ein Chor ist auch eine Gemeinschaft. Sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn wir einige M\u00e4nnerstimmen h\u00e4tten. Wir proben einmal in der Woche\u00a0 und zwar jeden Donnerstag von 9.30 bis 11 Uhr im Treff 16.\u201c<\/p>\n<p>\bText \u00b7 Bilder: Sabina Riegger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Unabh\u00e4ngigkeit, sozialen Kontakten und Sicherheit F\u00fcssen.\u00a0\u00a0 Viele Menschen machen sich ab einem bestimmten Alter Gedanken, wie sie im Alter bestens versorgt werden k\u00f6nnen ohne jemandem zur Last zu fallen. Oft wohnen die Kinder an einem anderen Ort, sind ganzt\u00e4gig berufst\u00e4tig oder haben nicht die M\u00f6glichkeit, sich um die Eltern zu k\u00fcmmern. 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