{"id":581,"date":"2011-07-28T15:10:10","date_gmt":"2011-07-28T13:10:10","guid":{"rendered":""},"modified":"2024-03-11T11:50:12","modified_gmt":"2024-03-11T10:50:12","slug":"chefaerzte-dr-hinterseer-und-dr-ladner-grenzueberschreitende-vernetzung-der-rettungsdienste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2011\/07\/chefaerzte-dr-hinterseer-und-dr-ladner-grenzueberschreitende-vernetzung-der-rettungsdienste\/","title":{"rendered":"Chef\u00e4rzte Dr. Hinterseer und Dr. Ladner"},"content":{"rendered":"<h2>Grenz\u00fcberschreitende Vernetzung der Rettungsdienste<\/h2>\n<h3>Herzzentrum f\u00fcr die Menschen in der Region im Aufbau<\/h3>\n<p align=\"justify\"><font color=\"#800000\"><em><strong>F\u00fcssen\/Reutte.<\/strong><\/em>\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr ihr Herzzentrum F\u00fcssen-Au\u00dferfern schlagen Anfang August zwei Chef\u00e4rzte ein neues Kapitel mit guten Nachrichten auf. F\u00fcssen aktuell sprach mit Primar Dr. Eugen Ladner, dem \u00c4rztlichen Direktor am Bezirkskrankenhaus Reutte, und mit Dr. Martin Hinterseer, seinem F\u00fcssener Kollegen, \u00fcber das gemeinsame Projekt. Im Au\u00dferfern und Ostallg\u00e4u wird z\u00fcgig ein modernes Versorgungsnetz f\u00fcr akute Herzerkrankungen aufgebaut. Die Fragen an die \u201eMotoren\u201c des von beiden Seiten getragenen Herzzentrums stellte in einer freundlichen kollegialen Atmosph\u00e4re in Reutte Werner Hacker. Gr\u00f6\u00dfter Vorteil des Herzzentrums: Das Team steht 365 Tage jeweils 24 Stunden den Patienten und ihren Angeh\u00f6rigen zur Verf\u00fcgung.<\/font><\/p>\n<p><strong>Was will und kann das von Ihnen beiden ins Leben gerufene Herzzentrum F\u00fcssen- Au\u00dferfern? Wie sieht das Zeitfenster aus?<\/strong> <em>Dr. Ladner:<\/em> F\u00fcr jeden Menschen, der in seiner Wohnung oder auch unterwegs einen Herzinfarkt erleidet, soll schnelle Versorgung geboten werden. Wenn wir zeitnah therapeutisch helfen k\u00f6nnen, k\u00f6nnen wir Leben retten oder Lebensqualit\u00e4t verbessern. Deshalb wird unser Herzzentrum schnell seine Arbeit aufnehmen. Wir gehen von Anfang 2012 aus. Die Zeit dr\u00e4ngt, denn bei uns dauert der Krankentransport bodengebunden \u00fcber zwei P\u00e4sse viel zu lange. Es kommt zum Beispiel witterungsbedingt und tageszeitabh\u00e4ngig immer wieder zu Transportverz\u00f6gerungen. F\u00fcssen aber liegt direkt vor der T\u00fcr.<br \/><em>Dr. Hinterseer:<\/em> Wir haben es zwar nicht ganz so weit ins n\u00e4chste Herzzentrum wie die Kollegen im Au\u00dferfern, die ihre Akut-Patienten nach Innsbruck bringen m\u00fcssen. Aber auch bei unseren Patienten aus dem s\u00fcdlichen Ostallg\u00e4u m\u00fcssen derzeit noch l\u00e4ngere Transportzeiten akzeptiert werden. Und das Problem ist, beim Herzinfarkt z\u00e4hlt jede Minute, jede Verz\u00f6gerung bedeutet Verlust an Lebenserwartung. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Wie wird Zeit gewonnen?<\/strong> <em>Dr. Hinterseer:<\/em> Durch das Tele-EKG-System auf den Rettungsw\u00e4gen kann der Notarzt die Daten und das EKG direkt an die Klinik \u00fcbermitteln. Dadurch kann Zeit gewonnen werden. Die Diagnose wird am Einsatzort gestellt und der Patient kommt also direkt in den Herzkatheter. Wir arbeiten an der Aufkl\u00e4rung der Patienten und an der besseren Vernetzung der Rettungsdienste in Tirol und im Ostallg\u00e4u. Aber wir m\u00fcssen an allen Schrauben drehen, um die optimale Versorgung zu gew\u00e4hrleisten. Ein wichtiger Pfeiler der Versorgungskette ist das neue Herzzentrum F\u00fcssen-Au\u00dferfern. Deshalb liegt uns sehr am Herzen, dass der Umbau im Krankenhaus m\u00f6glichst schnell \u00fcber die B\u00fchne gebracht wird, damit wir hier das Katheterlabor im Januar er\u00f6ffnen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><strong>Was kostet das Projekt und wer kommt f\u00fcr die Kosten auf?<\/strong> <em>Dr. Hinterseer:<\/em> So ein Projekt l\u00e4sst sich nur gemeinsam stemmen, deshalb \u00fcbernehmen die Partner aus dem Au\u00dferfern auch einen prozentualen Anteil an den Kosten, der in etwa dem erwartenden Patienten-Anteil aus dem Au\u00dferfern entspricht.\u00a0 <br \/><em>Dr. Ladner:<\/em> Hochrechnungen gehen davon aus, dass insgesamt 600 Herzkatheter im ersten Jahr des Zentrums durchgef\u00fchrt werden. Sch\u00e4tzungsweise 150 bis 200 Patienten k\u00f6nnten aus dem Au\u00dferfern in F\u00fcssen behandelt werden. <br \/><strong><br \/>Wie sieht die personelle Planung aus. Gibt es neue Arbeitspl\u00e4tze im Herzzentrum?<\/strong> <em>Dr. Hinterseer:<\/em> Wir schulen Pflegekr\u00e4fte f\u00fcr die Anforderungen im Herzzentrum. In F\u00fcssen wird eine \u00c4rztin oder ein Arzt mit Kardiologie-Spezialisierung zus\u00e4tzlich eingestellt. Dar\u00fcber hinaus ist geplant, dass Reutte eine Arztstelle f\u00fcr einen interventionellen Kardiologen bekommt. Gemeinsam stellen wir f\u00fcr die Patienten unser Herzspezialisten-Team zusammen. Zus\u00e4tzlich werden an beiden Kliniken Brustschmerzambulanzen eingerichtet, wo sich Patienten mit Herzschmerzen rund um die Uhr vorstellen k\u00f6nnen.\u00a0 <br \/><strong><br \/>Der Projektanfang liegt erst zwei Jahre zur\u00fcck. K\u00f6nnen die Eckpunkte dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kooperation daher \u00fcberhaupt schon feststehen?<\/strong> <em>Dr. Ladner:<\/em> Ja, und wir sind schon recht weit in unseren Bem\u00fchungen. Es geht vor allem um juristische Details im Vertrag, beziehungsweise um Finanzierungsfragen mit den zust\u00e4ndigen Stellen der Sozialversicherung und des Landes Tirol. F\u00fcr uns hat es jetzt Priorit\u00e4t, die Menschen in Tirol und im Ostallg\u00e4u \u00fcber die gewaltigen Vorteile zu informieren, die ein solches Zentrum mit sich bringt. <\/p>\n<p><strong>Man k\u00f6nnte jetzt denken: Das ist eine Einbahnstra\u00dfe von Tirol nach F\u00fcssen. Oder?<\/strong> <em>Dr. Hinterseer:<\/em> Die Menschen in unserer Grenzregion ziehen daraus einen gro\u00dfen Nutzen. Die stabilisierten Au\u00dferferner Patienten kommen an ihr Heimat- Krankenhaus zur\u00fcck, wo sie exzellent versorgt werden. <\/p>\n<p><strong>Woran ist noch gedacht? <\/strong><em>Dr. Hinterseer:<\/em> Die hoch angesehene Kinderheilkunde in Reutte k\u00f6nnte der n\u00e4chste Partner sein, als Familienzentrum Au\u00dferfern-F\u00fcssen, obwohl die Babys nat\u00fcrlich weiterhin in F\u00fcssen in unserer Geburtshilfe zur Welt kommen sollten. <\/p>\n<p><strong>Was kann das Herzzentrum leisten?<\/strong> <em>Dr. Ladner:<\/em>\u00a0 Das Labor erf\u00fcllt Aufgaben auf universit\u00e4rem Niveau zum Beispiel bei Herzinfarkten, Herzklappenerkrankungen und Herzkreislauferkrankungen. Unseren Patienten wird mit diesem Herzzentrum t\u00e4glich \u00fcber 24 Stunden und 365 Tage im Jahr die schnellstm\u00f6gliche Therapie eines Gef\u00e4\u00dfverschlusses garantiert. In der Reha arbeiten wir \u00fcbrigens schon sehr gut mit der Fachklinik Enzensberg in Hopfen am See zusammen. Das macht uns sicher, dass auch die Kooperation bei den Akut-Herzerkrankungen mit F\u00fcssen ein gro\u00dfer Erfolg wird. Durch unsere Qualit\u00e4t der Patientenbetreuung werden wir bei den Menschen n\u00f6tiges Vertrauen aufbauen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text \u00b7 Bild: Werner Hacker<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grenz\u00fcberschreitende Vernetzung der Rettungsdienste Herzzentrum f\u00fcr die Menschen in der Region im Aufbau F\u00fcssen\/Reutte.\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00fcr ihr Herzzentrum F\u00fcssen-Au\u00dferfern schlagen Anfang August zwei Chef\u00e4rzte ein neues Kapitel mit guten Nachrichten auf. 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