{"id":30720,"date":"2023-02-23T23:59:48","date_gmt":"2023-02-23T22:59:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=30720"},"modified":"2023-02-23T23:59:54","modified_gmt":"2023-02-23T22:59:54","slug":"zinnecker-resuemee-jahr-ukraine-krieg-grosse-solidaritaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2023\/02\/zinnecker-resuemee-jahr-ukraine-krieg-grosse-solidaritaet\/","title":{"rendered":"<strong>Zinnecker-Res\u00fcmee nach einem Jahr Ukraine-Krieg: \u201eGro\u00dfe Solidarit\u00e4t\u201c<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Vor einem Jahr hat Russland die Ukraine \u00fcberfallen. Seitdem herrscht dort Krieg und Millionen sind geflohen \u2013 viele auch ins Ostallg\u00e4u. \u201eRund 2.100 ukrainische Fl\u00fcchtlinge haben wir in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten im Landkreis registriert. In gemeinschaftlicher Anstrengung haben wir die Menschen bestm\u00f6glich untergebracht, versorgt und integriert \u2013 eine nach wie vor riesige Herausforderung\u201c, sagt Landr\u00e4tin Maria Rita Zinnecker. \u201eGanz besonders beeindruckt mich die gro\u00dfe Solidarit\u00e4t der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, durch die die meisten ukrainischen Gefl\u00fcchteten nach wie vor in Privatunterk\u00fcnften ein Obdach finden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das werde laut Zinnecker aber immer schwieriger. Da die Privatwohnungen nicht mehr ausreichten, m\u00fcsse ein Teil der Ukraine-Fl\u00fcchtlinge nun in den inzwischen voll belegten Asylunterk\u00fcnften des Landkreises untergebracht werden. \u201eIch appelliere daher nach wie vor an die St\u00e4dte und Gemeinden sowie die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, dem Landratsamt freien Wohnraum mitzuteilen.\u201c Die vergangenen Monate h\u00e4tten gezeigt, dass hier langfristige Angebote n\u00f6tig seien, solange der Krieg nicht ende.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig fordert Zinnecker gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen des Freistaats und des Bundes: \u201eEs reicht nicht, die Verteilung zu organisieren. Die Kommunen brauchen handfeste Unterst\u00fctzung. Bei der Unterbringung w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, dass der Bund mehr seiner eigenen Immobilien zur Verf\u00fcgung stellt. Au\u00dferdem brauchen wir zus\u00e4tzliches Personal \u2013 von den Ausl\u00e4nder- und Sozial\u00e4mtern \u00fcber die Jobcenter bis zu den Unterkunftsverwaltungen. Und was noch gar nicht ber\u00fccksichtigt ist, sind die besonderen Gegebenheiten im l\u00e4ndlichen Raum. Integration braucht eine gewisse Infrastruktur \u2013 zum Beispiel Mobilit\u00e4t. Die ist im l\u00e4ndlichen Raum nicht \u00fcberall gegeben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Engagement der Zivilgesellschaft seien insbesondere die Helferkreise im Landkreis wichtig, erg\u00e4nzt Zinnecker. \u201eHier wird geleistet, was \u00fcber das Verm\u00f6gen der Beh\u00f6rden hinausgeht, f\u00fcr die gefl\u00fcchteten Menschen aber genauso wichtig ist: eine breite gesellschaftliche und soziale Teilhabe.\u201c Dabei spielten auch Schulen und Kindertagesst\u00e4tten eine wichtige Rolle. \u201eSie sind zentral, wenn es um Integration durch Bildung geht. Die Schulen und Kitas im Landkreis setzen sich vorbildlich und mit viel Herzblut f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten ein, wof\u00fcr ich mich ganz herzlich bedanke!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ehrenamtliche Engagement unterst\u00fctze das Landratsamt mit der Stelle f\u00fcr Kommunale Integration. \u201eDie Stelle bietet zahlreiche Service-Angebote f\u00fcr Integrationsakteure sowie f\u00fcr Gefl\u00fcchtete oder allgemein Interessierte an \u2013 vom Vernetzungstreffen f\u00fcr die Mitglieder der Helferkreise bis zu Informationsveranstaltungen zur Anerkennung ausl\u00e4ndischer Qualifikationen oder zur Hilfe bei der Wohnungssuche.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eZeitweise bis zu 60 Registrierungen pro Tag\u201c im Landratsamt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIm Ostallg\u00e4u waren wir von Anfang an gut auf die Aufnahme der Fl\u00fcchtlinge vorbereitet. Sofort nach Kriegsbeginn hat das Landratsamt eine Notunterkunft sowie private Unterk\u00fcnfte organisiert,\u201c erinnert sich Zinnecker. \u201eBei der Notunterkunft stand uns das BRK als verl\u00e4sslicher Partner bew\u00e4hrt zur Seite.\u201c Auch bei der Registrierung sei das Landratsamt schnell gut aufgestellt gewesen: \u201eWir haben rasch eine technische Infrastruktur aufgebaut, mit der wir bis zu 60 Fl\u00fcchtlinge pro Tag registrieren konnten. Damit waren wir auch in der Lage, den Fl\u00fcchtlingen zeitnah ihre Aufenthaltstitel auszuh\u00e4ndigen und damit die Sicherheit \u00fcber ihr vorl\u00e4ufiges Bleiberecht.\u201c Sehr kurzfristig sei man vom Wechsel der Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Leistungen an die Ukraine-Fl\u00fcchtlinge vom Ausl\u00e4nderamt auf das Jobcenter zum 1. Juni 2022 informiert worden. Dank einer guten Zusammenarbeit mit dem Jobcenter konnte der Wechsel aber nahtlos vollzogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Text: LRA Ostallg\u00e4u<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einem Jahr hat Russland die Ukraine \u00fcberfallen. Seitdem herrscht dort Krieg und Millionen sind geflohen \u2013 viele auch ins Ostallg\u00e4u. \u201eRund 2.100 ukrainische Fl\u00fcchtlinge haben wir in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten im Landkreis registriert. 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