{"id":43168,"date":"2026-06-24T12:22:36","date_gmt":"2026-06-24T10:22:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=43168"},"modified":"2026-06-26T10:36:57","modified_gmt":"2026-06-26T08:36:57","slug":"schmerzende-muskeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2026\/06\/schmerzende-muskeln\/","title":{"rendered":"Schmerzende Muskeln"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fachjargon auch Myopathien genannt, sind diese oft wesentlich mehr als ein normaler<br>Muskelkater nach zu viel ungewohnter sportlicher Bet\u00e4tigung, die Ursachen k\u00f6nnen<br>tats\u00e4chlich sehr vielf\u00e4ltig sein. Wenn man wei\u00df, woher sie kommen, ist es relativ leicht. Ein klassischer \u201eMuskelkater\u201c vergeht nach einigen Tagen wieder, ist aber durchaus<br>unangenehm und kann richtig schmerzhaft sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier gleich mal einige Tipps am Rande: zur Vorbeugung von Muskelkater vor und nach dem Sport entweder eine Tasse Kaffee oder alternativ ein Glas mit 0,3 Liter Kirschsaft trinken. Auch prima: ein Ingwerdrink entspannt die verkrampfte Muskulatur und lindert Schmerzen. Dazu ein Teel\u00f6ffel Ingwerpulver in einen Liter kochendes Wasser einr\u00fchren und \u00fcber den Tag verteilt zu sich nehmen. Was ebenfalls sehr gut funktioniert, ist folgendes: Ein Teel\u00f6ffel Ingwerpulver mit etwas warmem Wasser zu einer Paste mischen und auf die schmerzenden Stellen aufstreichen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alternativ sind auch K\u00e4lteanwendungen sehr sinnvoll, sofern es sich um eine akute Entz\u00fcndung handelt. Die K\u00e4lte d\u00e4mpft den Stoffwechsel der Muskeln sowie die Durchblutung und hindert auf diese Weise die Nervenbahnen daran, Schmerzsignale weiterzuleiten. Ein Klassiker ist auch der Quark-Umschlag: gek\u00fchlten Quark dick auf ein feuchtes Baumwolltuch streichen. Mit der Quarkseite vorsichtig auf die schmerzende und entz\u00fcndete Stelle legen. Dann ein trockenes, etwas dickeres Baumwolltuch dar\u00fcber wickeln und das Ganze etwa eine Stunde einwirken lassen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wenn das alles nicht zutrifft? Den anderen Ausl\u00f6sern von Muskelschmerzen auf die Spur zu kommen, ist tats\u00e4chlich gar nicht so ganz einfach. Neben unerw\u00fcnschten Nebenwirkungen von Medikamenten, leider auch der sog. Statine, k\u00f6nnen durchaus auch seltene, genetisch bedingte Krankheiten, Fibromyalgie oder \u00c4hnliches dahinter stecken. Da ist Detektivarbeit gefragt und die geh\u00f6rt dann in die H\u00e4nde eines Fachmannes. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gest\u00f6rter Stoffwechsel kann eine der h\u00e4ufisten Ursachen sein. St\u00f6rungen im Kohlenhydrat-, Fett- oder Purinstoffwechsel (das hat im weitesten Sinne mit einer erh\u00f6hten Harns\u00e4ure zu tun, die sich dann in der bekannten Gicht \u00e4u\u00dfert) k\u00f6nnen schuld sein, wenn die Muskeln schmerzen. Charakteristisch sind hierf\u00fcr belastungsabh\u00e4ngige, muskelkater\u00e4hnliche Schmerzen, die \u00fcberall im K\u00f6rper vorkommen k\u00f6nnen. Beispielsweise reicht oft bereits das Zerbeissen von z\u00e4hem Fleisch aus, und die Betroffenen bekommen Muskelkater in der Kaumuskulatur. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei st\u00e4rkerer Belastung droht gar der Zerfall von Muskelfasern! Fasten kann manchmal bei bestimmten Fettstoffwechselst\u00f6rungen ebenfalls die Symptome verst\u00e4rken. Auch reichhaltige Speisen, K\u00e4lte, Stress, Schlafmangel, Infekte und Medikamente, z.B. Ibuprofen, k\u00f6nnen hier ausl\u00f6send wirken. Deshalb ist zur Vorbeugung und Behandlung dieser Beschwerden ein intakter Stoffwechsel extrem wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden, gegen die man angehen kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Zusammenhang ist eine Optimierung des S\u00e4ure-Basen-Haushaltes schon sehr hilfreich. Unnat\u00fcrliche Ern\u00e4hrungsgewohnheiten f\u00fchren gerne dazu, dass der Basenanteil in unserem K\u00f6rper st\u00e4ndig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Wei\u00dfmehlprodukten, Fleisch und Wurst \u00fcbers\u00e4uert den K\u00f6rper. Um die S\u00e4uren zu neutralisieren, werden kostbare Basen, vor allem Calcium verbraucht. Eine \u00dcbers\u00e4uerung des Organismus ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten, nicht nur von Muskelschmerzen. Denn: was nicht neutralisiert wird, landet wie eine Art \u201eSonderm\u00fcll\u201c im Bindegewebe. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir nehmen u.a. auch zu, selbst, wenn wir uns kalorienbewusst ern\u00e4hren und viel bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tja, das liebe <strong>Bindegewebe<\/strong>. Es ist deutlich mehr als nur ein Bindeglied und L\u00fcckenf\u00fcller zwischen den Organen. Es dient als N\u00e4hrstoffspeicher und eben als Zwischenlager f\u00fcr die Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen all ihre \u201eSchlacken\u201c. Damit diese unseren K\u00f6rper auch wieder verlassen k\u00f6nnen, m\u00fcssen gen\u00fcgend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben diese R\u00fcckst\u00e4nde im Gewebe und binden Wasser. Nun kommt es zu Muskelleiden, Verspannungen und Wassereinlagerungen, sprich \u00d6demen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die <strong>Verdauung<\/strong> kann eine Rolle spielen. Umweltsch\u00e4den, zu \u00fcppige Ern\u00e4hrung, Genussgifte und Medikamente k\u00f6nnen die Leber belasten. Schlie\u00dflich ist sie unser zentrales Stoffwechselorgan. Aber Magen, Bauchspeicheldr\u00fcse und Darm leiden ebenfalls mit. Also ger\u00e4t gleich einiges ins Stocken. Muskelentz\u00fcndungen, Verstopfung, Bl\u00e4hungen und Magenprobleme k\u00f6nnen die Folgen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>Wasserhaushalt<\/strong>: Viele von uns trinken zu wenig, ich will mich da gar nicht so ganz ausschlie\u00dfen. Trinken ist aber so wichtig! Jeden Tag schwemmt unser K\u00f6rper S\u00e4uren und Schlacken heraus und zwar ausgefiltert als Harn durch die Nieren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Teil landet davon, wie wir schon geh\u00f6rt haben, im Bindegewebe, weil f\u00fcr den Abtransport die Mineralsalze fehlen. Muskelschmerzen und Verspannungen sind nun wieder die Folge. Also: trinken. trinken, trinken\u2026 Gerade im Sommer doppelt wichtig, da man oft vermehrt schwitzt. Ich wei\u00df, dass auch besonders bei \u00e4lteren Menschen gerne das Durstgef\u00fchl fehlt, da hilft eigentlich nur eines: die t\u00e4gliche Tagesration herrichten, Minimum ca. zwei Liter, w\u00fcrde ich sagen und immer wieder einen kr\u00e4ftigen Schluck nehmen. Ihr Wohlbefinden wird deutlich verbessert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>Eiwei\u00dfverdauung<\/strong>: Eiwei\u00df ist ganz wichtig f\u00fcr die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Allerdings entsteht bei der Spaltung Ammoniak, ein relativ starkes Zellgift. Aber hier gibt es eine L\u00f6sung. Die Leber wandelt ihn in ungiftigen Harnstoff um, der nun wieder mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine zu hohe Zufuhr von Eiwei\u00df bedeutet Schwerstarbeit f\u00fcr Leber und Nieren, was wiederum zu Muskelschmerzen f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>Fettverdauung<\/strong>: Klar brauchen wir Fette, denn sie liefern essentielle Fetts\u00e4uren. Fett ist au\u00dferdem der beste Energiespeicher f\u00fcr Notzeiten. Der K\u00f6rper bunkert das an den Oberschenkeln und H\u00fcften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er leider auch gerne u.a. Giftstoffe ab, die sp\u00e4ter freigesetzt werden. Anzeichen hierf\u00fcr sind Muskelbeschwerden, depressive Verstimmungen, Krankheitsanf\u00e4lligkeit und Kopfschmerzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>Kohlenhydratverdauung<\/strong>: Im Prinzip sind Kohlenhydrate eigentlich Energie pur. Im \u00dcberfluss sind sie nat\u00fcrlich f\u00fcr ein nicht gew\u00fcnschtes \u00dcbergewicht verantwortlich. Hierf\u00fcr sind besonders S\u00fc\u00dfigkeiten und Wei\u00dfmehlprodukte mit verantwortlich. Und durch die daraus entstehende erh\u00f6hte Insulinaussch\u00fcttung bekommt man schneller wieder Hunger. Schon interessant, wie die Systeme in unserem K\u00f6rper miteinander verbunden sind. Neben einer gesunden Ern\u00e4hrung, einem S\u00e4ure-Basen-Ausgleich hier evtl. mit Pulvermischungen, Tees oder B\u00e4dern, sind selbstverst\u00e4ndlich die Optionen m\u00f6glich, die ich Ihnen bei einem normalen Muskelkater bereits vorgestellt habe. Ob W\u00e4rme oder K\u00e4lte gut tut, ist oft sehr unterschiedlich. Das entscheidet man am besten selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was gibt es noch?<\/strong> Eine Einreibung der schmerzenden Stellen mit einer Mischung aus je zehn Milliliter Pfefferminz-, Melissen-, Lavendel- Eukalyptus- und Kiefernnadel\u00f6l wirkt sehr lindernd. \u00c4hnliches gibt es, Gott sei Dank, schon in Form von Fertigpr\u00e4paraten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem Bereich der Sch\u00fcssler-Salze sind u.a. Nr.1, Calcium fluoratum als generelles Basismittel, sowie Nr.12, Silicea, das wie eine Drainage f\u00fcr das Bindegewebe wirkt, bekannt. Bei chronischen Muskelbeschwerden empfiehlt sich ein Cocktail von Nr.1, Calcium fluoratum, Nr.2, Calcium phosphoricum und Nr.8, Natrium chloratum. zwei Monate lang im t\u00e4glichen Wechsel je viermal zwei Tabletten im Mund zergehen lassen. Bei akuten Muskelschmerzen hilft eine Salbe der Nr.3, Ferrum phosphoricum als Einreibung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Pflanzenheilkunde kommt auf jeden Fall der L\u00f6wenzahn in Frage, der dient zur Ents\u00e4uerung des K\u00f6rpers sowie zur Kr\u00e4ftigung und Reinigung der Leber und der Galleng\u00e4nge. Wie Sie ihn gerne zu sich nehmen, bleibt Ihnen \u00fcberlassen: ob als Tee, im Fr\u00fchjahr mit den frischen Bl\u00e4ttern im Salat oder als fertigen Presssaft, es ist alles gut. L\u00f6wenzahn geh\u00f6rt zu den besten Entgiftungsmitteln der Natur, auch im Zusammenhang mit Blutfetten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mittel aus der Hom\u00f6opathie sind hier sehr, sehr vielf\u00e4ltig, es ist gar nicht so leicht, das Richtige zu finden. Da z\u00e4hlt das individuelle Beschwerdebild. Was passiert, wenn versehentlich das falsche Mittel gew\u00e4hlt wurde? Nichts, so wie sich ein Schl\u00fcssel nicht umdrehen l\u00e4sst, wenn er im falschen Schloss ist, dann passt es eben nicht und der K\u00f6rper zeigt keine Reaktion. Also probieren.<br>Muskelschmerzen sind kein Schicksal, sondern durchaus behandelbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihre Apothekerin<br>Simone Wagner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Fachjargon auch Myopathien genannt, sind diese oft wesentlich mehr als ein normalerMuskelkater nach zu viel ungewohnter sportlicher Bet\u00e4tigung, die Ursachen k\u00f6nnentats\u00e4chlich sehr vielf\u00e4ltig sein. Wenn man wei\u00df, woher sie kommen, ist es relativ leicht. Ein klassischer \u201eMuskelkater\u201c vergeht nach einigen Tagen wieder, ist aber durchausunangenehm und kann richtig schmerzhaft sein. 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