{"id":38148,"date":"2025-02-02T23:36:03","date_gmt":"2025-02-02T22:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=38148"},"modified":"2025-02-02T23:36:10","modified_gmt":"2025-02-02T22:36:10","slug":"renommierte-anlaufstelle-bei-chronischen-schmerzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2025\/02\/renommierte-anlaufstelle-bei-chronischen-schmerzen\/","title":{"rendered":"Renommierte Anlaufstelle\u00a0bei chronischen Schmerzen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Interdisziplin\u00e4res Schmerzzentrum der\u00a0 m&amp;i-Fachklinik Enzensberg feiert 25-j\u00e4hriges Bestehen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Heuer feiert das Interdisziplin\u00e4re Schmerzzentrum an der m&amp;i-Fachklinik Enzensberg sein 25-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Das Schmerzzentrum hat sich zu einer bundesweit renommierten Anlaufstelle f\u00fcr die Behandlung s\u00e4mtlicher chronischer Schmerzerkrankungen entwickelt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chronische Schmerzen sind nach wie vor ein ernst zu nehmendes Problem in unserer Gesellschaft: Die deutsche Schmerzgesellschaft geht aktuell davon aus, dass etwa 17 Prozent der Bev\u00f6lkerung in Deutschland und damit etwa 12 Millionen Menschen an langanhaltenden, chronischen Schmerzen leiden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEine erfolgreiche Schmerztherapie vermittelt den Betroffenen wirksame Methoden, um selbst besser mit ihren Schmerzen umzugehen. Damit verstehen wir eine durchdachte, multimodale Schmerzmedizin gerade in Zeiten knapper Ressourcen als zukunftsweisendes Fach mit Vorbildfunktion f\u00fcr unser Gesundheitssystem\u201c, sagt Dr. Martin Steinberger, Chefarzt des Interdisziplin\u00e4ren Schmerzzentrums der m&amp;i-Fachklinik Enzensberg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Formal ist das Schmerzzentrum der m&amp;i-Fachklinik Enzensberg eine Akut-Krankenhausabteilung (keine Rehabilitationseinrichtung) mit 80 Betten, die in der heutigen Ausbaustufe bis zu 1.000 Patienten pro Jahr mit hoch chronifizierten Schmerzzust\u00e4nden behandelt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 25 Jahren der medizinischen Versorgung hat das Schmerzzentrum \u00fcber 17.500 Patienten begleitet. Im Fokus steht dabei stets der Mensch, dessen anhaltende Schmerzen zunehmend alle Lebensbereiche beeintr\u00e4chtigen und bestimmen.&nbsp; F\u00fcr diese Menschen bietet das Interdisziplin\u00e4re Schmerzzentrum ein umfassendes, multimodales Therapiekonzept an. Nach einer detaillierten Analyse der meist zahlreichen individuellen Einflussfaktoren f\u00fcr die Schmerzerkrankung wird ein Ma\u00dfnahmenpaket erarbeitet, das darauf abzielt, den Einfluss der Schmerzen auf das Leben nachhaltig zu reduzieren und wieder ein selbstbestimmtes Leben zu erm\u00f6glichen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei wird eine bew\u00e4hrte Kombination aus Einzeltherapien und Gruppenmodulen durchgef\u00fchrt, deren Inhalte sorgf\u00e4ltig aufeinander abgestimmt sind. Unerl\u00e4sslich dabei ist, dass die Patienten mitarbeiten und offen f\u00fcr neue Ans\u00e4tze sind. Ein wesentlicher Faktor sind auch die zahlreichen hochmotivierten und -qualifizierten Therapeuten aus vielen Berufsgruppen, die mit Begeisterung&nbsp; im Team und gemeinsam mit den Patienten an der Linderung ihrer Schmerzsymptomatik arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Blick zur\u00fcck<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Schmerzzentrum an der Fachklinik wurde als spezialisierte Einheit aus der Abteilung Orthop\u00e4die und Unfallchirurgie heraus entwickelt und von Dr. Klaus Klimczyk zu einer zentralen Einrichtung der Schmerzmedizin aufgebaut und gepr\u00e4gt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als langj\u00e4hriger Chefarzt legte er den Grundstein f\u00fcr die moderne Schmerztherapie der Klinik. Zum 1. Januar 2022 \u00fcbergab er die Leitung nach kurzem gemeinsamem Wirken an Dr. Martin Steinberger. Zu Beginn lag der Behandlungsschwerpunkt auf dem Bewegungsapparat, speziell auf chronischen R\u00fcckenschmerzen. Im Laufe der Zeit wurde das Behandlungsspektrum jedoch erheblich erweitert, unter anderem durch eine Integration zus\u00e4tzlicher medizinischer Fachrichtungen. Heute arbeiten im Schmerzzentrum \u00c4rzte aus den Bereichen Physikalische Medizin, Orthop\u00e4die, An\u00e4sthesiologie, Neurologie, Psychiatrie, Gyn\u00e4kologie, Chirurgie und Allgemeinmedizin, wodurch ein umfassender interdisziplin\u00e4rer Ansatz gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bundesweit einzigartige Konzept wurde \u00fcber die vergangenen 25 Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Die fortw\u00e4hrende \u00dcberpr\u00fcfung und Optimierung ist und bleibt ein zentraler Bestandteil der medizinischen Arbeit. Um dies zu gew\u00e4hrleisten, werden die Therapieergebnisse regelm\u00e4\u00dfig ausgewertet \u2013 auch noch bis zu 24 Monate nach Abschluss der station\u00e4ren Behandlung. Die Ergebnisse werden auf Fachkongressen vorgestellt und diskutiert, zuletzt auf dem Deutschen Schmerzkongress 2024.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei konnte eindrucksvoll belegt werden, dass eine station\u00e4re multimodale Behandlung in einem interdisziplin\u00e4r ausgerichteten Schmerzzentrum nachhaltig wirksam ist. Die langfristige Nachbeobachtung zeigte klare Verbesserungen: Die Schmerzintensit\u00e4t und die Beeintr\u00e4chtigung durch den Schmerz gingen signifikant zur\u00fcck, das psychische Wohlbefinden verbesserte sich deutlich. Mehr als 65 Prozent der Patienten zeigten sich langfristig zufrieden bis sehr zufrieden mit dem Behandlungsverlauf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daten aus der Qualit\u00e4tssicherung belegten au\u00dferdem, dass bis zur Entlassung \u00fcber 53 Prozent eine Schmerzreduktion von \u00fcber 20 Prozent im Vergleich zur Aufnahme in das Schmerzzentrum erreichten. Dieser Effekt bleibt stabil, denn auch nach sechs Monaten trifft dies noch auf \u00fcber 50 Prozent der Patienten zu, und selbst zwei Jahre nach der Entlassung liegt der Wert nur knapp unter 50 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch bei den psychischen Belastungen zeigen sich deutliche Verbesserungen. Zu Beginn der Behandlung wiesen \u00fcber 51 Prozent der Patienten auff\u00e4llige Werte auf der Depressionsskala auf. Bei Entlassung sank dieser Anteil auf nur 15 Prozent, nach sechs Monaten lag er bei knapp unter 30 Prozent und nach 24 Monaten bei etwa 32 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So hat sich das interdisziplin\u00e4re Schmerzzentrum zu einer bundesweit angesehenen Behandlungseinrichtung f\u00fcr alle chronischen Schmerzzust\u00e4nde entwickelt. Diese Erfolge spiegeln sich auch in der internen Patientenbefragung wider: 92,8 Prozent geben an, sehr und weitgehend zufrieden zu sein, 94,9 Prozent w\u00fcrden das Schmerzzentrum uneingeschr\u00e4nkt weiterempfehlen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Blick nach vorn<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Ziel des Schmerzzentrums im Jahr 2025 ist es, eine an der aktuellen Forschung orientierte, speziell auf Kopfschmerzen zugeschnittene Behandlungsroutine anzubieten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonderer H\u00f6hepunkt werden die renommierten j\u00e4hrlichen Bayerischen Schmerztage 2025, die im n\u00e4chsten November in Form einer Jubil\u00e4umsveranstaltung vom Interdisziplin\u00e4ren Schmerzzentrum der m&amp;i-Fachklinik Enzensberg ausgerichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\"><em>Foto \u00b7 Text: m&amp;i<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interdisziplin\u00e4res Schmerzzentrum der\u00a0 m&amp;i-Fachklinik Enzensberg feiert 25-j\u00e4hriges Bestehen Heuer feiert das Interdisziplin\u00e4re Schmerzzentrum an der m&amp;i-Fachklinik Enzensberg sein 25-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. 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