{"id":18667,"date":"2018-11-02T09:19:58","date_gmt":"2018-11-02T08:19:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=18667"},"modified":"2018-11-02T09:19:58","modified_gmt":"2018-11-02T08:19:58","slug":"fit-gesund-alter-besonderen-heilpflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2018\/11\/fit-gesund-alter-besonderen-heilpflanzen\/","title":{"rendered":"Fit und gesund im Alter mit besonderen Heilpflanzen"},"content":{"rendered":"<p>Es ist ja wirklich sch\u00f6n, dass wir u.a. durch die moderne Medizin und bessere Lebensbedingungen heutzutage deutlich \u00e4lter werden k\u00f6nnen, aber so einige \u201eZipperlein\u201c kommen halt leider trotzdem. Aber auch hier gibt es doch einige M\u00f6glichkeiten, unseren K\u00f6rper zu unterst\u00fctzen und fit zu halten. Und warum sollten wir sie nicht auch n\u00fctzen&#8230;<\/p>\n<p>Ein sicherlich sehr bekanntes und probates Mittel ist der <strong>Ginkgo (Ginkgo biloba)<\/strong><br \/>\nDiese Pflanze, auch Silberaprikose oder Tempelbaum genannt, ist wirklich eine Besonderheit durch und durch, denn \u00fcber Jahrmillionen blieb sie von der Evolution praktisch unber\u00fchrt, d.h. die Dinosaurier sahen sie praktisch bereits genau so, wie wir sie heute noch sehen. Was au\u00dferdem noch besonders ist: der Ginkgo ist der letzte seiner Art! Er wirft zwar im Herbst verf\u00e4rbte Bl\u00e4tter ab wie die Laubb\u00e4ume, besitzt aber eine Vielzahl verschiedener Bl\u00e4tter, von denen ein Teil aussieht wie der der Nadelb\u00e4ume. Vor ca. 900 Jahren entdeckten ihn buddhistische M\u00f6nche wieder und verbreiteten ihn bis Japan. Als erster Europ\u00e4er beschrieb der deutsche Forschungsreisende Engelbert Kaempfer Ende des 17. Jahrhunderts das eigent\u00fcmliche ostasiatische Gew\u00e4chs. Der Zusatzname biloba bedeutet \u00fcbrigens \u201ezweilappig\u201c, womit die charakteristische Blattform beschrieben wird.<\/p>\n<p>In Asien, vor allem in China, wird der \u201eWunderbaum\u201c schon seit langem zur Sch\u00f6nheitspflege und v.a. als Heilpflanze eingesetzt \u2013 die Samen bzw. Fr\u00fcchte, aber auch Bl\u00e4tter und Baumrinde werden bei Asthma, Bronchitis, Kreislaufst\u00f6rungen, Hautkrankheiten, Harninkontinenz und Angstzust\u00e4nden verspeist. Besonders wirksam sollen sie jedoch bei Konzentrationsschw\u00e4che und Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen sein. Hier kommen wir jetzt zu unserer Bedeutung nicht nur bei altersbedingten Krankheiten: f\u00fcr das Wirkungsspektrum des Ginkgos ist wohl das Zusammenwirken von Flavonoiden, Ginkgoliden und Terpenen verantwortlich. Dieses spezielle Substanzgemisch weist in Laborversuchen zahlreiche Effekte auf: es sch\u00fctzt die Nervenzellen vor sch\u00e4dlichen Einfl\u00fcssen und unterst\u00fctzt die Funktion bestimmter Botenstoffe im Gehirn, die Ged\u00e4chtnis und Lernen beeinflussen. Zudem wird hemmend in die Blutgerinnung eingegriffen, die Flie\u00dfeigenschaften des Blutes, speziell im Gehirn, werden verbessert und freie Radikale eingefangen. Was bringt das f\u00fcr einen Vorteil? Durch die Durchblutung bis in die kleinsten Gef\u00e4\u00dfe werden die Zellen besser mit N\u00e4hrstoffen und Sauerstoff versorgt. Spezial-Extrakte aus dem Ginkgo werden daher gerne bei Hirnleistungsst\u00f6rungen, dementiellen St\u00f6rungen, arterieller Verschlusskrankheit, Schwindel und Tinnitus (Ohrenger\u00e4uschen) eingesetzt. Eine Verbesserung der Energiebereitstellung in den Nervenzellen scheint wohl ein wesentlicher Faktor der Ginkgo-Mischung zu sein. Und hierbei spielen die sog. Mitochondrien eine wesentliche Rolle. Diese bis zu 1000-fach in einer Zelle vorkommenden \u201eMinikraftwerke\u201c haben die Aufgabe, Energie zu produzieren. Mit zunehmendem Alter l\u00e4sst ihre Kraft aber leider nach. Freie Radikale tun ihr \u00dcbriges dazu. Man kann also tats\u00e4chlich davon ausgehen, dass man bereits ungef\u00e4hr ab 50 Jahren nicht mehr ganz so konzentrations- und leistungsf\u00e4hig ist. Neues wird nicht mehr so einfach erlernt und die Vergesslichkeit nimmt zu. Studien haben belegt, dass mit der t\u00e4glichen Einnahme von 120-240 mg des Spezialextraktes die Ged\u00e4chtnisleistung verbessert werden kann. Die sog. \u201eGolfstudie\u201c zeigte bereits nach 2 Wochen eine bessere Spielleistung der Sportler. Auch bei anstrengender Computerarbeit wurde eine Steigerung der Konzentration erwiesen. Was nat\u00fcrlich schon klar ist: eine Wirkung wird sich erstmals nach 2-4 Wochen einstellen, die Einnahme sollte also schon \u00fcber l\u00e4ngere Zeit erfolgen. Wichtig ist allerdings generell, nicht nur f\u00fcr Patienten, die Blutgerinnungshemmer nehmen, die Einnahme mit dem Arzt zu besprechen, denn Ginkgo kann das Blut fl\u00fcssiger machen, das darf selbstverst\u00e4ndlich nicht zu viel werden. Auch vor Operationen sollte er sicherheitshalber abgesetzt werden. F\u00fcr Schwangere ist er ebenfalls nicht geeignet. Ansonsten&#8230;<\/p>\n<p><strong>Hohlzahn (Galeopsis segetum)<\/strong><br \/>\nDer gelbe Hohlzahn aus der Familie der Lippenbl\u00fctler kann eigentlich schon fast zu den vergessenen Heilpflanzen gerechnet werden, wurde er doch vor Jahrzehnten noch h\u00e4ufig eingesetzt, das wei\u00df ich noch aus eigener Erfahrung. Heutzutage ist er eher weniger gebr\u00e4uchlich, was aber sehr schade ist &#8211; und dass, obwohl er sogar von der sog. Kommission E f\u00fcr pflanzliche Arzneimittel in seiner Wirkung positiv bewertet wurde. Der Hohlzahn z\u00e4hlt zu den kiesels\u00e4urehaltigen Pflanzen, die seit Langem zur Resistenzsteigerung des Lungengewebes eingesetzt wurden. Ihren deutschen Namen \u201eHohlzahn\u201c hat die Pflanze durch zwei Besonderheiten auf der Unterlippe ihrer Bl\u00fcte bekommen: sie beherbergen am Grund zwei kegelf\u00f6rmige Ausst\u00fclpungen, die innen hohl sind und wirklich an hohle Z\u00e4hne erinnern \u2013 sie sind mit der Lupe gut erkennbar. Die Pflanze kann man sehr vielseitig einsetzen, sie zeigt allerdings ihre Wirkung erst bei l\u00e4ngerer Anwendung \u2013 was sich aber durchaus lohnt. Ihre Saponine wirken schleiml\u00f6send, auswurff\u00f6rdernd und harntreibend, die Bitterstoffe st\u00e4rken das Allgemeinbefinden und die Abewehrkraft, kr\u00e4ftigen und regen den Appetit an. Gerbstoffe wirken wundheilungsf\u00f6rdernd und die Kiesels\u00e4ure ist lungen- und bindegewebsst\u00e4rkend. Von allen Heilpflanzen kommt sie in ihrer Mineralzusammensetzung der unseres Blutes am n\u00e4chsten!<\/p>\n<p>Der Hohlzahn strotzt f\u00f6rmlich vor Kiesels\u00e4ure (darin enthalten Silizium) und anderen Mineralien. Kiesels\u00e4ure ist als wichtiger Bestandteil am Aufbau von Knorpeln und Knochen, dem Bindegewebe, der Haut, Haaren und N\u00e4geln beteiligt. Sie sorgt f\u00fcr Elastizit\u00e4t und Festigkeit in Blutgef\u00e4\u00dfen und im Bindegewebe, weil es den Eiwei\u00dfk\u00f6rpern erm\u00f6glicht, Wasser zu binden. Silizium unterst\u00fctzt die Einlagerung von Calcium in den Knochen und verringert durch die Mineralisation das Fortschreiten der Osteoporose im Alter. Die Knochensubstanz der Z\u00e4hne wird positiv beeinflusst, so dass sie f\u00fcr Karies weniger anf\u00e4llig sind. Das Kraut hat sich in der Langzeitanwendung zur unterst\u00fctzenden Behandlung bei chronischen Lungenerkrankungen, insbesonders bei \u00e4lteren Menschen, ebenso gut bew\u00e4hrt wie im \u00e4u\u00dferlichen Einsatz bei langwierigen Hauterkrankungen.<\/p>\n<p>Bleiben Sie auch im Alter gesund,<\/p>\n<p>Ihre Apothekerin<br \/>\nSimone Wagner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ja wirklich sch\u00f6n, dass wir u.a. durch die moderne Medizin und bessere Lebensbedingungen heutzutage deutlich \u00e4lter werden k\u00f6nnen, aber so einige \u201eZipperlein\u201c kommen halt leider trotzdem. Aber auch hier gibt es doch einige M\u00f6glichkeiten, unseren K\u00f6rper zu unterst\u00fctzen und fit zu halten. 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