{"id":20476,"date":"2019-06-28T10:57:48","date_gmt":"2019-06-28T08:57:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=20476"},"modified":"2019-06-28T10:57:53","modified_gmt":"2019-06-28T08:57:53","slug":"richtiges-verhalten-kuehen-alm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2019\/06\/richtiges-verhalten-kuehen-alm\/","title":{"rendered":"Richtiges Verhalten mit K\u00fchen auf der Alm"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Wandern geh\u00f6rt mittlerweile zu den beliebtesten Freizeitbesch\u00e4ftigungen &#8211; auch bei G\u00e4sten, die ins Tannheimer Tal kommen. Sie alle wollen die Natur genie\u00dfen, abschalten vom Alltag und neue Kraft sch\u00f6pfen. Doch das Wandern birgt auch Gefahrenpotenziale. W\u00e4hrend des Almsommers kann es bei Begegnungen von Wanderern mit Tieren auf der Alm hin und wieder zu gef\u00e4hrlichen Situationen kommen. Die bekannten F\u00e4lle sind zwar sehr selten, aber eine gewisse Vorsicht ist beim Wandern auf den Almen und anderen offenen Weidefl\u00e4chen geboten. Um gef\u00e4hrliche Situationen zu vermeiden, sollte man Empfehlungen beachten und die wichtigsten Verhaltensweisen der Almtiere kennen. Besonders kritisch kann die Situation werden, wenn Wanderer mit Hunden auf einer Alm unterwegs sind und auf eine Kuhherde treffen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tannheimer Bergbahnen starten mit einer Plakatkampagne, um genau auf diese Gefahrenpotenziale aufmerksam zu machen. Wolfgang Moosbrugger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Tannheimer Bergbahnen und zugleich Ideengeber dieser witzig aufgemachten Kampagne, m\u00f6chte dabei keine Verbote erteilen, sondern vielmehr informieren und Verhaltensregeln aufstellen. \u201eWir m\u00fcssen den G\u00e4sten bewusst machen, wo sie sich bewegen. Dass die K\u00fche Lebewesen sind, die zu uns geh\u00f6ren. Dass dies aber alles andere als ein Streichelzoo ist, in dem sie sich bewegen\u201c. Dass Achtsamkeit notwendig ist, \u201e erkl\u00e4rt Moosbrugger. Dem Gast sollen die Tiere n\u00e4her gebracht werden. Daf\u00fcr wird ein Perspektivenwechsel vorgenommen und eine Beziehung hergestellt, sozusagen von Sommerfrischlerin zu Sommerfrischler. \u201eWer steht da auf der Weide? Das fragt sich vielleicht die Kuh, wenn sie uns Zweibeiner sieht. Sie kennt uns ja nicht pers\u00f6nlich\u201c, ist da zu lesen. Die Wanderausstellung zeigt anhand der \u201eKuhfrisuren\u201c, wie unterschiedlich K\u00fche sind. Ein Kuh-Parcours mit neun Schautafeln befindet sich am Neunerk\u00f6pfle in Tannheim, der zweite in Schattwald. Zwei \u201eKuhpfade\u201c sind zu erkunden und damit der eigene \u201eI-Kuh\u201c erweiterbar \u2013 lacht Moosbrugger. K\u00fche w\u00fcrden dann zwar nicht mehr \u00fcber Menschen wissen, aber den Respekt, mit dem man ihnen begegnet, w\u00fcrden sie sicher merken. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Es gibt verschiedene Arten von Rinderherden auf der Alm:<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Mutterk\u00fche und ihre K\u00e4lber: Diese Herde besteht aus Muttertieren und ihren K\u00e4lbern. Die Jungtiere sind neugierig, aber Achtung: Muttertiere verteidigen ihre K\u00e4lber wegen ihres ausgepr\u00e4gten Schutzinstinktes impulsiv.<\/li><li>Jungtiere: Diese j\u00fcngeren Tiere sind vor allem \u00fcberm\u00fctig, sehr bewegungsfreudig und neugierig. Beim Kontakt mit Menschen kann es rasch zu unkontrollierten Bewegungen kommen.<\/li><li>Kuhherde: Sie besteht aus K\u00fchen, welche regelm\u00e4\u00dfig gemolken werden. Die K\u00fche sind den engen Kontakt mit Menschen gewohnt, deswegen verh\u00e4lt sich diese Herdenart am ruhigsten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verhaltens-Tipps bei Begegnung mit K\u00fchen auf der Alm<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verlassen Sie nicht die offiziell ausgewiesenen Wanderwege, Auf den Almen f\u00fchren die Wanderwege aber oft \u00fcber offene Weidefl\u00e4chen. Um Unf\u00e4lle mit den K\u00fchen auf der Alm zu vermeiden, hat der Bayerische Bauernverband diese 12 Verhaltensregeln formuliert:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Eine  Alm ist kein Streichelzoo! Meiden Sie direkten Kontakt mit den Tieren.<\/li><li>Machen Sie keine Selfies mit Weidetieren.<\/li><li>Halten Sie Abstand!<\/li><li>Machen Sie einen Bogen um Herden mit K\u00e4lbern. K\u00fche sch\u00fctzen ihre K\u00e4lber!<\/li><li>Gehen Sie langsam durch die Weide.<\/li><li>Machen Sie keine hektischen Bewegungen. Tiere sind schreckhaft.<\/li><li>Machen Sie keinen L\u00e4rm.<\/li><li>Trennen Sie nicht einzelne Tiere von der Herde.<\/li><li>Leinen Sie Hunde an! K\u00fche reagieren instinktbedingt nerv\u00f6s auf Hunde. Bei Gefahr: Hunde von der Leine lassen!<\/li><li>Achten Sie auf Warnsignale der K\u00fche! Zum Beispiel Senken des Kopfes, Scharren, Br\u00fcllen.<\/li><li>N\u00e4hern Sie sich K\u00fchen nicht von vorne. K\u00fche haben ein ausgepr\u00e4gtes seitliches Sichtfeld.<\/li><li>Kehren Sie den K\u00fchen nicht unbeobachtet den R\u00fccken zu.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\">Text: rie, pm <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wandern geh\u00f6rt mittlerweile zu den beliebtesten Freizeitbesch\u00e4ftigungen &#8211; auch bei G\u00e4sten, die ins Tannheimer Tal kommen. Sie alle wollen die Natur genie\u00dfen, abschalten vom Alltag und neue Kraft sch\u00f6pfen. Doch das Wandern birgt auch Gefahrenpotenziale. 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