{"id":18451,"date":"2018-09-28T15:41:45","date_gmt":"2018-09-28T13:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=18451"},"modified":"2018-09-28T15:41:45","modified_gmt":"2018-09-28T13:41:45","slug":"osteoporose-lindern-kraft-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2018\/09\/osteoporose-lindern-kraft-natur\/","title":{"rendered":"Osteoporose lindern mit der Kraft der Natur"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"tie-dropcap \">U<\/span>nser Skelett ist kein starres Ger\u00fcst, im Gegenteil ist es ein festes und vitales Gewebe, das unabl\u00e4ssig umgebaut wird. Die Knochen verdanken ihre Festigkeit vor allem dem Mineral Calcium, das lebenslang immer wieder neu in das Knochengewebe eingef\u00fcgt wird. Etwa bis zum 35. Lebensjahr \u00fcberwiegen noch die Aufbauarbeiten, dann aber beginnt ein allm\u00e4hlicher Knochenschwund. Risikofaktoren, die diesen Vorgang beschleunigen, sind u. a. ein Mangel an Calcium und von Vitamin D (dieses braucht der K\u00f6rper, um das Calcium verwerten zu k\u00f6nnen), zu wenig Bewegung, Rauchen, bestimmte Medikamente wie z. B. Kortison, eine \u00dcberfunktion der Schilddr\u00fcse, Magen-, Darm- oder Nierenerkrankungen, beginnende Wechseljahre (hier sind wir Frauen nat\u00fcrlich im Nachteil!), und, wie so oft auch eine famili\u00e4re Belastung, also unsere Gene, um nur einiges zu nennen. Ausnahmsweise haben hier sehr schlanke Personen eher einen Nachteil, da sie weniger Knochenmasse haben, daher auch weniger \u201eAbbaureserven\u201c.<\/p>\n<p>Neben einer evtl. n\u00f6tigen medikament\u00f6sen Therapie kann man selbst mit moderater Bewegung, gesunder Ern\u00e4hrung und verschiedenen naturheilkundlichen Mitteln den Prozess verlangsamen.<\/p>\n<h3><strong>Ackerschachtelhalm\/Zinnkraut (Eqiusetum arvense)<\/strong><\/h3>\n<p>Schachtelhalme sind im wahrsten Sinne des Wortes \u201euralt\u201c: schon vor knapp 400 Millionen Jahren entwickelten sich diese Pflanzen, also noch vor den Dinosauriern, allerdings waren sie damals z. T. \u00fcber baumhoch. Einer der heutigen \u00fcbriggebliebenen Vertreter ist der nur noch etwa 50 cm hohe Ackerschachtelhalm. Sein botanischer Name setzt sich zusammen aus dem lateinischen equus = Pferd, seta = Borste und arvum = Acker. Letzteres bezeichnet seinen Lieblingsstandort, der Begriff \u201ePferdeschweif\u201c charakterisiert sein typisches Erscheinungsbild. Zinnkraut hei\u00dft er wegen seiner fr\u00fcheren Verwendung zum Scheuern von Kupfer- und Zinngef\u00e4\u00dfen.<\/p>\n<p>Der r\u00f6mische Gelehrte Plinius berichtete \u00fcber die starke blutstillende Kraft der Pflanze, \u00c4rzte des Mittelalters erw\u00e4hnten sie lobend bei Wunden, Blutungen, Husten, Gicht, Ruhr, Steinleiden und Tuberkulose. Lange Zeit geriet sie dann allerdings ins Abseits, bis sie vom \u201eWasserdoktor\u201c Sebastian Kneipp wiederentdeckt wurde. Der wichtigste Inhaltsstoff, besonders im Bereich der Osteoporose ist mit 10% die Kiesels\u00e4ure, die mit ebenfalls ca. 10% in wasserl\u00f6slicher Form vorliegt, au\u00dferdem viele Mineralien wie Calcium, Kalium, Magnesium, Aluminium, Eisen und Mangan, sowie Flavonoide und Kaffees\u00e4urederivate. Durch diese hervorragende Zusammensetzung k\u00f6nnen Knochen, Haut und Schleimhaut gekr\u00e4ftigt werden und verschafften dem Ackerschachtelhalm den Beinamen \u201eKnochenheiler\u201c. Silizium in Form von Kiesels\u00e4ure ist einfach ein ganz wichtiger Bestandteil des Knochens, ja, man fand genau dort im Knochen besonders viel Silizium, wo neues Gewebe am Entstehen war. Daher wei\u00df man, dass u.a. die speziellen pflanzlichen Extrakte bei der Bildung von Osteoblasten \u2013 das sind die Zellen, die f\u00fcr die Knochenbildung verantwortlich sind \u2013 helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Beinwell (Symphytum officinale)<\/h3>\n<p>Erstaunliche F\u00e4higkeiten wurden dieser urspr\u00fcnglichen Heilpflanze einst zugeschrieben. Denn sogar gebrochene Knochen sollte sie wieder zusammenwachsen lassen. So etwas beansprucht die moderne Phytotherapie zwar nicht mehr ganz, aber trotzdem kann sie sehr viel Gutes im Bereich von Knochen, B\u00e4ndern, Sehnen und Gelenken. Hier ist einfach schon der Name quasi Programm: Bein ist ein alter Name f\u00fcr Knochen und wellen oder wallen bedeutete heilen \u2013 \u00fcbersetzt \u2013 ich heile den Knochen. Besonders sein Wirkstoff Allantoin sorgt unterst\u00fctzend f\u00fcr die Knochenneubildung, um eben bei unserem Gebiet Osteoporose zu bleiben. Zus\u00e4tzlich vertrauten die Menschen bei Rheumatismus, Gicht, Muskel- und Gelenkbeschwerden auf diese Pflanze. Die enthaltenen Wirkstoffe sind das bereits oben genannte Allantoin, sowie Cholin und einige Flavonoide, die schmerzstillende, abschwellende und entz\u00fcndungshemmende Eigenschaften haben. Gerade in Wildsammlungen sind aber leider auch noch die sog. Pyrrolizidinalkaloide enthalten, die in hohen Mengen die Leber sch\u00e4digen und Krebs ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Deshalb sollte man Beinwell nicht innerlich zu sich nehmen, so wie man es fr\u00fcher in Form eines Salates oder Gem\u00fcses gemacht hatte, es sei denn in hom\u00f6opathischer Dosierung z. B. Symphythum D 6 (auch hier wieder aus dem altgriechischen Wort f\u00fcr zusammenwachsen abgeleitet) und wenn er \u00e4u\u00dferlich angewandt wird, w\u00e4re es sinnvoll, Fertigpr\u00e4parate aus der Apotheke zu bevorzugen, damit man den unerw\u00fcnschten Inhaltsstoff m\u00f6glichst umgeht, da er durch lange Kreuzung herausgez\u00fcchtet worden ist und so die empfohlenen Grenzwerte nicht mehr \u00fcberschritten werden. Dennoch sollte man trotzdem in der Schwangerschaft auf eine strenge Indikationsstellung achten. Verwendet wird \u00fcbrigens meist die Wurzel des Beinwells, seltener die Bl\u00e4tter, entweder als Breiumschlag oder als Salbe.<\/p>\n<p>Was man tats\u00e4chlich wei\u00df: Er ist antientz\u00fcndlich und wundheilungsaktivierend, die Zellneubildung und Gewebsregenerierung werden aktiviert, Bluterg\u00fcsse klingen schneller ab, Schwellungen nach Zerrungen oder Prellungen bilden sich besser zur\u00fcck \u2013 im Gegensatz zum Placebo. Eine Studie im Vergleich zum sehr bekannten Wirkstoff Diclofenac, speziell bei Sprunggelenkszerrungen zeigte eine absolute Ebenb\u00fcrtigkeit. Aber auch bei Arthrose, Muskelkater und akuten R\u00fcckenschmerzen kann eine Beinwellsalbe sehr hilfreich sein.<\/p>\n<p>Auch andere Heilkr\u00e4uter wie die Brennnessel, Sanikelkraut, Arnika oder Frauenmantel gelten als unterst\u00fctzend bei Osteoporose.<\/p>\n<p>Halten Sie Ihre Knochen gesund!<\/p>\n<p>Ihre Apothekerin<br \/>\nSimone Wagner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Skelett ist kein starres Ger\u00fcst, im Gegenteil ist es ein festes und vitales Gewebe, das unabl\u00e4ssig umgebaut wird. Die Knochen verdanken ihre Festigkeit vor allem dem Mineral Calcium, das lebenslang immer wieder neu in das Knochengewebe eingef\u00fcgt wird. Etwa bis zum 35. Lebensjahr \u00fcberwiegen noch die Aufbauarbeiten, dann aber beginnt ein allm\u00e4hlicher Knochenschwund. 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