{"id":5540,"date":"2013-11-01T13:56:39","date_gmt":"2013-11-01T12:56:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=5540"},"modified":"2013-11-11T15:10:28","modified_gmt":"2013-11-11T14:10:28","slug":"aus-liebe-zum-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2013\/11\/aus-liebe-zum-menschen\/","title":{"rendered":"Eine Koryph\u00e4e mit Herz"},"content":{"rendered":"<h4><b>Prof. Dr. med. Dr. phil. Fuat S. Oduncu, MA, EMB, MBA<br \/>\nLeiter der H\u00e4matologie und Onkologie (Krebsabteilung), Medizinische Klinik und Polioklinik IV am Klinikum der Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/b><\/h4>\n<p>Seine bisherige Biographie liest sich bereits jetzt schon so spannend wie die einer ber\u00fchmten Legende, mit dem gro\u00dfen Unterschied, dass es sich hierbei um die Vita eines 43 j\u00e4hrigen F\u00fcsseners handelt, der ganz sicher noch einen gro\u00dfen Weg mit zahlreichen Visionen und Tr\u00e4umen vor sich hat, die er verwirklichen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Als Fuat 1974 im Alter von 4 Jahren aus Midyat in der T\u00fcrkei mit seinen Eltern Hanna und Sitto Oduncu nach F\u00fcssen kam, dachte keiner im Entferntesten daran, welche Karrierelaufbahn ihm sp\u00e4ter einmal noch bevor stehen w\u00fcrde.<br \/>\nSein Vater war einer der Pionier-Migranten, die vor mehr als 50 Jahren den Mut hatten, in einem neuen Land ohne finanzielle Mittel und keinerlei Sprachkenntnisse einen Neuanfang zu wagen, um seiner Familie einmal ein besseres Leben zu erm\u00f6glichen. Als Ern\u00e4hrer von sechs Kindern war das kein leichtes Unterfangen und erforderte sehr viel Disziplin und harte Arbeit, um den t\u00e4glichen Bed\u00fcrfnissen seiner Gro\u00dffamilie in der neuen Wahlheimat gerecht zu werden. Dazu geh\u00f6rte auch der Wunsch und Weitblick, den Kindern eine gute Schulausbildung zukommen zu lassen, damit sie es sp\u00e4ter einmal leichter haben sollten, als er selber.<\/p>\n<p>\u201eDaf\u00fcr bin ich ihm unendlich dankbar und er wird immer mein gr\u00f6\u00dftes Vorbild sein. Er hat mir meinen Weg geebnet und mich so viele Tugenden, Anstand und Weisheiten gelehrt, die mich mein ganzes Leben lang begleiten werden\u201c, sagt er mir voller Hochachtung \u00fcber seinen mittlerweile verstorbenen Vater Hanna Oduncu.<\/p>\n<p>Den Wunsch einer guten Schulausbildung setzte Fuat mit Bravour um und schloss sein Abitur am Gymnasium F\u00fcssen mit 1,0 ab. Mit seinem damaligen Lieblingslehrer Anton Sch\u00fc\u00dfler hat er sp\u00e4ter eine Freundschaft f\u00fcrs Leben geschlossen. F\u00fcr Fuat war die Schule keine l\u00e4stige Notwendigkeit, das Lernen fiel ihm einfach leicht und vom Streber war er weit entfernt. Das h\u00e4tte auch \u00fcberhaupt nicht zu ihm gepasst, wo er doch am liebsten auf dem Fu\u00dfballplatz zu Hause war und sich obendrein zum \u201eAllg\u00e4uer Breakdance Meister\u201c getanzt hatte.<\/p>\n<p>Seiner Berufung folgend, Menschen helfen zu wollen, war es f\u00fcr Fuat nat\u00fcrlich naheliegend, Medizin zu studieren, das ihm aber allein nicht gen\u00fcgte und er auch noch parallel ein Philosophiestudium abschloss, um die Menschen, aber auch das eigene Dasein, ganzheitlicher betrachten zu k\u00f6nnen.<br \/>\nMit einem unerm\u00fcdlichem Einsatz und Engagement absolvierte er zahlreiche Fort- und Weiterbildungen, die ihm unz\u00e4hlige Auszeichnungen h\u00f6chster G\u00fcte bescherten.<\/p>\n<p>2007 wurde Dr. med. Fuat Oduncu zum Leiter der H\u00e4matologie und Onkologie ernannt. Seine zwei Fachbereiche geh\u00f6ren zu den \u201eH\u00e4rtesten\u201c der Medizin und das t\u00e4gliche \u00dcbermitteln von Hiobsbotschaften ist zum festen Bestandteil seines Alltags geworden. Eine \u00e4u\u00dferst schwierige Aufgabe, die gerade bei diesen schwerstkranken Patienten sehr viel Fingerspitzengef\u00fchl und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen abverlangt und h\u00e4ufig mit Schmerzen und Tr\u00e4nen verbunden ist. Jedem einzelnen Patienten schenkt er in diesem Moment seine volle Aufmerksamkeit und ist einfach nur da f\u00fcr ihn, die Situation der Sprachlosigkeit auszuhalten und eine sanfte Ber\u00fchrung sind oftmals viel mehr Wert als tausend Worte.<br \/>\n\u201eIch kann leider nicht alle Menschen heilen, aber ich kann dazu beitragen, ihnen die verbleibende Zeit so angenehm und ertr\u00e4glich wie m\u00f6glich zu gestalten\u201c, sagt er voller Mitgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Dieses unermessliche Mitgef\u00fchl des Professors und sein Wunsch, zur Gesundheit der Menschen m\u00f6glichst viel beizutragen, sind auch ein Hauptbestandteil seiner Motivation, in der Forschung im Kampf gegen den Krebs etwas zu ver\u00e4ndern. 2011 erhielt Dr. Oduncu den hochdotierten und prestigetr\u00e4chtigen m4-Award f\u00fcr personalisierte Krebsmedizin, ein Meilenstein in der Entwicklung innovativer Krebstherapie. Sein gr\u00f6\u00dfter Traum im Forschungsbereich w\u00e4re der Durchbruch, neue hochwirksame und gut vertr\u00e4gliche Medikamente zu entwickeln, um f\u00fcr jeden einzelnen Krebspatienten anstelle der unspezifischen Chemotherapie eine ma\u00dfgeschneiderte personalisierte und individualisierte Behandlung zukommen zu lassen.\u00a0 Als k\u00fcrzlich im Sommer 2013 ernannter Professor der LMU M\u00fcnchen werden ihm ganz sicher noch sehr viele weitere positive Forschungsprojekte gelingen.<\/p>\n<p>Zielstrebig und doch mit einer bewundernswerten Leichtigkeit schafft es Prof. Dr. Dr. Oduncu, die perfekte Balance zwischen Beruf und Familie herzustellen. Die wenigsten Ereignisse in seinem Leben waren wirklich geplant, ein Baustein erg\u00e4nzt immer den n\u00e4chsten und er\u00f6ffnet ihm stetig neue T\u00fcren. Diese Gelassenheit dem Leben gegen\u00fcber ist in allen Bereichen deutlich sp\u00fcrbar. Seinem gr\u00f6\u00dften Anspruch an sich selber, bei all seinem Handeln stets charakterlich integer zu sein, wird er weit \u00fcber unsere Grenzen hinaus, mehr als gerecht. Nicht nur seine eigenen Patienten liegen ihm am Herzen, auch das Wohlergehen hilfsbed\u00fcrftiger Menschen anderer L\u00e4nder ist f\u00fcr Dr. Fuat Oduncu eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, die er tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt. Was es hei\u00dft, in Demut und Dankbarkeit zu Leben, hat er von Mutter Theresa pers\u00f6nlich gelernt, wo er das gro\u00dfe Gl\u00fcck hatte, bei ihr in Kalkutta hospitieren zu d\u00fcrfen. Seit diesem Augenblick bem\u00fcht sich der sprachtalentierte Professor, der neun Sprachen beherrscht, um Hilfsprojekte in Entwicklungsl\u00e4ndern auf der ganzen Welt, vorwiegend nat\u00fcrlich f\u00fcr die Menschen in Kalkutta, zu denen er seit seiner Begegnung mit Mutter Theresa einen besonderen Bezug hat. Als Stiftungsratsmitglied des Christlich-humanistischen Hilfswerks freut er sich \u00fcber jede Spende, da diese Gelder ganz sicher direkt den \u00c4rmsten der Armen vor Ort zu Gute kommen, etwa f\u00fcr den Bau von Schulen und Heimen f\u00fcr Kinder und Menschen ohne Obdach und ohne jede Chance auf Bildung.<\/p>\n<p>Sein Leben widmet er der N\u00e4chstenliebe, vollkommen authentisch und respektvoll Anderer gegen\u00fcber, was f\u00fcr ihn mit Migrationshintergrund trotz seiner Position manchmal immer noch eine Herausforderung darstellte, es auch umzusetzen. Leider wird der Grundgedanke des \u201eMiteinander helfen\u201c zwischen den verschiedenen Kulturen bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht so gelebt, wie es sich auch der Arzt w\u00fcnschen w\u00fcrde. Aber er h\u00e4lt an seinem Lebensmotto unbeirrbar fest: \u201eEs ist besser das kleinste Licht anzuz\u00fcnden, als \u00fcber die gro\u00dfe Dunkelheit nur zu schimpfen.\u201c<\/p>\n<p>Er selber schaut gelassen dar\u00fcber hinweg und tr\u00e4gt weiterhin seinen Anteil zur positiven V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung bei. \u201eManchmal auch auf dem Oktoberfest wo zahlreiche Nationen vertreten sind\u201c, lacht er als leidenschaftlicher Wiesn\u2018 G\u00e4nger. Diese f\u00fcnfte Jahreszeit ist f\u00fcr ihn und seine 10 j\u00e4hrige Tochter Eleonora ein \u201eabsolutes Muss\u201c, traditionell in Lederhose und Dirndl gekleidet sind sie jedes Jahr dort vertreten. Der Spa\u00df darf bei all seiner Arbeit niemals zu kurz kommen, daher legt er sehr viel Wert auf ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen Beruf und Freizeit. Seine Tochter und Freunde haben einen hohen Stellenwert in seinem Leben, daher zieht es ihn auch regelm\u00e4\u00dfig nach F\u00fcssen zur\u00fcck. Er liebt seine Heimat und schaut so oft wie m\u00f6glich, dort Zeit mit seiner Familie und seinen Freunden zu verbringen, um Kraft, Mut und Zuversicht zu tanken und dann wieder gest\u00e4rkt mit voller Energie seinem Motto \u201eMenschen zu helfen\u201c gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Wenn Sie die Hilfsprojekte von Prof. Dr. Dr. Fuat Oduncu auch unterst\u00fctzen m\u00f6chten, k\u00f6nnen Sie das sehr gerne tun: <a href=\"http:\/\/www.ced-stiftung.de\">www.ced-stiftung.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Tanja Hiebsch<br \/>\nBilder: Tanja Hiebsch (1). privat (1)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. med. Dr. phil. Fuat S. 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