{"id":24303,"date":"2020-12-30T16:24:32","date_gmt":"2020-12-30T15:24:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=24303"},"modified":"2021-01-14T21:36:36","modified_gmt":"2021-01-14T20:36:36","slug":"haben-zeigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2020\/12\/haben-zeigen\/","title":{"rendered":"Wir haben viel mehr zu zeigen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas gr\u00f6\u00dfte Kompliment ist es, wenn die G\u00e4ste wieder kommen, weil sie neugierig geworden sind und noch mehr erfahren wollen.\u201c F\u00fcr Magister Roberta Sampieri-Metschke bedeutet eine G\u00e4stef\u00fchrung viel mehr, als nur das Verkn\u00fcpfen von wichtigen Orten und Sehensw\u00fcrdigkeiten innerhalb einer relativ kurzen Zeit. Es geht darum, die Geschichte, die dahinter steckt, zu vermitteln und zu verinnerlichen, um Emotionen und Interesse zu erzeugen, was letztendlich auch zu dem Ansehen eines Reiseziels beitr\u00e4gt. Seit gut 14 Jahren lebt sie in F\u00fcssen und arbeitet als freie G\u00e4stef\u00fchrerin, unter anderem auch f\u00fcr F\u00fcssen Tourismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geb\u00fcrtige Norditalienerin verbringt bereits mehr als die H\u00e4lfte ihres Lebens in Bayern, studierte in N\u00fcrnberg Germanistik, Italianistik und P\u00e4dagogik und arbeitete f\u00fcr Audi in Ingolstadt oder BMW in M\u00fcnchen. Zum Tourismus und auch in die Lechstadt kam die Mutter von 16-j\u00e4hrigen Zwillingen eher auf Umwegen, bedingt durch den Beruf ihres Mannes, durch den die Familie \u00f6fters umzog. \u201eNach meiner Babypause bewarb ich mich bei F\u00fcssen Tourismus, die damals Bedarf an italienisch sprechenden F\u00fchrern hatten\u201c, erz\u00e4hlt sie. \u201eDann habe ich immer mehr \u00fcber die Geschichte der Stadt dazugelernt und schlie\u00dflich neben G\u00e4sten auch Journalistengruppen gef\u00fchrt. Es macht mir unglaublich viel Spa\u00df, den G\u00e4sten die Juwelen und Perlen der Stadt zu zeigen.\u201c So hat Roberta Sampieri immer mehr Fu\u00df gefasst, arbeitete als Schlossf\u00fchrerin in Hohenschwangau und konnte ihren Wirkungskreis mit der Zeit nach und nach vergr\u00f6\u00dfern. L\u00e4ngst ist es f\u00fcr sie zu einer Leidenschaft geworden, den Menschen die Sehensw\u00fcrdigkeiten, wie auch die Kultur und Geschichte der Region n\u00e4her zu bringen. Mit ihrem Lebensort F\u00fcssen verbindet sie eine geschichtliche Gemeinsamkeit, denn auch ihre Heimatstadt Feltre liegt an der alten r\u00f6mischen Stra\u00dfe Via Claudia Augusta.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit verschiedenen Programmen in italienisch, deutsch oder englisch f\u00fchrt sie Touristen durch die Schl\u00f6sser Neuschwanstein und Hohenschwangau, Linderhof oder Herrenchiemsee. Ebenso bietet sie F\u00fchrungen in F\u00fcssen, Schwangau, Lindau, Kempten, Oberammergau oder Garmisch-Partenkirchen an, besucht mit ihren G\u00e4sten den Chiemsee mit Frauen- und Herreninsel, den Starnberger See mit seiner Roseninsel oder auch die Wieskirche sowie das Kloster Ettal. \u201eOft werden aber auch ganz individuelle Programme zusammengestellt, je nachdem, was die G\u00e4ste sehen wollen oder welche Interessen sie haben. Das k\u00f6nnen Naturerlebnisse sein, Sportst\u00e4tten oder Kirchen und historische St\u00e4tten.\u201c So ist die 47-J\u00e4hrige nicht nur f\u00fcr F\u00fchrungen von wenigen Stunden im Einsatz, oft dauert ein Programm auch \u00fcber einen oder gleich mehrere Tage und Orte hinweg. Ihre Leidenschaft hat sie zum Beruf gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit wenigen Monaten geh\u00f6rt Roberta Sampieri als zertifizierte G\u00e4stef\u00fchrerin nach DIN EN-Richtlinien, dem Europ\u00e4ischen Standard in der G\u00e4stef\u00fchrer-Ausbildung, dem Bundesverband der G\u00e4stef\u00fchrer in Deutschland an. Strenge Qualit\u00e4tsmerkmale, wie Rethorik, Sprachf\u00e4higkeiten oder Sach- und Fachwissen werden hierf\u00fcr gefordert. Die Qualifizierung umfasst mindestens 600 Stunden modulare Ausbildung, die je nach den Bed\u00fcrfnissen der Region und der beruflichen Situation flexibel gestaltbar ist. In ihrer Pr\u00fcfung referierte sie \u00fcber die Themen Lauten- und Geigenbau, Johann Jakob Herkomer in F\u00fcssen. \u201eIch habe gemerkt, wie wichtig es ist, bei der Vermittlung von Kultur und Geschichte ein hohes Ma\u00df an Qualit\u00e4t anbieten zu k\u00f6nnen. Denn leider bleiben nur etwa rund zehn Prozent im Ged\u00e4chtnis h\u00e4ngen. Hier geht es um Emotion, um Farben und pers\u00f6nliche Erfahrungen, die man abspeichert.\u201c Ihr Studium in P\u00e4dagogik kommt ihr dabei auch heute wieder zugute, nicht nur beim Vermitteln von Geschichte und Kultur. Denn seit einiger Zeit ist sie nebenberuflich auch als p\u00e4dagogische Kraft im Kindergarten St. Gabriel in F\u00fcssen t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\">Text: Lars Peter Schwarz\u00b7 Foto: privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas gr\u00f6\u00dfte Kompliment ist es, wenn die G\u00e4ste wieder kommen, weil sie neugierig geworden sind und noch mehr erfahren wollen.\u201c F\u00fcr Magister Roberta Sampieri-Metschke bedeutet eine G\u00e4stef\u00fchrung viel mehr, als nur das Verkn\u00fcpfen von wichtigen Orten und Sehensw\u00fcrdigkeiten innerhalb einer relativ kurzen Zeit. 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