{"id":22025,"date":"2020-02-28T14:54:56","date_gmt":"2020-02-28T13:54:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=22025"},"modified":"2020-02-28T14:55:22","modified_gmt":"2020-02-28T13:55:22","slug":"neues-medizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2020\/02\/neues-medizin\/","title":{"rendered":"Neues aus der  Medizin"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Eine US-Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Haustierhaltung und den Diagnosen Schizophrenie oder bipolare St\u00f6rung (manisch-depressive Erkrankung). Demnach haben Menschen, die von Geburt an mit einem Hund aufwuchsen, ein um 55 Prozent verringertes Risiko an Schizophrenie zu erkranken \u2013 im Vergleich zu jemandem, der nie einen Hund im Haushalt hatte. (dgk) Ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Risiko einer bipolaren St\u00f6rung und Hundehaltung konnte jedoch nicht festgestellt werden. Ob eine Katze im Haus wohnt, hatte der Studie zufolge keinen Einfluss auf das Risiko f\u00fcr eine der beiden Erkrankungen. Einer der Autoren der Studie, Prof. Robert H. Yolken, P\u00e4diater der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore, USA, sagte dazu: \u201eEine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung w\u00e4re, dass ein Hund im Haus zu einem anderen Mikrobiom f\u00fchrt und dadurch die Wahrscheinlichkeit ver\u00e4ndert, eine psychiatrische Erkrankung zu entwickeln.\u201c Mit Mikrobiom sind die dort vorhandenen Mikroorganismen gemeint. Es gibt Hinweise in der Fachliteratur, dass das Mikrobiom bei der Entstehung von schizophrenen St\u00f6rungen eine Rolle spielen k\u00f6nnte. Prof. Yolken r\u00e4umt aber auch ein, dass nicht klar ist, welcher Mechanismus genau zu dem verringerten Schizophrenie-Risiko gef\u00fchrt hat. So wurde k\u00fcrzlich auch bekannt, dass ein h\u00f6heres Einkommen der Eltern ebenfalls mit einem niedrigeren Risiko verbunden ist, an Schizophrenie zu erkranken. Das gleiche gilt f\u00fcr das Leben auf dem Land. Der Besitz von Hunden k\u00f6nnte sowohl im Zusammenhang mit einem h\u00f6heren Einkommen stehen als auch mit dem Leben auf dem Land. Deshalb ist die direkte Schlussfolgerung, dass Hunde im Haus vor Schizophrenie sch\u00fctzen, noch verfr\u00fcht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Besser lernen mit Duft <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00fcheloses Lernen im Schlaf, davon kann man leider nur tr\u00e4umen. Tats\u00e4chlich aber ist der Schlaf eine entscheidende Phase, um das am Tag Erlernte ins Langzeitged\u00e4chtnis abzuspeichern. Jetzt wurde gezeigt, dass D\u00fcfte diesen Lernerfolg erh\u00f6hen k\u00f6nnen. Forscher und Forscherinnen des Freiburger Instituts f\u00fcr Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) und der Fakult\u00e4t f\u00fcr Biologie der Universit\u00e4t Freiburg haben gezeigt, dass dieser Effekt sehr einfach erzielt werden kann. Wer beim Vokabel lernen ein Duftst\u00e4bchen auf dem Schreibtisch hat, ebenso in der folgenden Nacht neben dem Bett und auch am n\u00e4chsten Tag w\u00e4hrend des Vokabeltests, erinnert sich deutlich besser an die Vokabeln, als ohne Duftstoff. Die Kontrollgruppe, die den Duft nur beim Lernen und beim Vokabeltest nutzte, aber nicht in der Nacht, hatte keinen Effekt. \u201eWir konnten zeigen, dass der unterst\u00fctzende Effekt von Duftstoffen im Alltag sehr zuverl\u00e4ssig funktioniert und gezielt genutzt werden kann\u201c, sagt Studienleiter PD Dr. J\u00fcrgen Kornmeier vom IGPP. M\u00f6glicherweise werden durch das Riechen des gleichen Duftes beim Lernen und beim Schlafen auch die gleichen Ged\u00e4chtnisinhalte reaktiviert und so gefestigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Blo\u00df nicht vor den Kindern? <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kinder m\u00fcssen den Umgang mit negativen Gef\u00fchlen lernen d\u00fcrfen <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lisa K. ist bedr\u00fcckt und traurig. Sie k\u00fcmmert sich um ihre Freundin, die seit Wochen im Krankenhaus liegt. Vielleicht wird sie nicht mehr gesund. Vor ihren Kindern Sophia (12) und Max (10) verbirgt sie, was sie momentan bewegt. Die beiden kennen die Freundin kaum, und sie sollen nicht belastet werden. Eltern-Kind-Interaktion im Stresstest, \u00e4hnliche Situationen kennen wohl alle Eltern. Sie meinen, ihren pers\u00f6nlichen Schmerz, Frust oder Stress vor ihren Kindern verstecken zu m\u00fcssen. Doch das kann auch unerw\u00fcnschte Folgen haben. Ein Team amerikanischer Wissenschaftlerinnen hat ein Experiment dazu unternommen. Sie luden Eltern mit ihren 7- bis 11-j\u00e4hrigen Kindern ein. Die M\u00fctter und V\u00e4ter wurden mit einem Stresstest unter sp\u00fcrbaren Druck gesetzt. Danach trafen sie ihre Kinder wieder und sollten diesen beim Bauen eines Legohauses helfen. Einer H\u00e4lfte der erwachsenen Probanden wurde vorher die Anweisung gegeben, ihre Gef\u00fchle vor den Kindern zu verbergen. Die anderen Eltern bekamen diese Anweisung nicht. Eltern, die ihre Gef\u00fchle unterdr\u00fcckten, reagierten weniger warmherzig. Diejenigen Eltern, die ihre negativen Emotionen unterdr\u00fccken sollten, zeigten sich beim Bauen weniger emotional empf\u00e4nglich und weniger warmherzig gegen\u00fcber ihren Kindern und leiteten sie auch weniger an, so die Psychologinnen. Das \u00fcbertrug sich auf die Kinder: Sie sp\u00fcrten, dass etwas nicht in Ordnung war und reagierten verhaltener auf ihre Eltern als die Kinder aus der anderen Gruppe. Gef\u00fchle angemessen teilen ist besser, Kinder sp\u00fcren, dass etwas unterdr\u00fcckt wird, es g\u00e4be Dutzende Studien, die das zeigen, so Sara Waters, eine der Autorinnen in der Pressemitteilung der University of California. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber viele Eltern meinten, es sei richtig, schlechte Gef\u00fchle vor Kindern zu verbergen. Wenn Kinder das Gef\u00fchl haben, dass etwas Negatives passiert ist, die Eltern sich aber normal verhalten, ist das f\u00fcr sie verwirrend. Anstatt sie vor ihren Kindern zu unterdr\u00fccken, sollten Eltern negative Gef\u00fchle &#8211; in angemessener Weise &#8211; mit ihren Kindern teilen. Dabei sollten sie auch darlegen, was sie tun wollen, um das Problem zu l\u00f6sen. Was aber, wenn es gar keine L\u00f6sung gibt? Wenn, wie in dem eingangs erw\u00e4hnten Beispiel, die Freundin nicht mehr gesund wird? An beiden Situationen k\u00f6nnen Kinder wachsen. Sie lernen Probleme zu l\u00f6sen und ihre eigenen Emotionen zu regulieren. <br> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\">Text: UPD \/ dgk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine US-Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Haustierhaltung und den Diagnosen Schizophrenie oder bipolare St\u00f6rung (manisch-depressive Erkrankung). Demnach haben Menschen, die von Geburt an mit einem Hund aufwuchsen, ein um 55 Prozent verringertes Risiko an Schizophrenie zu erkranken \u2013 im Vergleich zu jemandem, der nie einen Hund im Haushalt hatte. 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