{"id":15515,"date":"2018-02-01T16:43:28","date_gmt":"2018-02-01T15:43:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/?p=15515"},"modified":"2024-03-11T11:55:08","modified_gmt":"2024-03-11T10:55:08","slug":"ist-zahlungen-befreit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuessenaktuell.de\/index.php\/2018\/02\/ist-zahlungen-befreit\/","title":{"rendered":"Wer ist von Zahlungen befreit?"},"content":{"rendered":"<h3>Rezepte<\/h3>\n<p>L\u00f6sen gesetzlich Versicherte ein Rezept f\u00fcr ein verschreibungspflichtiges Medikament ein, m\u00fcssen sie in der Apotheke meist zwischen f\u00fcnf und zehn Euro zuzahlen. Im Laufe eines Jahres kann schnell eine gr\u00f6\u00dfere Summe zusammenkommen. \u201eDaher gibt es die indi-viduelle Belastungsgrenze, die sich nach dem Bruttoeinkommen richtet\u201c, erkl\u00e4rt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabh\u00e4ngigen Patientenberatung Deutschland (UPD). \u201eWer die Summe innerhalb eines Kalenderjahres \u00fcberschreitet, kann sich von seiner Kranken-kasse von weiteren Zuzahlungen befreien lassen.\u201c<\/p>\n<h3>Die H\u00f6he der Zuzahlungen<\/h3>\n<p>Sie richtet sich nach Art der Leistung. \u201eEs gibt verschreibungspflichtige Arzneimittel, f\u00fcr die keine Zuzahlung n\u00f6tig ist. Doch in der Regel muss der Patient zehn Prozent des Preises selbst tragen.\u201c Es sind mindestens f\u00fcnf Euro, h\u00f6chstens zehn Euro Zuzahlung f\u00e4llig. \u201eKostet das Medikament weniger als f\u00fcnf Euro, tr\u00e4gt der Patient die Kosten selbst.\u201c Auch f\u00fcr Heilmittel und Hilfsmittel \u2013 zum Beispiel eine Physiotherapie und ein H\u00f6rger\u00e4t \u2013 m\u00fcssen Erwachsene eine Zuzahlung leisten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend eines Krankenhausaufenthaltes gilt eine feste Zuzahlung von 10 Euro je Kalendertag, begrenzt auf 28 Tage pro Jahr. Kinder und Jugendliche sind bis zur Vollj\u00e4hrigkeit von Zuzahlungen befreit.<\/p>\n<h3>Chronisch Kranke zahlen weniger<\/h3>\n<p>Die j\u00e4hrliche Grenze, bis zu der sich ein gesetzlich Versicherter an den Kosten f\u00fcr medizinische Leistungen beteiligen muss, liegt bei zwei Prozent der j\u00e4hrlichen Bruttoeinnahmen, die zum Lebensunterhalt beitragen. F\u00fcr Familien wird ein Haushaltseinkommen errechnet, von dem Freibetr\u00e4ge f\u00fcr Kinder, den Ehepartner oder einen eingetragenen Lebenspartner abgezogen werden.<\/p>\n<p>\u201eChronisch Kranke m\u00fcssen nur bis zu einem Prozent ihrer Bruttoeinnahmen aufbringen\u201c, sagt Morris. Sie haben Fragen zur Zuzahlung? Die Unabh\u00e4ngige Patientenberatung Deutsch-land (UPD) ber\u00e4t Sie kostenfrei und neutral unter 0800 011 77 22. Infos unter <span class=\"removed_link\" title=\"http:\/\/www.patientenberatung.de\">www.patientenberatung.de<\/span>.<\/p>\n<h3>Belege sammeln<\/h3>\n<p>Erreichen Versicherte innerhalb eines laufenden Jahres ihre Belastungsgrenze, k\u00f6nnen sie sich von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. \u201eWichtig ist, dass Sie alle Belege \u00fcber geleistete Zuzahlungen sammeln und bei der Krankenkasse einreichen. Sollten einige Belege abhandengekommen sein, kann man sich von seiner Apotheke eine Sammelquittung ausstellen lassen.\u201c<\/p>\n<p>Steht bereits Anfang des Jahres fest, dass Sie Ihre Belastungsgrenze erreichen werden, k\u00f6nnen Sie den Betrag im Voraus bei der Krankenkasse einzahlen. \u201eIn diesem Fall m\u00fcssen Sie keine Zuzahlungen leisten und ein Sammeln der Belege ist nicht n\u00f6tig.\u201c Die Befreiung von den Zuzahlungen kann auch r\u00fcckwirkend f\u00fcr die letzten vier Jahre erfolgen.<\/p>\n<p>Entsprechende Antr\u00e4ge k\u00f6nnen Sie bei Ihrer Krankenkasse anfordern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezepte L\u00f6sen gesetzlich Versicherte ein Rezept f\u00fcr ein verschreibungspflichtiges Medikament ein, m\u00fcssen sie in der Apotheke meist zwischen f\u00fcnf und zehn Euro zuzahlen. 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