{"id":20113,"date":"2019-04-27T01:22:43","date_gmt":"2019-04-26T23:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=20113"},"modified":"2019-04-27T01:22:49","modified_gmt":"2019-04-26T23:22:49","slug":"la-perla","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2019\/04\/la-perla\/","title":{"rendered":"La Perla"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"color:#830608\" class=\"has-text-color wp-block-paragraph\">Modern und elegant, so zeigt sich das neue \u201eLa Perla\u201c nach dem dreimonatigen Umbau. Michael Kanat ist zufrieden. Jetzt tr\u00e4gt auch der Innenausbau seine Handschrift. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Seit vielen Jahren steht Michael Kanat mit seinem Vater Ata in der K\u00fcche. Sie erg\u00e4nzen sich und kennen den Handgriff des Anderen. \u201eEr war ein strenger Lehrmeister\u201c, erinnert sich Michael Kanat an die Zeit seiner Lehre. Restaurantfachmann hat er gelernt und dachte zuerst gar nicht an die K\u00fcche. Es war das Reich seines Vaters, bis er reinschnupperte und die Vielfalt dieses Berufs entdeckte. Seitdem ist Kochen f\u00fcr ihn Kreativit\u00e4t, Kunst, Verbundenheit, sozusagen eine eigene Sprache, kommuniziert durch Genuss. Seit Mai 2017 ist er der Chef des Restaurants. Die K\u00fcche teilt er sich gerne noch mit seinem Vater und obwohl sie t\u00e4glich gemeinsam kochen, hat jeder seinen eigenen Stil kreiert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e\u201aLa Perla\u2018 ist das etwas andere italienische Restaurant\u201c, sagt der Juniorchef. \u201eWir kochen sizilianisch, das kommt der aram\u00e4ischen K\u00fcche sehr nahe.\u201c Mutter Hasibe ist f\u00fcr die Gew\u00fcrzmischungen zust\u00e4ndig. \u201eDas ist eine Kunst f\u00fcr sich, die sie perfekt beherrscht.\u201c Diese verschiedenen, kulturellen Einfl\u00fcsse in der sizilianischen K\u00fcche schmecken die G\u00e4ste t\u00e4glich. Allein die Namen der Speisen zergehen auf der Zunge: Arancini di patate, Garnele und Oktopus, Calamari in Bierteig, dazu Wei\u00dfwein-Risotto oder in Grand Marnier flambierte Garnelen. \u201eF\u00fcr mich ist das gr\u00f6\u00dfte Dankesch\u00f6n, wenn die G\u00e4ste sagen, wie gut es ihnen geschmeckt hat, oder wenn ich aus der K\u00fcche komme und sehe, dass das Lokal voll ist. Dann wei\u00df ich, sie kommen wegen unserem Essen. Das ist einfach sch\u00f6n.\u201c In den Umbau hat Michael Kanat viel investiert. Angst vor dieser noch einmal neuen Herausforderung hat er nicht. \u201eIm Gegenteil. Ich f\u00fchle mich wohl und das Gute daran ist, dass ich durch meine Familie R\u00fcckhalt habe. Mein Sohn Philipp ist 14 Jahre alt und er m\u00f6chte auch in die Gastronomie. Obwohl ich ihm auch \u2013 wie meine Eltern mir \u2013 abgeraten habe. Man hat manchmal wenig Zeit f\u00fcr vieles, Familie inbegriffen.\u201c <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/FA_05_19_LaPerla-02-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-20020\" srcset=\"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/FA_05_19_LaPerla-02-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/FA_05_19_LaPerla-02-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/FA_05_19_LaPerla-02-20x10.jpg 20w, https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/FA_05_19_LaPerla-02.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>In der K\u00fcche sind Vater und Sohn ein eingespieltes Team.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Vater Ata ist Aram\u00e4er, der bis zu seinem 13. Lebensjahr in der T\u00fcrkei lebte. Dann kam die gro\u00dfe weite Welt mit dem Namen Deutschland. Zum Arbeiten war er sich nicht zu schade, auch dann nicht, als er acht Stunden am Tag Fasane bei Walter Stanner, dem F\u00fcssener Gro\u00dfhandel, rupfte. Seinen eigenen Rekord brach er, als er in drei Stunden 45 Fasane rupfte. Weil er so flink und flei\u00dfig war, gab ihm Walter Stanner die Chance sich nach oben zu arbeiten. Als er dann 1978 heiratete, war sein Arbeitgeber nicht einverstanden damit, weil er andere Pl\u00e4ne mit ihm hatte. Er wollte ihn aufbauen als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Da war eine Heirat alles andere als willkommen und erst recht nicht im Alter von 19 Jahren. Nach der Heirat fing er im Kurhaus in F\u00fcssen an, danach im Kurhaus in Hopfen. \u201eIch hatte dort wunderbare Menschen kennengelernt, die mir viel beigebracht haben. Dort habe ich das meiste gelernt. Daf\u00fcr bin ich heute noch dankbar\u201c, blickt er zur\u00fcck. Schlie\u00dflich holte ihn Walter Stanner ins Allg\u00e4uer St\u00fcberl zur\u00fcck, wo er 22 Jahre lang das Restaurant leitete. \u201eVon in der Fr\u00fch um sieben bis nachts um elf und das sieben Tage zehn Monate lang. Meine Frau meinte manchmal, ob ich nicht den Koffer nehmen m\u00f6chte, um nach Hohenschwangau zu ziehen\u201c, erinnert er sich. Nichtsdestotrotz faszinierte ihn die Gastronomie.  \u201eDie Gastronomie ist eine eigene Welt. Entweder man mag sie, oder nicht\u201c, so seine Einstellung. Den Traum vom eigenen Lokal erf\u00fcllte er sich letztendlich im M\u00e4rz 1996. Er kaufte das \u201eLa Perla\u201c, das 1970 Furore machte als erste Pizzeria im Ostallg\u00e4u. Endlich kam der S\u00fcden auch ins Allg\u00e4u mit Pasta, Pizza und Co. Den damaligen Besitzer Enzo die Berba kannte er gut. \u201eAls ich 1978 heiratete war ich 19 Jahre alt und hatte kein Geld. Ich lieh mir damals von ihm 50 D-Mark. Er war in F\u00fcssen meine Anlaufstelle und ein ganz toller Mensch\u201c, erz\u00e4hlt der heute 59-J\u00e4hrige. Mit \u201eLa Perla\u201c kaufte er sich ein sch\u00f6nes Altstadtlokal, das er gemeinsam mit seiner Frau f\u00fchrte. \u201eManchmal hatten wir schon ein schlechtes Gewissen, weil wir so viel gearbeitet haben. Aber wenn ich unsere Kinder heute sehe, dann waren diese Zweifel unbegr\u00fcndet.\u201c Hasibe Kanat ist seit 40 Jahren die Frau an seiner Seite. \u201eInsgeheim ist sie das Oberhaupt der Familie. Die starke Frau an der Seite unseres Vaters, und sie ist viel strenger als er\u201c, sagt Michael Kanat l\u00e4chelnd. F\u00fcr die Mutter dreier erwachsener Kinder und Oma von neun Enkelkinder waren die Zeiten damals mit vielen H\u00f6hen und Tiefen verbunden. \u201eEs war eine interessante und herausfordernde Zeit, die wir gemeinsam sehr gut gemeistert haben. Wir haben nichts gehabt und viel erreicht\u201c, sagt sie. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align:center\"><strong>Drehergasse 44 \u00b7 87629 F\u00fcssen im Allg\u00e4u<br> Tel.: +49 8362 7155 \u00b7 <a href=\"mailto:info@ristorante-la-perla.de\">info@ristorante-la-perla.de<\/a><br> <a href=\"http:\/\/www.ristorante-la-perla.de\">www.ristorante-la-perla.de<\/a> <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align:center\"><strong>\u00d6ffnungszeiten: Montag Ruhetag. <br> Warme K\u00fcche von Dienstag bis Sonntag<br> 11.00 Uhr bis 22.00 Uhr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:12px\">Text: Sabina Riegger \u00b7 Foto: Margarete H\u00e4felein (1) \/ Innenanufnahme: privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modern und elegant, so zeigt sich das neue \u201eLa Perla\u201c nach dem dreimonatigen Umbau. Michael Kanat ist zufrieden. Jetzt tr\u00e4gt auch der Innenausbau seine Handschrift. 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