{"id":24753,"date":"2021-02-26T14:17:48","date_gmt":"2021-02-26T13:17:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=24753"},"modified":"2021-02-26T14:17:52","modified_gmt":"2021-02-26T13:17:52","slug":"10-jahre-restaurant-peperoncino-fuessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2021\/02\/10-jahre-restaurant-peperoncino-fuessen\/","title":{"rendered":"10 Jahre Restaurant Peperoncino in F\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sind ein eingespieltes Team, Nonna Maria und ihr Sohn Vittorio. Dabei war das am Anfang gar nicht so gedacht. Sie h\u00e4tte \u201enur\u201c auf den kleinen Sohn aufpassen sollen. Jetzt arbeiten sie seit zehn Jahren zusammen. Sie ist es, die die Strascinati (\u201eGezogene\u201c bootf\u00f6rmige Nudeln) und Orecchiette (\u00d6hrchennudeln) macht, den Limoncello ansetzt und ihm die M\u00f6glichkeit gibt, sich eine Auszeit f\u00fcr seinen Sport und seine Familie zu nehmen. Was nur f\u00fcr vor\u00fcbergehend geplant war, hat sich zu einem gemeinsamen Jubil\u00e4um entwickelt. Das \u201ePeperoncino\u201c ist fast ein Familienbetrieb. Seine Neffen Jakopo und Emanuele sind in der K\u00fcche und im Service, Nonna Maria ist die gute Fee und seine Frau Debora ist f\u00fcr die Buchhaltung zust\u00e4ndig. Zum Team geh\u00f6ren noch Stefania, die im Service ist, und ihr Onkel Davide als Pizzab\u00e4cker.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als er das Restaurant er\u00f6ffnete, wurde seine Euphorie gebremst. Es ging schleppend voran. Nicht, weil die K\u00fcche nicht gut war, ganz im Gegenteil. \u201eAls wir das Restaurant \u00fcbernahmen, hatte es zuvor unregelm\u00e4\u00dfige \u00d6ffnungszeiten und die Lage war nicht pr\u00e4destiniert f\u00fcr den Sommerbetrieb. Daran mussten wir uns erst gew\u00f6hnen und die G\u00e4ste daran, dass wir fixe \u00d6ffnungszeiten haben\u201c. Der Anfang war schwer, um nicht zu sagen z\u00e4h. \u201eGanz ehrlich, es war der Horror. Mittags war es leer im Lokal. Manchmal hatte ich Zweifel gehabt, ob es richtig war, in die Selbstst\u00e4ndigkeit zu gehen\u201c, erinnert sich der Familienvater. Als ihn einige Monate nach der Er\u00f6ffnung der Steuerberater anrief und ihm mitteilte, dass man die angepeilte Planung nicht erwirtschaften wird, war es ihm etwas mulmig zumute. \u201eEin Gastro-Kollege machte mir Mut. Er sagte, dass es der Anfang ist und dass weder sein noch mein Lokal wirklich f\u00fcr den Sommer ausgelegt sind, weil wir keine Terrasse haben. Der Herbst und der Winter werden es zeigen. So war es dann auch. Wir hatten unser gestecktes Ziel erreicht\u201c, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FA_03_21_Peperoncino-02-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24650\" srcset=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FA_03_21_Peperoncino-02-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FA_03_21_Peperoncino-02-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FA_03_21_Peperoncino-02.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute ist das ganz anders. Es ist ein beliebtes Restaurant. Mit seiner K\u00fcche aus der Basilikata, seiner Heimatregion, tischt Vittorio Santarsiero andere Gerichte auf als seine Mitbewerber. Es ist die Region, wo die kleinen, scharfen Peperoncinos angebaut werden, die Hunde nach Tr\u00fcffel suchen und die Salsiccia selbstgemacht wird. Zugegeben, wei\u00dfe Bohnen mit Nudeln und Muscheln h\u00f6rt sich ein wenig gewagt an, aber wer das Gericht aus der Basilikata einmal probiert, wird begeistert sein. Seine Speisekarte ist alles andere als nur typisch italienisch, wie man es sonst so kennt. Angefangen vom Vorspeisenteller bis hin zum Wildschweingulasch in der Herbstzeit. Er kocht nach der Art des Hauses, so wie es seine Mutter zubereiten w\u00fcrde. Es ist eine b\u00e4uerlich gepr\u00e4gte K\u00fcche mit viel Raffinesse. Das ist es auch, was seine G\u00e4ste m\u00f6gen- seine Art zu kochen und sein Anspruch auf Qualit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So hat er sich in den vielen Jahren seine Stammg\u00e4ste \u201eerkocht\u201c. Coronabedingt kann er seine G\u00e4ste derzeit nicht im Restaurant bewirten, daf\u00fcr gibt es Pizza, Pasta und Salate zum Mitnehmen. \u201eMeiner Mutter macht diese Situation zu schaffen. Sie macht sie nerv\u00f6s und es bereitet ihr Sorgen. Andererseits ist sie gl\u00fccklich \u00fcber die Unterst\u00fctzung unserer G\u00e4ste. Das ist ein gutes und auch beruhigendes Gef\u00fchl\u201c, erz\u00e4hlt er. Auch er selbst ist dankbar f\u00fcr den Zusammenhalt und \u00fcber das \u201eWir-Gef\u00fchl\u201c, das ihm entgegenkommt. \u201eEs sind nicht alle von diesem Esprit erf\u00fcllt, aber das muss und soll man auch akzeptieren. Diese Zeit lehrt uns zu reflektieren, ob wir das wollen oder nicht\u201c, ist sich der Koch sicher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FA_03_21_Peperoncino-03-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24651\" srcset=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FA_03_21_Peperoncino-03-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FA_03_21_Peperoncino-03-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/FA_03_21_Peperoncino-03.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass Krisen Chancen bergen k\u00f6nnen, wei\u00df er nur zu gut. Wie damals, als er als er 17-J\u00e4hriger nach Deutschland kam. Kochen hat er in Italien gelernt, eine harte Lehrzeit und kaum mit hier zu vergleichen, erinnert er sich zur\u00fcck. Er musste die Gelegenheit nutzen, in Italien w\u00e4re er nicht weiter gekommen. In seinem Restaurant kann er sich kulinarisch austoben und auch experimentieren. Wie zum Beispiel mit verschiedenen Mehlen, um seine Pizzen noch bek\u00f6mmlicher zu machen. Sein Pizzateig g\u00e4rt 72 Stunden. F\u00fcr jeden Pizzafreund hei\u00dft das, dass man sich \u201eVito\u2019s Pizza\u201c auch noch am sp\u00e4ten Abend g\u00f6nnen kann, ohne ein V\u00f6llegef\u00fchl oder gar Sodbrennen zu bekommen. Nonna Maria bringt es auf den Punkt: \u201eMan muss nicht viel essen, aber gut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background wp-block-paragraph\" style=\"background-color:#e5e5e5\">Pizza e Cucina Peperoncino \u00b7 Bahnhofstra\u00dfe 6 \u00b7 87629 F\u00fcssen<br>08362 930699 250 \u00b7 <span class=\"removed_link\" title=\"http:\/\/www.peroncinofuessen.de\">www.peroncinofuessen.de<\/span><br>Dienstag Ruhetag<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\">Text \u00b7 Fotos: Sabina Riegger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind ein eingespieltes Team, Nonna Maria und ihr Sohn Vittorio. Dabei war das am Anfang gar nicht so gedacht. Sie h\u00e4tte \u201enur\u201c auf den kleinen Sohn aufpassen sollen. Jetzt arbeiten sie seit zehn Jahren zusammen. 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