{"id":21598,"date":"2019-12-27T13:54:58","date_gmt":"2019-12-27T12:54:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=21598"},"modified":"2019-12-27T13:55:11","modified_gmt":"2019-12-27T12:55:11","slug":"offen-reden-prostatakrebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2019\/12\/offen-reden-prostatakrebs\/","title":{"rendered":"Offen reden \u00fcber Prostatakrebs"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-color has-vivid-red-color wp-block-paragraph\">Offen \u00fcber Prostatakrebs reden. 60.000 M\u00e4nner erkranken hierzulande Jahr f\u00fcr Jahr an einem Tumor der Vorsteherdr\u00fcse. Eine weltweite Umfrage zeigt, dass mehr als jeder dritte betroffene Mann zwar Beschwerden wahrnimmt \u2013 aber nicht mit seinem Arzt dar\u00fcber spricht. Das sollte sich unbedingt \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Den Krebs so fr\u00fch wie m\u00f6glich erkennen und rechtzeitig mit der bestm\u00f6glichen Therapie beginnen: Das sind die wesentlichen Voraussetzungen daf\u00fcr, dass Betroffene geheilt werden und ihre Lebensqualit\u00e4t voll erhalten k\u00f6nnen. Leider macht sich Prostatakrebs im fr\u00fchen Stadium nicht bemerkbar \u2013 Beschwerden treten meist erst auf, wenn der Tumor so gro\u00df geworden ist, dass er auf die Harnr\u00f6hre \u00fcbergreift oder sich sogar schon Metastasen gebildet haben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Krebs fr\u00fch erkennen. Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt ab dem 50. Lebensjahr stark an. Deshalb richtet sich das gesetzliche Fr\u00fcherkennungsprogramm an M\u00e4nner ab 45. Sind Bruder oder Vater erkrankt, wird es schon ab 40 angeraten. Dabei tastet der Arzt die Prostata rektal, also \u00fcber den Darm ab und kann so Ver\u00e4nderungen feststellen. Ein weiterer Indikator ist der PSA-Wert (Prostata-spezifisches Antigen). Das von der Prostata gebildete Eiwei\u00df gilt als Tumormarker. Ist es erh\u00f6ht, kann das ein Hinweis auf Prostatakrebs sein. Allerdings muss nicht nur der Wert an sich, sondern auch sein Verlauf bewertet werden. Besteht Verdacht auf Prostatakrebs, wird meist eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen und analysiert. Bei Nachweis von Prostatakrebs folgen weitere Untersuchungen wie CT, MRT oder Knochenszintigraphie. Gute Heilungschancen Im Anfangsstadium, wenn der Krebs noch auf das Organ begrenzt und nicht metastasiert ist, reichen oft eine Entfernung der Prostata und\/oder Strahlentherapie aus. Die meisten M\u00e4nner k\u00f6nnen so geheilt werden. Steigt trotz dieser Prim\u00e4rtherapie der Tumormarker PSA wieder an, wird vom nicht-metastasiertem Prostatakrebs gesprochen und eine Hormonentzugstherapie verordnet. Aber auch diese Waffe kann mit der Zeit stumpf werden, der PSA-Wert steigt wieder an. Ziel der Therapie ist es dann, die Bildung von Metastasen m\u00f6glichst lange zu verz\u00f6gern. Damit wird die Lebenszeit des Patienten verl\u00e4ngert, die Lebensqualit\u00e4t weitgehend erhalten und das Auftreten von Symptomen deutlich herausgez\u00f6gert. <\/p>\n\n\n\n\t\t<div class=\"box note  \">\n\t\t\t<div class=\"box-inner-block\">\n\t\t\t\t<span class=\"fa tie-shortcode-boxicon\"><\/span>\n<p><strong>Als m\u00f6gliche Symptome nennt die Deutsche Krebsgesellschaft:<\/strong><\/p>\n<p>\u2022 vermehrter Harndrang, insbesondere nachts; <br>\u2022 Schwierigkeiten zu Beginn des Urinierens und Harnverhaltung; <br>\u2022 schwacher oder unterbrochener Harnfluss; <br>\u2022 schmerzhafte Ejakulation; Blut im Urin oder in der Samenfl\u00fcssigkeit; <br>\u2022 Schmerzen in der Prostata; <br>\u2022 starke Schmerzen im unteren R\u00fcckenbereich (Kreuzgegend), in Becken, H\u00fcften oder Oberschenkeln (Ischiasschmerzen); <br>\u2022 weniger starke Erektion oder Impotenz; <br>\u2022 verminderter Samenerguss.<\/p>\n\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der Prostatakrebs bei der Diagnosestellung bereits in umliegende Bereiche eingedrungen ist, ist eine Heilung nur noch mit einer sehr intensiven Therapie m\u00f6glich. Auch hier wird zun\u00e4chst befallenes Gewebe entfernt, danach folgt eine Strahlentherapie. Alternativ kann auf eine Operation verzichtet und nur bestrahlt werden. Haben sich bereits Metastasen gebildet, kann der Betroffene nur noch palliativ, also nicht mehr heilend, behandelt werden. Wieder stehen zwei Ziele im Mittelpunkt: das Leben zu verl\u00e4ngern und dabei die Lebensqualit\u00e4t zu erhalten. Neun von zehn Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom entwickeln schmerzhafte Knochenmetastasen. In diesem Fall k\u00f6nnen \u00c4rzte mit \u00fcberlebensverl\u00e4ngernden Therapien wie neuartigen Antihormontherapien, Chemotherapie, Strahlentherapie oder einem Radiopharmazeutikum die Patienten mit Knochenmetastasen behandeln.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Probleme offen ansprechen  <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit welcher Therapie behandelt wird, h\u00e4ngt nicht nur vom Stadium der Erkrankung, sondern auch von den Lebensumst\u00e4nden ab. In intensiven Gespr\u00e4chen entwickeln Arzt und Patient gemeinsam eine Strategie. Allerdings neigen viele M\u00e4nner dazu, nicht \u00fcber ihre \u00c4ngste vor einem Voranschreiten der Erkrankung zu sprechen und auch Symptome sehr lange zu verdr\u00e4ngen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine internationale Patienten-Befragung mit mehr als 1.300 Menschen spricht eine deutliche Sprache: M\u00e4nner mit fortgeschrittenem Prostatakrebs reden zum Beispiel nicht \u00fcber Ersch\u00f6pfung, Schmerzen, Taubheitsgef\u00fchle oder Schw\u00e4che in Armen und Beinen sowie Schlafst\u00f6rungen. Einer von f\u00fcnf M\u00e4nnern h\u00e4lt es sogar f\u00fcr ein Zeichen von Schw\u00e4che, \u00fcber seine Schmerzen zu reden. 39 Prozent ignorieren ihre Symptome manchmal und beinahe jeder Dritte glaubt, dass er mit seinen Beschwerden einfach leben muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\">Text: UPD \u00b7 Foto:  istockphoto<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offen \u00fcber Prostatakrebs reden. 60.000 M\u00e4nner erkranken hierzulande Jahr f\u00fcr Jahr an einem Tumor der Vorsteherdr\u00fcse. Eine weltweite Umfrage zeigt, dass mehr als jeder dritte betroffene Mann zwar Beschwerden wahrnimmt \u2013 aber nicht mit seinem Arzt dar\u00fcber spricht. Das sollte sich unbedingt \u00e4ndern. 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